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Bei der Gedenkfeier zum 27. Jahrestag des Massakers von Srebrenica sind die Überreste von 50 weiteren Opfern beigesetzt worden. Nach einem Gebet wurden die erst kürzlich identifizierten Opfer in einer Gedenkstätte in Potocari bei Srebrenica begraben.

Titelbild: Srebrenica, BOSNIEN UND HERZEGOWINA
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SREBRENICA, BOSNIEN-HERZEGOWINA – 11. JULI: Blick auf den Gedenkfriedhof Potocari nach der Gedenkfeier zum 27. Jahrestag des Völkermordes von Srebrenica in Srebrenica, Bosnien und Herzegowina, am 11. Juli 2022. Bosnien und Herzegowina begeht den 27. Jahrestag des Völkermords von Srebrenica, 50 weitere Opfer werden nach dem Gedenkprogramm beigesetzt. Elman Omic / Anadolu Agency (Foto von Elman Omic / ANADOLU AGENCY / Anadolu Agency via AFP)

Srebrenica, Bosnien-Herzegowina

Bei der Gedenkveranstaltung zum 27. Jahrestag des Massakers von Srebrenica sind am Montag die sterblichen Überreste von 50 weiteren Opfern beigesetzt worden. Nach einem gemeinsamen Gebet wurden die erst kürzlich identifizierten Opfer in der Gedenkstätte in Potocari unweit von Srebrenica bestattet, wo bereits 6671 weitere Opfer begraben sind. An der Zeremonie zum Gedenken an das schlimmste Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nahmen tausende Menschen teil.

Das international als Völkermord eingestufte Verbrechen wird von den meisten Serben und ihren ranghohen Vertretern in dem ethnisch gespaltenen Bosnien-Herzegowina immer noch nicht als solcher anerkannt. Sie sprechen stattdessen von einem „großen Verbrechen“.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und der EU-Erweiterungskommissar Oliver Varhelyi gaben eine gemeinsame Erklärung anlässlich des Jahrestags ab: „Es ist mehr denn je unsere Pflicht, an den Völkermord von Srebrenica zu erinnern und für Frieden, die menschliche Würde und universelle Werte einzutreten“, hieß es darin. Die russische Invasion in der Ukraine zeige, „dass wir den Frieden auch heute noch nicht als selbstverständlich ansehen können“.

In Srebrenica hatten bosnisch-serbische Einheiten im Sommer 1995 rund 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet. In den vergangenen Jahren konnten immer weniger sterbliche Überreste identifiziert werden, obwohl den Behörden zufolge immer noch rund 1200 Menschen vermisst werden. Die Identifizierung der Opfer ist kompliziert, da viele von ihnen mit Bulldozern ausgegraben und in andere Massengräber gebracht worden waren, um so das Verbrechen zu vertuschen.

kbh/ck

© Agence France-Presse

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