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Pentagon droht dem Vatikan -Papst sagt USA-Reise ab

Pope Leo XIV during a meeting with the media on May 12, 2025. Edgar Beltrán, The Pillar

Die Spannungen zwischen der US-Regierung unter Donald Trump und dem Vatikan haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verschärft, und ein Bericht über ein Treffen im Pentagon hat diese Entwicklung nun auf einen neuen Höhepunkt getrieben. Alles begann mit einer Rede von Papst Leo XIV. zur Lage der Welt im Januar 2026, in der der erste US-geborene Pontifex scharfe Kritik an bestimmten militärischen und außenpolitischen Positionen der Trump-Administration äußerte, insbesondere im Kontext des Konflikts mit dem Iran und allgemeiner Fragen der globalen Machtausübung. Nur wenige Tage später lud der Undersecretary of Defense for Policy, Elbridge Colby, den damaligen Apostolischen Nuntius in den USA, Kardinal Christophe Pierre, zu einem geschlossenen Gespräch ins Pentagon ein.

Laut Berichten von Medien wie The Free Press und dem katholischen Beobachter Christopher Hale auf seinem Substack „Letters from Leo“ verlief dieses Treffen äußerst angespannt und wurde von vatikanischer Seite als scharfe Zurechtweisung empfunden. Hohe Pentagon-Vertreter sollen dem Kardinal unmissverständlich mitgeteilt haben, dass die Vereinigten Staaten über die militärische Macht verfügen, in der Welt zu tun, was immer sie für richtig halten, und dass die katholische Kirche sich besser auf die Seite Washingtons stellen sollte, anstatt Kritik zu üben. Um ihre Forderung zu unterstreichen, soll einer der Beteiligten auf das historische Beispiel des Avignon-Papsttums im 14. Jahrhundert verwiesen haben – jene Zeit, in der der Papst unter dem Einfluss und der militärischen Macht des französischen Königs stand. Viele im Vatikan interpretierten diese Anspielung als implizite Drohung, dass die USA notfalls auch Druckmittel bis hin zu einer Form von Zwang einsetzen könnten, um den Heiligen Stuhl gefügig zu machen.

Die Reaktion im Vatikan war tiefgreifend und alarmiert. Die Schilderungen des Treffens lösten dort große Besorgnis aus, da ein solch direkter und aggressiver Ton von Seiten eines Verteidigungsministeriums gegenüber der katholischen Kirche als beispiellos galt. In der Folge entschied Papst Leo XIV., eine geplante Reise in die USA abzusagen, die für später im Jahr vorgesehen war – unter anderem im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten im Juli 2026. Stattdessen wird der Papst an diesem symbolträchtigen Datum die kleine Mittelmeerinsel Lampedusa besuchen, ein Ort, der für die Ankunft und das Leid vieler afrikanischer Migranten steht und damit eine klare Botschaft der Solidarität mit den Schwachen und Verfolgten setzt. Ein vatikanischer Vertreter soll sogar so weit gegangen sein zu sagen, der Papst werde wohl unter dieser US-Regierung gar nicht mehr in seine Heimat reisen.

Auf US-Seite wird die Darstellung des Treffens vehement zurückgewiesen. Das Pentagon sprach von einem „respektvollen und vernünftigen Gespräch“ und betonte den hohen Respekt gegenüber dem Heiligen Stuhl sowie die Bereitschaft zum fortgesetzten Dialog. Vizepräsident JD Vance kündigte an, die Angelegenheit prüfen zu wollen. Dennoch bleiben die Fronten verhärtet: Der Papst hat in den Wochen danach seine Kritik an bestimmten Drohungen und militärischen Rhetoriken der US-Regierung, etwa gegenüber dem Iran, wiederholt und als „inakzeptabel“ bezeichnet, wobei er stets auf den Schutz von Zivilisten, das Völkerrecht und den Vorrang des Friedensdialogs pochte.

Diese Entwicklung markiert einen Tiefpunkt in den Beziehungen zwischen Washington und dem Vatikan seit dem Amtsantritt von Papst Leo XIV. Sie zeigt, wie sehr unterschiedliche Auffassungen zu Krieg, Macht und moralischer Verantwortung die einst engen Verbindungen belasten – zumal der Papst selbst Amerikaner ist. Ob sich die Wogen in absehbarer Zeit glätten lassen, bleibt offen; vorerst hat der Heilige Stuhl klare Prioritäten gesetzt und demonstriert durch die Absage und die Wahl alternativer Ziele seine Unabhängigkeit und seinen Fokus auf humanitäre und friedenspolitische Anliegen. Die Episode unterstreicht einmal mehr, dass selbst in einer Zeit geopolitischer Krisen die Stimme der Kirche nicht einfach zum Schweigen gebracht werden kann.

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