Großbritannien

Neuer britischer Finanzminister kündigt „schwierige Entscheidungen“ an

Titelbild: Der neue britische Finanzminister Jeremy Hunt verlässt am 14. Oktober 2022 nach einem Treffen mit der britischen Premierministerin Liz Truss die Downing Street 10 im Zentrum von London. Der neu ernannte britische Finanzminister Jeremy Hunt ist ein sanftmütiger politischer Überlebenskünstler, der all seine beträchtliche Erfahrung brauchen wird, um eine vom Chaos heimgesuchte Wirtschaft und Regierung zu beruhigen. (Foto: ISABEL INFANTES / AFP)

London, Großbritannien

Einen Tag nach seiner Ernennung hat der neue britische Finanzminister Jeremy Hunt „schwierige Entscheidungen“ zur Korrektur der Wirtschaftspläne von Premierministerin Liz Truss angekündigt und auch Steuererhöhungen in Aussicht gestellt. Ein Finanzminister könne „die Märkte nicht kontrollieren“, sagte Hunt am Samstag dem TV-Sender Sky News. Er könne aber zeigen, „dass wir unsere Projekte über Steuern und Ausgaben finanzieren können“, sagte Hunt.

„Wir haben schwierige Entscheidungen zu treffen“, sagte Hunt, der sich erstmals seit seiner Ernennung öffentlich äußerte. Alle Ministerien müssten sich bei den Ausgaben zurückhalten. Einige Steuern würden „nicht so schnell gesenkt, wie die Menschen es gerne hätten. Einige Steuern werden steigen“, kündigte Hunt an.

Hunt war am Freitag von Premierministerin Truss zum Nachfolger von Finanzminister Kwasi Kwarteng ernannt worden, den sie nach den Turbulenzen wegen ihrer umstrittenen Finanzpolitik gefeuert hatte. Hintergrund ist das milliardenschwere Steuersenkungspaket der konservativen Regierung unter Truss, das zu Unruhe an den Finanzmärkten wegen einer drohenden hohen Staatsverschuldung und zu massivem Unmut auch in den Reihen der konservativen Regierungspartei geführt hatte.

Hunt sagte nun, in den Haushaltsplänen seien „Fehler“ gemacht worden. Die Premierministerin habe diese Fehler zugegeben, deshalb sei er hier, sagte Hunt. Er stellte zugleich  klar, dass er die „Grundlagen“ ihres Wirtschaftsprojekts teile.

kas/ck

© Agence France-Presse

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