Titelbild: Völlig verstörter Makake, Screenshot TikTok,2025
Die Geschichte, die sich in der Kommunikation zwischen einem potenziellen Käufer und einer Person entfaltet, die sich als Züchter von Makaken auf TikTok ausgibt, ist ein haarsträubendes Beispiel für die Taktiken, die Betrüger anwenden, um Vertrauen aufzubauen und Menschen zu täuschen. Es entwickelt sich ein Chat, der ein Paradebeispiel für illegalen Tierhandel darstellt. Die Tiere werden aus Vietnam, Laos und Kambodscha eingeschmuggelt und dann mit gefälschten Impfzertifikaten an den Kunden abgesetzt. Das Angebot erstreckt sich auch auf Papageien und Hunde, die angeblich Rassezucht wären. Die Plattform TikTok begünstigt das Geschäftsmodell und moderiert die Posts nicht. Besonders pervers, die Affen seien stubenrein, könnten auf Toilette gehen, würden sonst Windeln tragen und am Schnuller lutschen. Sie würden nur jeden Tag Milch benötigen. Dazu Bilder von glücklichen Ehepaaren. Und einer der Händler käme aus Alabama. Alles zusammen kostet hier 600 US$. Der Betrüger tritt zunächst mit einer freundlichen, fast naiven Fassade auf, die darauf abzielt, die Skepsis des Gegenübers zu zerstreuen. Die Unterhaltung beginnt mit einer scheinbar harmlosen Nachricht, in der der Absender fragt, ob er mit einem möglichen Kunden spricht, was bereits eine ironische Note trägt, da er selbst genau das ist, was er vorgibt zu meiden.
Er präsentiert sich als Züchter, der eine 16 Wochen alte Makaken-Dame namens Lola verkaufen möchte, und beschreibt sie mit einer Mischung aus emotionalem Lockmittel und vermeintlicher Sorgfalt. Sie sei gut trainiert, komme mit Kleidung, Spielzeug und Futter, und der Preis sei erschwinglich. Erst hieß Lola Henry. In einem anderen Post anders. Was zunächst wie ein normales Verkaufsgespräch aussieht, nimmt schnell eine verdächtige Wendung. Der Betrüger versucht, den Käufer mit minimalen Informationen und vagen Versprechungen zu ködern. Er schickt Medien, vermutlich Fotos oder Videos von Lola, die jedoch nicht verifiziert werden können. Diese sind anderen Tiktok-Filmen entnommen. Wie sich später herausstellen soll. Eine ganze Bande von Tierhändlern fällt über den Käufer her. Angeblich kommen die Makaken aus der Gegend von Raleigh – North Carolina. Dann aus Charlotte. Alle angeblichen Züchter haben die gleichen Affen im Angebot. Es geht um Adoption, nicht um den Kauf eines Primaten. Der Preis von 300 US-Dollar, inklusive Lieferung und allem Zubehör, ist auffällig niedrig – ein klassischer Hinweis auf einen Betrug, da der internationale Versand eines exotischen Tieres, insbesondere nach Deutschland, erhebliche Kosten für Transport, Versicherung und Zollformalitäten verursachen würde. Der Affe wird als Baby bezeichnet, was sich der Kunde verbietet, weil ein Makake ein Primat sei und kein Mensch. Der Betrüger spielt diese Kosten herunter und behauptet, dass alles im Preis enthalten sei, was in der Realität kaum möglich ist. Der Käufer, der sich als vorsichtig und informiert erweist, stellt gezielte Fragen zu den Zollbestimmungen, der Gesundheit des Tieres und den Transportbedingungen. Er erwähnt die Notwendigkeit von Importgenehmigungen, tierfreundlichen Außengehegen und die strengen EU-Vorschriften, die den Handel mit exotischen Tieren regeln. Diese Fragen scheinen den Betrüger zu überfordern, obwohl er versucht, souverän zu wirken, indem er behauptet, bereits viele Affen nach Deutschland geliefert zu haben und alle Verfahren zu kennen. Nicht länger als 11 Stunden würde Lola transportiert. Seine Antworten bleiben jedoch oberflächlich, und er drängt wiederholt auf eine Vorauszahlung von 150 US-Dollar, um die angeblichen Dokumente wie Eigentumswechsel, Tierarztbescheinigungen und AKC-Dokumente vorzubereiten. Diese Dokumente sind in diesem Kontext fragwürdig, da der American Kennel Club (AKC) für Hunde, nicht für Affen zuständig ist – ein weiterer Hinweis auf die Unwissenheit oder bewusste Täuschung des Betrügers. Die Taktik des Betrügers wird besonders deutlich, als er auf die Zahlungsmethode eingeht. Er bevorzugt schnelle, schwer nachverfolgbare Zahlungsmethoden wie PayPal oder Apple Pay und reagiert ausweichend, als der Käufer auf eine Banküberweisung besteht, die den deutschen Zollbestimmungen entsprechen soll. Seine Ungeduld zeigt sich, als er den Käufer drängt, die Zahlung schnell zu leisten, und gleichzeitig behauptet, dass die komplexen Zollverfahren in Deutschland nicht notwendig seien, solange der Affe gut trainiert sei und nicht für geschäftliche Zwecke genutzt werde. Das zeigt, er hat keine Ahnung. Diese Aussage ist nicht nur falsch, sondern zeigt auch eine Dreistigkeit, die typisch für Betrüger ist, die auf Unwissenheit oder Gutgläubigkeit ihrer Opfer setzen. Die Unterhaltung eskaliert, als der Käufer auf die neuen EU-Gesetze hinweist, die tierfreundliche Außengehege und hohe Investitionskosten vorschreiben, was den Betrüger sichtlich irritiert. Dokumente kommen mit dem Affen zur Haustür. Seine Reaktion, die Kosten für solche Gehege als „Betrug“ zu bezeichnen, ist nicht nur unprofessionell, sondern auch ein Eigentor, da er damit seine eigene Glaubwürdigkeit untergräbt. Der Käufer erkennt schließlich die Absurdität der Situation, beschuldigt den Betrüger, unhöflich zu sein, und droht, ihn zu blockieren. Der Betrüger versucht, die Situation mit einer halbherzigen Entschuldigung zu retten, doch der Käufer beendet die Kommunikation entschieden, indem er auf die Notwendigkeit hinweist, die Gesetze in Deutschland einzuhalten. Diese Episode offenbart die perfide Strategie des Betrügers, der mit emotionalen Versprechen, falschen Dokumenten und Druck auf schnelle Zahlungen arbeitet, während er gleichzeitig die rechtlichen und logistischen Realitäten des internationalen Tierhandels ignoriert oder bagatellisiert. Die Beharrlichkeit des Käufers, auf Zollbestimmungen und tierfreundliche Haltung hinzuweisen, zeigt, wie wichtig es ist, skeptisch zu bleiben und sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen zu informieren. Der Betrüger mag mit seiner freundlichen Fassade und vermeintlichen Professionalität zunächst überzeugend wirken, doch seine Unkenntnis der Gesetze und seine ausweichenden Antworten entlarven ihn letztendlich als das, was er ist. Ein skrupelloser Täuscher, der auf die Naivität seiner Opfer hofft.

4 Kommentare
Betreff: Warnung vor dem „Nancy Home Trained Monkeys“-Scam – Babyaffen-Betrug auf WhatsApp
Sehr geehrte Redaktion,
ich möchte dringend vor einer aktuellen Betrugsmasche warnen, die derzeit in Deutschland über WhatsApp läuft. Ihr Artikel ist super und sehr gut recherchiert.
Unter dem Namen „Nancy Home Trained Monkeys“ werden angeblich „home trained“ Babyaffen („precious baby monkey babies“) zum Verkauf angeboten. Die Anbieterin schickt herzzerreißende Texte von zwei Wochen alten, geimpften, verspielten Äffchen, die angeblich nur noch ihr „forever home“ suchen und „unconditional love“ schenken.
Wer nachfragt, erhält zunächst ausweichende Antworten. Statt klarer Informationen zu Haltung, Training oder Herkunft wird schnell nach persönlichen Daten gefragt. Als ich hartnäckig nach dem Training, einer Züchterlizenz und Bildern fragte, kam ein altes, völlig unpassendes USDA-Zertifikat einer amerikanischen Züchterin – angeblich als „Beweis“.
Der Betrug wird dann offensichtlich:
Die Affen sind angeblich „just 2 weeks old“.
Der Preis wird mit 800 Dollar „Adoption fee“ (inkl. Zubehör und Lieferung) genannt.
Sofort wird eine Anzahlung (Deposit) von 350 Dollar gefordert, damit „die Dokumente auf den Namen des Käufers ausgestellt“ und das Affenbaby „registriert“ werden kann.
Es wird behauptet, man müsse in Deutschland nur ein „permit“ beantragen und der Verkäufer kümmere sich um alles – inklusive „birth certificate“ und „legal city permit“ für den Affen.
Als ich die Zahlung verweigerte und zuerst alle Unterlagen und ein echtes Foto des Tieres sehen wollte, wurde das Gespräch abrupt beendet und das Konto der Absenderin gesperrt („Das Konto, zu dem du Kontakt aufnehmen willst, wurde gesperrt…“).
Das sind klassische Merkmale eines Advance-Fee-Scams:
Starke emotionale Manipulation durch „Baby“-Sprache
Drängen auf schnelle Anzahlung
Völlig absurde Behauptungen zu deutschen Genehmigungen (Privatpersonen dürfen in den meisten Bundesländern gar keine Affen als Haustiere halten)
Gefälschte oder irrelevante „Dokumente“
Verschwinden, sobald kein Geld fließt
Wichtig:
Affen sind keine Haustiere. Ihre Haltung ist in Deutschland extrem streng geregelt, oft genehmigungspflichtig und für Normalbürger praktisch unmöglich. Wer wirklich mit Primaten zu tun haben will, wendet sich an Zoos oder anerkannte Auffangstationen – niemals an unbekannte Personen per WhatsApp.
Ich rate allen, die solche Angebote erhalten: Sofort blockieren und nicht auf Links oder Zahlungsaufforderungen eingehen. Je mehr Menschen dieses Muster kennen, desto weniger Opfer gibt es.
Mit freundlichen Grüßen
Braun
Vorsicht vor dem „Baby-Affen-Scam“ auf WhatsApp – jetzt mit noch dreisteren Maschen
Ich möchte die Öffentlichkeit vor einer besonders perfiden Betrugsmasche warnen, der ich selbst beinahe zum Opfer gefallen wäre.
Unter dem Namen „Nancy Home Trained Monkeys“ wurde mir über WhatsApp die „Adoption“ von angeblich zwei Wochen alten „Baby-Monkey-Babys“ angeboten. Die Nachrichten waren emotional aufgeladen: gesunde, geimpfte, verspielte Äffchen, die „unbedingte Liebe“, Kuschelstunden und ein „forever home“ versprechen.
Als ich nachfragte, kamen die typischen Betrugsmerkmale ans Licht:
– Es wurde eine USDA-Breeder-Lizenz (angeblich von Marisa Covell) vorgelegt.
– Auf Fotos war eindeutig ein älteres Jungtier zu sehen, obwohl die Verkäuferin beharrlich von „just 2 weeks old honey“ sprach.
– Bei Nachfragen zu Training, Import nach Deutschland und notwendigen Genehmigungen wurde sofort Druck aufgebaut.
– Die Betrügerin forderte eine Anzahlung von 350 Dollar, um „Dokumente“ (Birth Certificate, Ownership Transfer, CITES-Papiere, deutsche Importgenehmigung etc.) zu beantragen und das Tier „sicher nach Deutschland“ zu liefern.
– Sie behauptete sogar, sie habe „dieses Jahr schon 7 Mal nach Deutschland geliefert“.
Sobald ich klar machte, dass ich keinen Cent im Voraus zahle und erst offizielle Unterlagen und ein reales Video des Tieres sehen will, kamen die üblichen Manipulationsversuche: „Trust me honey“, emotionale Appelle und Ausreden, warum man keine echten Beweise schicken könne. Später wurde das Konto teilweise gesperrt, aber die Betrügerin versuchte weiterhin Kontakt aufzunehmen.
Wichtig zu wissen:
Die private Haltung von Affen ist in Deutschland extrem streng geregelt (TierSchG, Bundesartenschutzverordnung, CITES). Der Import von Primaten ist für Privatpersonen praktisch unmöglich und erfordert aufwändige Genehmigungen von mehreren Behörden. Seriöse Züchter arbeiten nicht so.
Mein Appell:
– Überweist niemals Geld im Voraus an unbekannte Tierverkäufer auf WhatsApp, Telegram oder Facebook.
– Schickt keine Ausweisdokumente an Fremde.
– Meldet solche Angebote bei der Polizei (Internetkriminalität) und der Verbraucherzentrale.
– Wer ein Tier sucht, sollte sich ausschließlich an seriöse Tierheime, eingetragene Vereine oder behördlich überwachte Züchter wenden.
Solche Scams verursachen nicht nur finanziellen Schaden, sondern nutzen gezielt die Sehnsucht nach einem Haustier aus. Bleibt bitte wachsam!
„Baby-Affen zum Schnäppchenpreis“ – Wie ich die Betrüger mit Fragen in die Enge getrieben habe
Die WhatsApp-Betrüger mit Affenbabys sind weiterhin aktiv. Ich habe einen von ihnen bewusst mit vielen Detailfragen genervt – und dadurch wurde die Masche glasklar.
Unter dem Namen „Dave Milton“ wurde mir ein Kapuzineraffchen-Weibchen namens „Luna“ für nur 300 Dollar (inklusive Lieferung) angeboten. Die Widersprüche und klassischen Betrugsmerkmale häuften sich schnell:
– Das Alter des „Babys“ wechselte je nach Nachfrage (mal wenige Wochen, dann plötzlich 10 Wochen).
– Herkunft: Angeblich aus Italien.
– Lieferung: Zuerst wurde eine schnelle „door-to-door“-Lieferung innerhalb von 24 Stunden versprochen, später plötzlich 3 bis 6 Monate Wartezeit wegen angeblicher EU-Formulare („form no 4 B 6F“) und „14 Permits“.
– Zahlung: Nach meiner Forderung nach Rechnung und Züchterlizenz wurde eine Banküberweisung (wire transfer) verlangt.
– Weitere Absurditäten: Die Affen seien stubenrein, würden ab 8 Wochen Kommandos lernen, kämen mit Kleidchen, Spielzeug und „AKC-Papieren“ (die eigentlich für Hunde sind). Es wurden sogar mehrere Arten angeboten (Capuchin, Pigtail, Spider Monkey etc.).
– Auf die Frage, warum der Preis so günstig sei: „I give them on that list price to help them find a lovely home.“
Dazu tauchen identische Fotos (u. a. ein Affenbaby im rosa Kleidchen oder mit Fläschchen in einem Korb) auf mexikanischen Kleinanzeigenportalen wie ciudadanuncios.com.mx für 500 USD auf.
Wo kommt der Täter wirklich her?
Sicher nicht aus Italien. Die gebrochene englische Ausdrucksweise, die typischen Scam-Floskeln („ma’am“, „lovey“) und die gesamte Vorgehensweise deuten stark auf organisierte Betrugsnetzwerke aus Westafrika (insbesondere Nigeria und Umgebung) hin. Die italienische oder amerikanische Geschichte ist reine Erfindung.
Die bittere Wahrheit:
Der legale Import und die private Haltung von Affen ist in Deutschland und der EU praktisch unmöglich (CITES, Artenschutzrecht, TierSchG). Niemand liefert seriös ein Affenbaby für ein paar hundert Dollar per Kurier nach Deutschland.
Mein dringender Appell:
– Überweist niemals Geld im Voraus an unbekannte WhatsApp-Kontakte.
– Verlangt aktuelle Videos, echte Dokumente und klare Beweise – bei Ausreden sofort abbrechen.
– Meldet solche Chats bei der Polizei (Internetkriminalität), der Verbraucherzentrale und den Plattformen.
– Wer ein Tier sucht, sollte sich ausschließlich an seriöse Tierheime und behördlich kontrollierte Züchter wenden.
Diese Betrüger nutzen gezielt die Sehnsucht nach einem süßen Haustier aus und verschwinden, sobald das Geld geflossen ist. Bleibt wachsam und teilt solche Warnungen weiter!
„Monkey for Adoption“ – Gefälschte Rechnungen und dreiste Betrugsmaschen mit Affenbabys auf WhatsApp und TikTok
Die Betrüger mit den angeblichen Affenbabys sind weiterhin hochaktiv und werden immer professioneller – zumindest auf den ersten Blick. Unter dem Profil „monkey for adoption“ wurde mir kürzlich erneut ein weibliches Affenbaby zur „Adoption“ angeboten. Unaufgefordert.Ich habe den Kontakt bewusst mit vielen Nachfragen getestet und so das gesamte Betrugsschema offen gelegt.
Der Ablauf folgte dem bekannten Muster: Zuerst wurden emotionale Geschichten erzählt, Vertrauen aufgebaut und schnelle Lieferung versprochen. Auf meine wiederholte Forderung nach einer Rechnung und klaren Unterlagen vor einer Zahlung kam schließlich eine optisch recht ansprechende „offizielle“ Rechnung von einem angeblichen Züchter namens„James Exotic“.
Die Rechnung enthielt ein Logo, ein Siegel, detaillierte „Product Details“, verschiedene Gebühren und den Hinweis, dass Fotos und Videos erst nach Zahlungsbestätigung geschickt würden. Typisch für diese Masche: Die Rechnung sollte Vertrauen erwecken, gleichzeitig wurde aber weiterhin darauf bestanden, dass die Zahlung zuerst erfolgen müsse.
Weitere klassische Betrugsmerkmale in diesem Chat:
– Ausreden, warum die Rechnung und alle Dokumente erst nach Zahlungseingang verschickt werden können.
– Drängen auf Banküberweisung und die Angabe von Kontodetails.
– Beteuerungen der eigenen Seriosität („I am a man of my words“, Familie, langfristige Geschäftsbeziehungen, Ehrlichkeit).
– Geschichten von früheren „Problemen“ mit anderen Personen (u. a. eine Verhaftung in Benin), um sich selbst als vertrauenswürdig darzustellen.
– Verweise auf EU-Zollbestimmungen, FedEx-Versand und angeblich notwendige Papiere.
– Flexible Anpassung der Geschichte je nach Nachfrage.
Das Ganze ist ein professionell aufgemachter Betrug. Solche Rechnungen lassen sich mit einfachen Programmen in wenigen Minuten erstellen. Sie dienen nur dazu, skeptische Opfer zu beruhigen und zur Überweisung zu bewegen.
Die harte Realität:
Die private Einfuhr und Haltung von Affen (Primaten) ist in Deutschland und der gesamten EU strengsten Regelungen unterworfen (Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES, Bundesartenschutzverordnung, Tierschutzgesetz). Für Privatpersonen ist das praktisch unmöglich – und schon gar nicht zu einem günstigen Preis per Kurierdienst mit einfacher WhatsApp-Abwicklung.
Diese Betrüger operieren meist aus Westafrika und nutzen gefälschte oder gestohlene Fotos, wechselnde Profilnamen und immer neue Geschichten. Sie passen ihre Lügen flexibel an (mal USA, mal Italien, mal Afrika) und spielen gezielt mit der Sehnsucht vieler Menschen nach einem exotischen Haustier.
Mein dringender Appell an alle Leserinnen und Leser:
– Überweist niemalsGeld im Voraus an unbekannte Personen über WhatsApp, Telegram oder ähnliche Dienste.
– Gebt keine Bankdaten, Adressen oder anderen persönlichen Informationen weiter.
– Verlangt vor jeder Zahlung aktuelle Videos, klare Rechnungen mit nachprüfbaren Daten und echte Nachweise.
– Bei Verdacht: Den Chatverlauf speichern, den Kontakt blockieren und eine Anzeige bei der Polizei (Fachbereich Internetkriminalität) sowie eine Meldung an die Verbraucherzentrale erstatten.
Wer wirklich ein Tier sucht, sollte sich ausschließlich an seriöse Tierheime, eingetragene Vereine oder behördlich überwachte Züchter wenden.
Lasst euch nicht von schön gestalteten Rechnungen oder vertrauensvollen Texten täuschen. Diese Betrüger sind gut organisiert und haben schon vielen Menschen erheblichen finanziellen und emotionalen Schaden zugefügt.
Bleibt aufmerksam und teilt diese Warnung gerne weiter.