Scammer Scammer Alarm

Jonathan Sharpes Baukästen für Futterspendenbetrug in Uganda

In den Weiten des Internets, wo Tierliebe oft als Eintrittskarte für betrügerische Machenschaften missbraucht wird, hat sich ein besonders perfides Netzwerk rund um sogenannte Spenden für Tierfutter in Uganda etabliert, das von professionellen Betrügern systematisch aufgebaut und vermarktet wird.

Selbst Behörden und Organisationen bitten keine Spenden nach mehr nach Uganda zu senden.

Dabei handelt es sich nicht um isolierte Einzelfälle, sondern um regelrechte Baukästen für den Tierfutter-Spendenbetrug, die regelrecht wie Fertigmodule produziert, verkauft und gehandelt werden – und das alles zentral gesteuert aus Nigeria von einem Mann namens Jonathan Sharpe.
Dieser Sharpe, der neben seinen Aktivitäten in Uganda auch tief in Romance-Scams, klassischen 419er-Vorschussbetrügereien und Erpressungsgeschäfte verwickelt ist, scheint zumindest eine Zeit lang in Europa gelebt zu haben, was ihm offenbar hilft, seine Maschen glaubwürdiger und kulturell angepasst wirken zu lassen. Er verspricht potenziellen Opfern oder Mittätern gute Geschäfte, lockt mit scheinbar lukrativen Deals und geht sogar so weit, dass er Hunde „nach Europa verkauft“, indem er vorgebliche Adoptionen oder Rettungsaktionen vortäuscht, bei denen Spenden für Futter, Transport und Schutzgebühren fließen sollen – doch in Wirklichkeit existieren die Tiere oft gar nicht oder landen in katastrophalen Verhältnissen, während das Geld direkt in die Taschen der Betrüger wandert.

 

Sharpe und sein Netzwerk nutzen dabei die gleiche Taktik wie unzählige andere Tierschutz-„Vereine“ oder angebliche Rettungsorganisationen, die vor allem aus Regionen wie Rumänien, Bulgarien, der Türkei oder Ungarn operieren. Sie präsentieren rührende Fotos von angeblich hungernden oder verletzten Hunden und Katzen, fordern Schutzgebühren, Futterspenden oder Transportkosten und bauen eine emotionale Bindung auf, die die Opfer dazu bringt, immer weiter zu zahlen.

Die Baukästen, die in Nigeria gehandelt werden, enthalten vorgefertigte Vorlagen für Websites, Social-Media-Profile, gefälschte Dokumente und sogar Skripte für Chats, die den gesamten Ablauf vom ersten Kontakt bis zur wiederholten Geldforderung automatisieren – ein perfektes System, das Sharpe nicht nur selbst betreibt, sondern offenbar auch an andere Kriminelle weiterverkauft. Dazu handelt er in Fakeshops.

Wer einmal auf solche Angebote eingeht, landet schnell in einer Spirale aus gefälschten Updates, neuen Notfällen und Drohungen, dass die Tiere sonst verhungern oder eingeschläfert werden müssen, während Sharpe parallel in Romance-Scams Herzen bricht und in 419er-Mails angebliche Erbschaften oder Geschäfte vorgaukelt, um die gleiche Zielgruppe mehrfach auszunehmen. Seine europäische Erfahrung macht ihn besonders gefährlich, denn er kennt die Mentalität der Spender hierzulande, spricht oft fließend Deutsch oder Englisch mit leichtem Akzent und weiß genau, wie er Vertrauen aufbaut, bevor er die Falle zuschnappen lässt.

 

Genau aus diesem Grund ist es dringend ratsam, bei allen solchen Aufrufen aus dem Ausland äußerste Vorsicht walten zu lassen und die Spenden stattdessen direkt an etablierte, transparente deutsche Tierheime zu richten, wo man vor Ort nachvollziehen kann, was mit dem Geld geschieht – sei es bei lokalen Vereinen wie dem Deutschen Tierschutzbund, regionalen Auffangstationen oder gemeinnützigen Organisationen mit klarer Buchführung und Besuchsrechten.
Dort fließt jeder Euro wirklich in Futter, medizinische Versorgung und artgerechte Unterbringung, ohne dass dubiose Mittelsmänner in Nigeria oder Uganda dazwischengeschaltet sind und ohne dass man Gefahr läuft, Opfer eines internationalen Betrugsnetzwerks zu werden, das Tierliebe skrupellos ausnutzt.
Indem man sich auf heimische Strukturen konzentriert, unterstützt man nicht nur echte Not leidende Tiere in Deutschland, sondern entzieht solchen internationalen Scammern wie Jonathan Sharpe auch die Grundlage ihres Geschäftsmodells, das auf der Gutgläubigkeit und der emotionalen Erpressung ahnungsloser Tierfreunde basiert.

Es ist Zeit, dass die Spenden dort ankommen, wo sie wirklich helfen – und nicht in den Händen von Kriminellen, die aus Uganda und Nigeria ein lukratives Imperium aus Lügen und Leid aufbauen.
Wir werden weiter berichten.

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