Ukraine

Kriegstelegramm XXXVII. – Ist der kleine Kiewer Vorort Butscha das neue Srebrenica?

Titelbild: Beispielbild

Srebrenica war das Synonym menschlicher Abgründe und schwerster Kriegsverbrechen in den 1990erJahren, während der Balkankriege.

Die Apokalyse hat einen neuen Namen.

Der Ort zwischen dem heftig umkämpften, und am ersten Tag der Invasion durch die Russen dann angegriffenen Flughafen Hostomel und der ukrainischen Hauptstadt Kiew, wurde jetzt durch ukrainische Truppen befreit.

Der Anblick, der sich den Soldaten bot, beschäftigt mittlerweile Menschenrechtsorganisationen und weist darauf hin, dass es in den Straßen der knapp 3.0000 Einwohner Stadt Kriegsverbrechen grausigster Art durch die Besatzer gegeben hatte.

Wie hoch die Zahl der Opfer ist, kann niemand sagen. Es sieht, dem ersten Anschein nach, nach einer brutalen Säuberungsaktion aus. 

Wie Human Rights Watch berichtet, wurden Zeugen gefunden, die aussagten, dass Besatzer wahllos Zivilisten zusammentrieben und diese mit Schüssen in den Hinterkopf auf offener Straße töteten. In diesem Zusammnehang wurde von einer Hinrichtung gesprochen.

Der Präsidentenberater von Selenskij erklärte, dass in diesem Zusammenhang Massengräber gefunden wurden, „aus denen noch die Hände und Füße ragten„.

In einem dieser Massengräber sollen etwa 300 Personen liegen.  Die Stadt ist vollkommen zerstört und in den Trümmern werden noch weitere Tote vermutet.

Ob Butscha nur der Anfang der Folgen der schmutzigen Offensive Putins ist, bleibt dahingestellt, doch hat der russische Diktator gezeigt, dass seine Invasion in der Ukraine von unbändigem Hass gegen die Zivilbevölkerung geprägt ist.

Wie viele Butschas es jetzt noch gibt, nachdem der scheinbar, Hals über Kopf durchgeführte Rückzug der russischen Truppen, die entlang der Wege Ausrüstungsgegenstände, wie Minen, Panzer, Lastwagen und anderes Gerät stehen ließen, ist nicht geklärt. 

Doch bleibt zu vermuten, dass die russischen Truppen auch in anderen Städten der Ukraine unvorstellbare Verbrechen verübt haben.

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