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Das Peking-Treffen dreier Diktatoren

Titelbild:Beispielbild Pixabay

Das Treffen von Wladimir Putin, Xi Jinping und Kim Jong-un in Peking gestern markiert einen historischen Moment, da es das erste Mal ist, dass diese drei Staatschefs gemeinsam öffentlich auftreten. Anlass war die große Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans und des Endes des Zweiten Weltkriegs, die am 3. September auf dem Tiananmen-Platz stattfand. Diese Veranstaltung, die von China als machtpolitisches Signal an den Westen inszeniert wurde, zog weltweite Aufmerksamkeit auf sich und unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen China, Russland und Nordkorea in einer Zeit globaler Spannungen.

Die Parade, an der über 10.000 Soldaten, Hunderte von Fahrzeugen, Panzer, Raketen und Drohnen sowie Hubschrauber mit propagandistischen Bannern teilnahmen, war nicht nur eine Demonstration militärischer Stärke, sondern auch ein symbolträchtiges Ereignis. Xi Jinping, der in einer offenen Limousine die Truppen inspizierte, betonte in seiner Rede die Bedeutung der Wahl zwischen Frieden und Krieg sowie die Rolle Chinas als „unaufhaltsame“ Macht, die auf der „richtigen Seite der Geschichte“ stehe. Die Anwesenheit von Putin und Kim, zwei der prominentesten Gäste unter insgesamt 26 Staats- und Regierungschefs, verstärkte die geopolitische Botschaft der Veranstaltung. Besonders auffällig war die Abwesenheit bedeutender westlicher Politiker, mit der bemerkenswerten Ausnahme des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico, der sich durch seine russlandfreundliche Haltung von der Mehrheit der EU-Staaten abhebt.

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Die Beziehungen zwischen den drei Ländern wurden während des Besuchs weiter gefestigt. Xi Jinping und Wladimir Putin hatten bereits vor der Parade bilaterale Gespräche geführt, bei denen mehr als 20 Kooperationsabkommen in Bereichen wie Energie, Künstliche Intelligenz, Luftfahrt und Landwirtschaft unterzeichnet wurden. Beide betonten die außergewöhnliche Nähe ihrer Länder, wobei Xi Putin als „alten Freund“ bezeichnete und Putin die russisch-chinesischen Beziehungen als auf einem „beispiellos hohen Niveau“ beschrieb. Diese Partnerschaft, die im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) vertieft wurde, wird als Gegengewicht zu westlichen Bündnissen wie der NATO gesehen. Die SOZ, die etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung repräsentiert, verfolgt das Ziel einer „multipolaren Weltordnung“, die sich gegen westliche Dominanz richtet.

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Kim Jong-uns Teilnahme war besonders bemerkenswert, da er sein Land nur selten verlässt. Seine Reise nach Peking, die er in seinem kugelsicheren Privatzug antrat, war sein erster Auslandsbesuch seit 2019 und sein erstes multilaterales Treffen seit seiner Machtübernahme vor 14 Jahren. Nordkorea, das durch internationale Sanktionen weitgehend isoliert ist, hat in den letzten Jahren seine Beziehungen zu Russland intensiviert, insbesondere durch die Unterstützung des russischen Kriegs in der Ukraine mit Waffen, Munition und über 15.000 Soldaten. Bei einem bilateralen Treffen am Rande der Parade dankte Putin Kim für diese Unterstützung, was die enge militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang unterstreicht. Gleichzeitig bekräftigte Nordkorea seine Unterstützung für Chinas Vision einer neuen globalen Sicherheitsordnung, die den Globalen Süden in den Vordergrund stellt und als Herausforderung für die USA interpretiert wird.
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Die internationale Reaktion auf das Treffen war geteilt. US-Präsident Donald Trump kommentierte die Veranstaltung auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social mit einer Mischung aus Sarkasmus und Kritik. Er erinnerte an die Opfer der USA im Kampf gegen Japan im Zweiten Weltkrieg und warf Xi, Putin und Kim vor, sich gegen die Vereinigten Staaten zu „verschwören“. Gleichzeitig betonte er, nicht besorgt über eine mögliche Achse zwischen China und Russland zu sein, und verwies auf die militärische Überlegenheit der USA. Dennoch zeigte sich Trump enttäuscht über das Ausbleiben von Fortschritten bei seinen Friedensbemühungen in der Ukraine, was die Spannungen zwischen den USA und den in Peking versammelten Staaten verdeutlicht.

Die Militärparade und die Anwesenheit von Putin und Kim wurden von Beobachtern als klares Signal an den Westen gewertet, insbesondere angesichts der eskalierenden Spannungen im Ukraine-Konflikt und der zunehmenden Rivalität zwischen China und den USA im Indopazifik. China nutzte die Gelegenheit, um neue Waffensysteme, darunter ein möglicherweise hochmodernes Laser-Luftabwehrsystem, zu präsentieren, was das Interesse des Pentagons weckte, insbesondere im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf den Taiwan-Konflikt. Die Veranstaltung unterstrich Chinas Ambition, seine militärische und geopolitische Macht zu demonstrieren, während Russland und Nordkorea ihre strategische Partnerschaft mit Peking festigten.

Insgesamt war das Treffen von Xi, Putin und Kim in Peking ein Ereignis von hoher politischer Symbolkraft, das die wachsende Kooperation zwischen diesen Ländern verdeutlichte und gleichzeitig die globalen Spannungen in einer zunehmend multipolaren Weltordnung hervorhob. Die gemeinsame Teilnahme an der Militärparade und die bilateralen Gespräche signalisierten eine klare Abgrenzung vom Westen und eine Stärkung der Achse zwischen Peking, Moskau und Pjöngjang, die in den kommenden Jahren die internationale Politik weiter beeinflussen dürfte.
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