Deutsche Politik

AfD – es hilft nur noch das sofortige Verbot der Nazi-Partei

Titelbid: Frontfrau der Reinkarnation des Bösen, der AfD, Alice Seidel Foto: Olaf Kosinsky

Wenn man den ganzen Abend in Sachsen-Anhalt und den Eklat im Bundestag hintereinander betrachtet, dann versteht man irgendwann, dass es hier längst nicht mehr um eine normale rechte Oppositionspartei geht, sondern um eine Truppe, die komplett die Bodenhaftung verloren hat.
Da steht Friedrich Merz nach der schwersten Niederlage, die die CDU seit Jahrzehnten erlebt hat, bei nur noch 17,2 Prozent, während die AfD mit 43,8 Prozent durch die Decke geht, und will erklären, wie es jetzt weitergehen soll, und er muss immer wieder absetzen, weil aus der AfD-Fraktion ein Dauerfeuer aus Zwischenrufen und Provokationen kommt, bis Bundestagspräsidentin Julia Klöckner irgendwann die Reißleine ziehen muss und mit dem Satz „Wenn das nochmal passiert, schmeiße ich Sie raus“ die Sitzung unterbricht. Sie tut gut daran, die AfD ist außer Rand und Band und orientiert sich im Parlament eindeutig an den Flegeleien der NSDAP.
Das ist der Moment, in dem sich zeigt, wie sehr diese Partei spinnt, weil sie nicht mal nach einem solchen Sieg einen Moment der Verantwortung kennt, sondern nur den nächsten Krawall sucht.

Und dieser Krawall hat ein System, das viel gefährlicher ist als bloß schlechte Manieren. Das sind bekennende Russlandfreunde, die seit Jahren jedem Diktator in Moskau nach dem Mund reden, das sind Freunde der Menschenrechtsverbrecher und Kriegsverbrecher, die in Talkshows und in ihren Kanälen Folter, Angriffskriege und Unterdrückung relativieren oder offen bewundern. Wer sich deren Reden und Programme anhört, der hört genau heraus, dass sie, wie von ihnen selbst angekündigt und seit Monaten offen propagiert, nichts anderes im Sinn haben, als ethnische Säuberungen nach deutschem Boden zu bringen, um ihren Vorbildern in nichts nachzustehen. Da ist von Remigration die Rede, da sind Deportationspläne, die als große Säuberungsfantasie verkauft werden, da wird von einem Deutschland geträumt, das ethnisch homogen sein soll, und das ist nichts anderes als die Blaupause dessen, was ihre Vorbilder in Russland und anderswo längst mit Gewalt durchziehen.

Deshalb wirkt dieser ganze Wahlsieg in Sachsen-Anhalt auch so gespenstisch, weil Alice Weidel von „Politik für unser Deutschland“ spricht und gleichzeitig genau weiß, dass ihre Leute damit nicht Politik für alle meinen, sondern Politik gegen alle, die nicht in ihr Weltbild passen.
Wenn dann noch auf den Plakaten steht „Alles ist möglich“ und im Programm steht, dass kein Stein auf dem anderen bleiben soll, dann ist das die offene Drohung, dass hier eine Partei angetreten ist, die den Staat von innen aushöhlen will. Dass danach in Magdeburg über einen überparteilichen Ministerpräsidenten diskutiert werden muss, weil sich niemand mehr findet, der mit einer Partei koalieren will, die offen von Vertreibung träumt, zeigt doch, wie weit wir schon gekommen sind.

Wer sich als Freund von Kriegsverbrechern inszeniert, wer Menschenrechtsverbrecher als starke Führer feiert, wer Russlandfreundschaft über die Sicherheit Europas stellt und wer ethnische Säuberungen als Wahlversprechen verkauft, der hat im deutschen Parteienwettbewerb nichts mehr verloren. Da hilft am Ende kein Appell mehr an die Zivilgesellschaft und kein Versuch mehr, sie durch Debatten zu entzaubern, weil diese Partei jede Debatte nur als Bühne für den nächsten Eklat nutzt, wie man an der Unterbrechung der Merz-Rede durch Klöckner sehen konnte. Da hilft nur eines, und das ist das sofortige Parteienverbot, bevor aus den propagierten Fantasien von Säuberung und Vertreibung Wirklichkeit auf unseren Straßen wird.

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1 Kommentar

Maul 9. September 2026 at 10:01

Kompliment für den Artikel. Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Aus für AfD, aber Alles für Demokratie! Weiter so!
R. Müller, Saarbrücken

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