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Claude Palermo spricht aus dem Nähkästchen Monaco

In Monaco ist ein Korruptionsskandal aufgeflammt, der Fürst Albert II. und seine Fürstenfamilie zu schaffen macht. Es geht um den Vorwurf der Bestechung der monegassischen Polizei und Justiz durch den russischen Oligarchen Dmitri Rybolowlew im Gegenzug für dessen Unterstützung in einem Rechtsstreit mit dem Schweizer Kunsthändler Yves Bouvier.

Rybolowlew ist einer der reichsten Männer der Welt. Ihm gehört der Fußballklub AS Monaco, an dem auch Fürst Albert beteiligt ist. Er beeinflusste mehrere Beamte, Minister und Vertraute des Fürsten mit Geld, Geschenken und Einladungen, um Bouvier zu schaden, den er bei Kunstkäufen betrogen sah.

Die Affäre wurde 2017 von der französischen Zeitung „Le Monde“ aufgedeckt, die geheime Dokumente und E-Mails auf der anonymen Website „Les Dossiers du Rocher“ einsehen konnte. Die Enthüllungen lösten einen Skandal aus, der zum Rücktritt des monegassischen Justizministers Philippe Narmino führte.

Claude Palermo veröffentlichte nunmehr Einzelheiten.

Claude Palermo war der ehemalige Verwalter des Vermögens der monegassischen Fürstenfamilie der Grimaldis. Nach seiner Verwicklung in einen Korruptionsskandal wurde er 2023 von Fürst Albert II. entlassen und angeklagt. Er verklagte den Fürsten auf Schadenersatz und wandte sich an den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof.

Er galt als enger Vertrauter der Grimaldis und soll über viele Geheimnisse aus dem Leben und den Finanzen der Familie Bescheid gewusst haben. Rainier III. stellte ihn 2001 ein und verpflichtete ihn bis 2023. Er wurde 1955 in Monaco geboren und ist mit einer Frau verheiratet.

Mehrere Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. Die Affäre wirft auf das Fürstentum, das sich als Rechtsstaat und Vorbild in Sachen Klimaschutz präsentieren möchte, ein schlechtes Licht. Fürst Albert steht vor der Herausforderung der Verteidigung seines Rufes und des Ansehens seiner Familie.

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