7.7 C
Hamburg
Dienstag, 21. März 2023
Allgemeine Nachrichten

Viertes Leck in Nord-Stream-Pipelines entdeckt

Titelbild: The large spill Nord Stream 1 220928

Swedish Coast Guard (Kustbevakningen)

Stockholm, Schweden

An den Nord-Stream-Gaspipelines zwischen Russland und Deutschland ist in der Ostsee in der schwedischen Wirtschaftszone ein viertes Leck entdeckt worden. „Es gibt zwei Lecks auf schwedischem Gebiet und zwei auf dänischem“, erklärte ein Verantwortlicher der schwedischen Küstenwache gegenüber der Nachrichtenagentur AFP – die beiden Lecks in der schwedischen Wirtschaftszone lägen „nahe beieinander“.

Bisher waren ein Leck in der schwedischen und zwei in der dänischen Wirtschaftszone festgestellt worden, aus denen seit Montag Gas austritt und für heftige Blasenbildung im Meer sorgt.

Die schwedische Küstenwache machte zunächst keine genauen Angaben zur Lage des neu festgestellten Lecks und dazu, weshalb es erst jetzt entdeckt wurde. Beide Schadstellen in der schwedischem Wirtschaftszone befänden sich aber „im selben Sektor“

Gasleck Östersjön in der Ostsee bei Nord Stream,https://www.kustbevakningen.se/ , 2022

Schwedische Medien berichteten, dass sich das neu festgestellte Leck an der Pipeline Nord Stream 2 befinde. Die Küstenwache bestätigte diese Information jedoch zunächst nicht. Das andere Leck betraf Nord Stream 1.

Die insgesamt drei zuvor festgestellten Lecks befinden sich nahe der dänischen Insel Bornholm in den dänischen und schwedischen Wirtschaftszonen. Die Leitungen von Nord Stream 1 und 2 sind derzeit zwar nicht in Betrieb, aber mit Gas gefüllt.

Die dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte als Ursache der Lecks am Dienstagabend „vorsätzliche Handlungen“ genannt, keinen Unfall. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki sprach davon, dass es sich „wahrscheinlich um die nächste Eskalationsstufe“ im Ukraine-Konflikt handele.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, es sei „dumm und absurd“ zu vermuten, dass Russland hinter den Lecks stecke. Die Lecks seien für Moskau „ziemlich problematisch“, sagte er.

Auf Anforderung Moskaus wird sich am Freitag der UN-Sicherheitsrat mit Nord Stream befassen, wie das schwedische Außenministerium mitteilte.

Nach Bekanntwerden der Lecks kündigte die Betreiberfirma Nord Stream eine Untersuchung an, um die Schäden festzustellen und die Ursachen des Vorfalls zu klären. Aus Dänemark hieß es, dass bereits mehr als die Hälfte des Gases in den Pipelines ausgetreten sei. „Wir erwarten, dass der Rest bis Sonntag entweicht“, sagte der Leiter der dänischen Energieagentur, Kristoffer Bottzauw bei einer Pressekonferenz.

se/yb/dja

© Agence France-Presse

Themenverwandte Artikel

Angesichts hoher Fallzahlen von Long Covid hält die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Probleme bei der Versorgung ihrer Versicherten für möglich.

the kasaan times

Zehn Jahre Costa Concordia

the kasaan times

Nato-Präsenz wegen Nord Stream in Ost- und Nordsee verdoppelt

the kasaan times

Der leise Tod der Telefonzellen

the kasaan times

Eine neue Folge von Indiana Jones begeistert die Welt

the kasaan times

Parlamentswahl in Schweden hat begonnen

the kasaan times

Netanjahu kündigt harte und schnelle Reaktion an

the kasaan times

Leiche von vermisstem indischen Soldaten nach 38 Jahren gefunden

the kasaan times

Flugzeugabsturz bei Brakel

the kasaan times

Generalbundesanwalt ermittelt wegen Lecks in Ostsee-Pipelines

the kasaan times

Telegrammdienst der Post nach 150 Jahren eingestellt

the kasaan times

Radfahrerin für hirntot erklärt worden- Klima-Kleber missbrauchen Demonstrationsrecht

the kasaan times

Hinterlasse einen Kommentar

*