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Neue Tankschiffe für die Deutsche Marine gehen in Produktion

Konzeptgrafik Betriebsstoffversorger Klasse 707 Bildrechte: NVL Group Fotograf: NVL Group

Textquelle: PIZ Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung

Der Bau von zwei neuen Betriebsstoffversorgern für die Deutsche Marine beginnt heute traditionell mit dem symbolischen Anlassen der Motoren. Die beiden „schwimmenden Tankstellen“ werden voraussichtlich ab dem Jahr 2025 die Schiffe der Rhön-Klasse ablösen.

„Der Beginn der Fertigung der neuen Betriebsstoffversorger ist der Startschuss für die Erneuerung unserer Tankschiffe. Damit sichern wir die Durchhaltefähigkeit der maritimen Einsatzverbände durch die militärische Treibstoffversorgung auf hoher See. Gleichzeitig erfüllen wir die aktuellen Standards des Umweltschutzes und leisten vor allem einen wichtigen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung“, sagt Annette Lehnigk-Emden, Präsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). „Ich bin zudem froh, dass mit der NVL und der Meyer Werft zwei deutsche Werften mit ihrem Know-how einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Fähigkeiten leisten.“

Die Tanker der Klasse 707 sind mit einer Länge von 173 Metern und einer Verdrängung von 20.000 Tonnen deutlich größer als ihre Vorgänger. Dies spiegelt sich auch in den Leistungsdaten und in den Fähigkeiten der Schiffe wider. Die neuen Marinetanker sind gegen den Einsatz von ABC-Kampfstoffen geschützt, verfügen über ein Flugdeck für Hubschrauber und fassen mehr als 12.000 Kubikmeter Flugbenzin und Diesel. Mit den eingebauten Ballastwasseraufbereitungsanlagen und modernen Abgasnachbehandlungssystemen können die Schiffe auch nach aktuellen Umweltstandards betrieben werden.

Die Tanker werden eine Besatzung von 42 Personen haben. Es besteht die Option, weitere 23 Personen an Bord zu nehmen. Trotz ihrer Größe und Verdrängung erreichen die Tanker dank ihrer leistungsstarken Antriebsanlage eine Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten. Die Reichweite beträgt bis zu 8.000 Seemeilen. Sie erweitern das Einsatzspektrum der Deutschen Marine nachhaltig, indem sie Marineeinheiten auf See und damit abseits von Häfen mit Treibstoff versorgen können.

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