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TikTok – das neue Darknet: Wo Tanzvideos auf Radikale, 419er, Pig-Pig-Butchering und Falschgeld treffen



TikTok – das neue Darknet: Wo Tanzvideos auf Radikale, 419er, Pig-Butchering und Falschgeld treffen

Moin. Wenn du immer noch denkst, TikTok sei nur für 15-Sekunden-Lip-Syncs, süße Katzen und Teenager, die sich schminken, dann wach bitte auf. Das ist 2026.

Die App ist kein Spielzeug mehr – sie ist ein glitzernder, süchtig machender Einstieg in die digitale Unterwelt. Hier laufen Radikale ihre Propaganda, Betrüger ihre Opfer leer, Tierhändler ihre Ware an und Abzocker ihre Abo-Fallen. Es ist Darknet mit Filter und Musik – nur viel schneller, viel schöner und viel gefährlicher.

Fangen wir bei den Radikalen an. TikToks Algorithmus ist ein perfekter Radikalisierungs-Turbo: Ein harmloses Video über „Geschichte“ führt dich in drei Swipes zu Neonazi-Memes, „Großer Austausch“-Theorien oder Aufrufen zur Revolution. Von rechts bis links, von QAnon-Resten bis zu Klimakriegern, die Bomben bauen wollen – alles wird gepusht, solange es Emotionen triggert. Studien zeigen: Unter-25-Jährige auf TikTok stoßen doppelt so häufig auf Extremismus wie auf YouTube oder Instagram. Die Moderation? Ein schlechter Witz. Codewörter, Deepfakes, Umformulierungen – die Szene kennt alle Tricks. Und die Kids? Die schlucken es, weil es in Glitzer verpackt ist.

Aber der echte Geldsauger sind die Betrügereien – und die haben auf TikTok ein neues Zuhause gefunden. Klassische 419er (Nigerianische Prinzenbriefe) gibt’s jetzt als Video: Eine „todkranke Witwe“ liegt im Krankenhausbett, Sauerstoffschlauch in der Nase, Tränen in den Augen und bettelt: „Ich will 890.000 € spenden, such einen ehrlichen Menschen… schreib mir privat.“ Die Clips gehen viral, weil sie Mitleid triggern. Sobald du schreibst, kommt die Gebührenhölle: „Nur 250 € für die Bankfreigabe“, dann 1.000 € Steuern, dann 3.000 € Anwalt, bis dein Konto leer ist. Das FBI schätzt, dass allein diese „Erbschafts- und Spenden-Scams“ Amerikanern jährlich Milliarden kosten – und TikTok ist der größte Verstärker.



Pig Butchering hat auf TikTok sein Paradies gefunden. Die Masche: Ein „falscher Zufallskontakt“ („Sorry wrong number“ oder ein flirty Kommentar) baut über Wochen eine Romanze auf, zeigt Luxus-Leben, schickt Fake-Gewinne aus Krypto-Trading. Sobald du investierst – zack, ist alles weg. Die Täter sitzen in Kambodscha oder Laos, oft Zwangsarbeiter in Callcenter-Höllen, die mit Deepfakes und KI-Chats arbeiten.

Die US Secret Service spricht von 3–5 Milliarden Dollar Schaden pro Jahr allein in den USA. Auf TikTok läuft das perfekt: Kurzvideos von „erfolgreichen Tradern“ mit Lambos, Rolex und Villen – der Algorithmus schiebt es genau den Einsamen und Gierigen zu.

Tierhandel? TikTok ist der neue Schwarzmarkt für Exoten. Baby-Tiger, Affen, Pangoline, giftige Schlangen – alles wird in süßen Videos gezeigt (#petlife, #exoticanimals). Die Verkäufer schreiben privat Preise und Versand. PETA zählt Tausende solcher Clips. Die Tiere kommen krank oder gar nicht an, die Arten sterben aus, und TikTok löscht meist erst, wenn Tierschützer Druck machen.

Kreditbetrug, gestohlene Karten, Identitätsdiebstahl? Alles da. Es gibt „Tutorials“ („So bekommst du kostenlose Uber-Fahrten“), Carding-Kits in den Kommentaren, Phishing-Links in Bios. Fake-ID-Generatoren locken mit „schnellen Pässen“. Die FTC meldet 2025/26 Rekordverluste durch Social-Media-Betrug – TikTok ist Spitzenreiter.



Falschgeld? Kurze Clips zeigen „DIY-Blüten“, locken Käufer in private Chats. Bettelbetrug von Fake-Vereinen? Herzerweichende Videos von „Waisenkindern“ oder „Krebsfamilien“, die um Spenden via CashApp oder PayPal bitten – meist Stock-Footage, das Geld landet in Nigeria.

Abo-Fallen? Über TikTok Shop und Links: „Kostenloser Test“ für Diätpillen, Krypto-Tools, Dating-Apps – am Ende 99 €/Monat Abbuchung. Pig Butchering, Romance-Scams, Fake-Charities – alles läuft parallel.

Moderation? Ein schlechter Witz. TikTok behauptet, sie löschen, aber mit Milliarden Videos täglich ist es Whac-A-Mole auf Speed. Die Betrüger nutzen Live-Streams, Deepfakes, Codewörter, Umformulierungen – und die App verdient an jedem View und jedem Shop-Klick.

Fazit: TikTok ist kein harmloser Zeitvertreib. Es ist ein digitales Minenfeld mit Glitzer und Musik. Jeder Klick kann dich Geld, Identität oder Sicherheit kosten. Radikale radikalisieren, Scammer schlachten Schweine, Tierhändler handeln mit Leben, Falschgeld-Zocker machen Kastse – und du bist nur einen Swipe entfernt vom nächsten Verlust.

Lösch die App, wenn du kannst.
Oder schalte DMs aus, verifiziere jeden Link, melde jeden verdächtigen Post.
Ein Klick kann Leben retten – oder zerstören.


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