Trump USA

Der große Manipulator -der Polit-Amateur Trump

Titelbild: Beispielbild Pixabay 

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sind tatsächlich gescheitert. Nach mehr als 21 Stunden intensiver Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat die US-Delegation unter Führung von Vizepräsident JD Vance die Verhandlungen ohne Einigung abgebrochen und ist abgereist.

Vance selbst erklärte vor Journalisten, dass es zwar substanzielle Diskussionen gegeben habe, aber keine Fortschritte bei den Kernforderungen erzielt werden konnten – vor allem nicht beim iranischen Atomprogramm. Er betonte, die USA hätten klare rote Linien gezogen, darunter eine verbindliche und überprüfbare Zusage Teherans, keine Atomwaffen zu entwickeln und auch keine Mittel dafür anzustreben.

Für den Iran sei das Scheitern eine deutlich schlechtere Nachricht als für Amerika, so Vance, der während der gesamten Zeit mehrmals mit Präsident Trump telefoniert hatte.

Die iranische Seite bestätigte das Ende der Gespräche und warf den USA vor, überzogene und unannehmbare Forderungen gestellt zu haben, die mit Ultimaten und Drohungen einhergingen.

Dieser Ausgang kommt nicht völlig überraschend, wenn man den Hintergrund betrachtet. Die direkten Verhandlungen in Pakistan waren Teil einer fragilen Waffenruhe, die erst vor wenigen Tagen nach monatelangen Spannungen und einem offenen Konflikt vereinbart worden war.

Der Iran-Krieg 2026, der durch israelische und amerikanische Militärschläge gegen iranische Ziele eskaliert war, hatte bereits zu schweren Zerstörungen geführt, darunter Angriffe auf nukleare Einrichtungen und Führungspersonen. Trump hatte zuvor harte Ultimaten gestellt und mit massiven Konsequenzen gedroht, falls kein Deal zustande komme. Seine Rhetorik war wie so oft laut und polarisierend: Er sprach von „totalem Sieg“ für die USA, egal ob ein Abkommen gelinge oder nicht, und deutete sogar Maßnahmen wie eine Seeblockade an.

Die Delegation, die Trump nach Islamabad schickte – neben Vance auch Figuren wie sein Schwiegersohn Jared Kushner und der Sonderbeauftragte Steve Witkoff –, wirkte auf viele Beobachter eher wie ein politisches Team als wie erfahrene Diplomaten mit tiefem Fachwissen über das komplexe iranische Atomprogramm und die regionalen Machtverhältnisse.

Genau hier zeigt sich das, was viele Kritiker schon lange an Trump bemängeln: Er agiert wie ein Spinner und Amateur in der hohen Diplomatie.

Statt einer strukturierten, geduldigen Verhandlungsstrategie, die auf Expertise und langfristigem Kalkül basiert, setzt er auf persönliche Großmäuligkeit, öffentliche Drohungen und ultimative Forderungen, die oft mehr mit seinem Image als mit realen Kompromissen zu tun haben. Er präsentiert sich gerne als starker Mann, der „deals“ wie im Immobilienbusiness abschließt, doch in der Realität der internationalen Politik – wo Misstrauen, historische Gräben und geopolitische Interessen eine Rolle spielen – wirkt das oft dilettantisch. Die Iraner warfen ihm und seiner Administration vor, die Gespräche von vornherein mit unrealistischen Maximalpositionen belastet zu haben, ohne echten Verhandlungsspielraum zu lassen. Gleichzeitig nutzte Trump die ganze Angelegenheit medial, um Stärke zu demonstrieren, während er parallel andere Themen bediente und sogar an einem UFC-Kampf teilnahm, statt sich voll auf die Krise zu konzentrieren.

Noch problematischer ist die manipulative Seite seines Stils. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder mit Aussagen und Andeutungen gearbeitet, die Märkte beeinflussen oder Gegner unter Druck setzen sollten – sei es durch Andeutungen von Deals, die gar nicht so nah waren, oder durch Drohungen, die dann plötzlich zurückgenommen oder relativiert wurden. Im Iran-Kontext wirkte das ähnlich: Er verkündete Waffenruhen und Fortschritte, nur um kurz darauf wieder harte Linien zu ziehen und den Druck zu erhöhen. Das erzeugt Unsicherheit, spielt mit den Nerven der Gegenseite und dient letztlich dazu, das Narrativ zu kontrollieren: Er als derjenige, der gewinnt, egal was passiert. Für viele wirkt das nicht wie seriöse Staatskunst, sondern wie das Gehabe eines Großmauls, das mehr auf Show und persönliche Profilierung ausgelegt ist als auf nachhaltige Lösungen. Die Folge ist oft genau das, was wir jetzt sehen: Gespräche platzen, die Eskalationsgefahr steigt wieder, und die Region bleibt instabil – mit Risiken für Ölpreise, Schifffahrtsrouten wie die Straße von Hormus und die gesamte Nahost-Sicherheit.

Natürlich tragen beide Seiten Verantwortung am Scheitern. Der Iran hat seine eigenen roten Linien und lehnt es ab, sich vollständig zu entwaffnen oder Sanktionen ohne Gegenleistungen aufzuheben. Doch Trumps Herangehensweise hat die Sache zusätzlich erschwert. Statt Brücken zu bauen oder professionelle Diplomaten mit jahrelanger Erfahrung in Atomverhandlungen einzubinden, setzte er auf ein Team, das eher durch Loyalität als durch Expertise glänzte. Das Ergebnis ist ein weiterer Rückschlag in einer ohnehin hochkomplexen Lage, in der ein echter Durchbruch nur mit Geduld, Präzision und weniger Ego möglich gewesen wäre. Ob nun weitere militärische Optionen folgen, wie manche befürchten, oder ob doch noch ein neuer Anlauf genommen wird – Trumps Stil hinterlässt den Eindruck, dass hier weniger strategische Weitsicht als persönliches Theater regiert.
Die internationale Gemeinschaft schaut mit Sorge zu, denn ein erneutes Aufflammen des Konflikts würde nicht nur den Nahen Osten, sondern die ganze Welt teuer zu stehen kommen.

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