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Die Straße von Hormus ist erneut geschlossen worden- diesmal durch den Iran

Titelbild: Beispielbild Pixabay

Die Straße von Hormus ist in den letzten Stunden von iranischer Seite erneut dicht gemacht worden. Nach einer kurzen und vorübergehenden Öffnung am Freitag hat das iranische Militär am Samstag, dem 18. April 2026, erklärt, die Kontrolle über die strategisch entscheidende Meerenge wieder vollständig zu übernehmen und den uneingeschränkten Schiffsverkehr zu unterbinden.
Der Grund dafür ist die anhaltende US-Seeblockade iranischer Häfen, die Teheran als Verletzung des fragilen Waffenstillstandsabkommens betrachtet.



Hintergrund der Entwicklung ist der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, der sich seit Ende Februar 2026 zuspitzt.
Nach US-amerikanischen und israelischen Militärschlägen gegen iranische Ziele hatte der Iran die Straße von Hormus faktisch abgeriegelt, indem er Schiffe bedrohte, Minenwarnungen aussprach und den Verkehr auf stark eingeschränkte oder alternative Routen umlenkte.
Durch diese Enge am Ausgang des Persischen Golfs fließt normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und ein großer Teil verflüssigten Erdgases.



Die Blockade durch den Iran löste sofort massive Störungen auf den globalen Energiemärkten aus, trieb die Ölpreise in die Höhe und führte zu Wartezeiten für Hunderte von Tankern, die in der Region festsaßen.Am Freitag hatte der Iran die Meerenge dann vorübergehend für den kommerziellen Schiffsverkehr geöffnet – als Geste im Zusammenhang mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon.



Der iranische Außenminister Abbas Araghchi und auch US-Präsident Donald Trump bestätigten zunächst, dass die Passage nun wieder möglich sei, allerdings unter iranischer Koordination und auf vorgegebenen Routen. Diese Öffnung ließ die Börsen kurzzeitig aufatmen und weckte Hoffnungen auf eine baldige breitere Entspannung oder sogar ein umfassendes Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran.
Doch die Freude währte nur kurz. Die USA hielten ihre eigene Blockade iranischer Häfen aufrecht, die Präsident Trump als Druckmittel einsetzt, um Iran zu Zugeständnissen beim Atomprogramm und bei der vollständigen Freigabe der Schifffahrt zu zwingen.
Iranische Verantwortliche, darunter Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf und das gemeinsame Militärkommando der Revolutionsgarden, warnten daraufhin unmissverständlich: Solange die amerikanische Blockade andauere, bleibe die Straße von Hormus nicht offen. Die Durchfahrt werde nun wieder streng kontrolliert und von iranischer Genehmigung abhängig gemacht.



Am Samstagvormittag folgte dann die offizielle Ankündigung der erneuten Schließung durch das iranische Militär. Schiffe, die versuchten, die Meerenge zu passieren, wurden teilweise bereits umgeleitet oder abgewiesen.
Diese erneute Eskalation hat unmittelbare Folgen für die Weltwirtschaft. Experten rechnen mit weiter steigenden Energiepreisen, höheren Versicherungsprämien für Schiffe in der Region und anhaltenden Lieferengpässen.



Viele Reedereien meiden die Route bereits seit Wochen oder verlangen erhebliche Kriegsrisikozuschläge. Die Unsicherheit, ob und wann die Passage wirklich sicher und frei nutzbar wird, belastet nicht nur die Öl- und Gasmärkte, sondern auch globale Lieferketten, die auf stabile Energiekosten angewiesen sind. Gleichzeitig wächst die Sorge vor einer weiteren militärischen Zuspitzung, falls keine schnelle diplomatische Lösung gefunden wird.Die aktuelle Lage bleibt hochgradig volatil. Während Teheran die Schließung als legitime Reaktion auf die US-Blockade darstellt, beharrt Washington darauf, dass die Blockade so lange bestehen bleibe, bis ein umfassendes Abkommen erreicht sei.
Ob die kurze Öffnung nur ein taktisches Manöver oder der Versuch einer Deeskalation war, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Für die internationale Schifffahrt und die Energieversorgung vieler Länder bedeutet die erneute Dichtmachung der Straße von Hormus jedoch vorerst eine Rückkehr zu den schwierigen Bedingungen der vergangenen Wochen – mit allen damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten.

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