Trump USA

Trump dreht wieder durch- die Feiglinge sind für ihn gefunden

Titelbild: The White House, Trump

Donald Trump hat in den letzten Tagen erneut einen wüsten Ausbruch gegen die NATO und ihre europäischen Verbündeten hingelegt, indem er sie in scharfen Worten als Feiglinge beschimpfte und das gesamte Bündnis ohne die USA als reinen Papiertiger abtat. Der Hintergrund ist der laufende Krieg der USA und Israels gegen den Iran, der nun in die vierte Woche geht und massive wirtschaftliche Folgen zeigt – vor allem durch die faktische Blockade der Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Dadurch explodieren die Ölpreise weltweit, was besonders Europa hart trifft, das stark von Importen abhängig ist.

Trump wirft den NATO-Partnern vor, sie hätten sich von Anfang an geweigert, sich am Kampf gegen ein – wie er es nennt – „nuclear powered Iran“ zu beteiligen. Jetzt, wo der militärische Sieg seiner Ansicht nach bereits errungen sei und kaum noch Gefahr bestehe, würden dieselben Länder lautstark über die hohen Ölpreise jammern, aber nichts tun, um die Straße von Hormus wieder frei zu bekommen. Er bezeichnet diese Operation als „einfache militärische Maßnahme“ mit „sehr geringem Risiko“, die die Verbündeten problemlos übernehmen könnten – doch sie wollten nicht helfen. Stattdessen hätten sie sich feige zurückgehalten und überließen den USA die ganze Last.

In einem seiner typischen, zornigen Posts auf Truth Social ging Trump noch weiter: Ohne die Vereinigten Staaten sei die NATO nichts wert, ein zahnlose Papiertiger, der nur durch amerikanische Macht existiere. Die Weigerung, jetzt beizuspringen, mache die Partner zu Feiglingen, und er stellte klar, dass man sich das merken werde – „we will REMEMBER!“. Es klingt nach einer unverhohlenen Drohung, dass dieses Verhalten Konsequenzen haben könnte, sei es für die Zukunft des Bündnisses, für amerikanische Sicherheitsgarantien oder für die Beziehungen insgesamt.

Der Ausbruch passt zu Trumps langjährigem Muster, die NATO-Partner – vor allem die Europäer – als Schmarotzer darzustellen, die zu wenig für ihre eigene Verteidigung ausgeben und sich hinter den USA verstecken. Diesmal wird die Kritik aber durch den konkreten Konflikt mit Iran noch schärfer und emotionaler aufgeladen. Während Trump einerseits andeutet, die US-Operationen bald herunterzufahren, weil die Ziele fast erreicht seien, schickt er gleichzeitig weitere Truppen und Schiffe in die Region – ein Widerspruch, der die Verbündeten zusätzlich verunsichert. Viele europäische Regierungen reagieren zurückhaltend bis ablehnend: Es sei nicht ihr Krieg, man habe ihn nicht begonnen, und eine Eskalation wolle man vermeiden. Einige Politiker wie der spanische Ministerpräsident nennen den Konflikt sogar illegal.

Trump sieht darin nur Undankbarkeit und Schwäche. Seine Wut richtet sich nicht nur gegen die aktuelle Weigerungshaltung, sondern gegen ein grundsätzliches Gefühl, dass Amerika immer die Kastanien aus dem Feuer hole, während die anderen die Früchte ernten wollten – und jetzt, wo es wirklich wehtut, kneifen sie. Ob diese Attacken die NATO spalten oder die Verbündeten doch noch zum Handeln bringen, bleibt abzuwarten, doch im Moment vertieft der Tonfall nur die Gräben.

 

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