Titelbild: Beispielbild Pixabay
Die iNetwork23 GmbH mit Sitz in Hamburg betreibt die Plattform michverlieben.com, die sich selbst als reine Entertainment- und Fantasy-Chat-Plattform positioniert und explizit keine klassische Dating- oder Partnervermittlungsseite sein will. Unter derselben Firma laufen jedoch weitere ähnliche Seiten, darunter Varianten wie michverlieben.cloud, michverlieben.de, oft synonym oder parallel genutzt, sowie eng verwandte oder baugleiche Plattformen wie myloves.com, xloves.com oder mymilfs.com, die in Nutzerberichten und Bewertungen immer wieder mit demselben Betreiber, iNetwork23 GmbH, Ballindamm 27, 20095 Hamburg, in Verbindung gebracht werden.
Diese Portale teilen sich häufig identische oder sehr ähnliche Strukturen, AGB-Klauseln, Coin-Systeme und das grundlegende Konzept. Fiktive Profile, die von professionellen Chat-Moderatoren (auch Controller genannt) betrieben werden.Trotz der offiziellen Selbstdarstellung als reines Entertainment gibt es seit Jahren massive Kritik am gesamten Geschäftsmodell, insbesondere am systematischen Einsatz von Fake-Profilen und der Art, wie Nutzer emotional und finanziell gebunden werden. Sämtliche weiblichen Profile – und oft auch viele andere – werden von bezahlten Mitarbeitern geführt, die fiktive Identitäten darstellen und Gespräche am Laufen halten, ohne dass je reale Treffen oder echte Kontakte möglich wären. Manche Profile sind mit einem roten Herz oder ähnlichen Kennzeichnungen markiert, um die Künstlichkeit anzudeuten, doch zahlreiche Betroffene berichten, dass diese Hinweise erst sehr spät erscheinen, versteckt sind oder erst nach erheblichen Ausgaben für Flirtcoins, die interne Währung für Nachrichten, Bilder oder Chats, auffallen.
In Nutzerforen und auf Plattformen wie Trustpilot wird häufig beschrieben, dass dieselben Fotos oder Chat-Muster über mehrere der genannten Seiten hinweg auftauchen – nur mit anderem Namen, Ort oder leichten Variationen –, was auf ein zentral gesteuertes Netzwerk aus Fake-Accounts hindeutet.Kritisch wird vor allem die irreführende Außendarstellung bemängelt.
Durch suggestive Werbung, Slogans wie „Leute in deiner Nähe kennenlernen“, „Flirt-Abenteuer“ oder Bilder, die Nähe und Echtheit suggerieren, entsteht der Eindruck echter zwischenmenschlicher Kontakte.
In den AGB steht zwar klar, dass alles fiktiv ist, keine realen Treffen stattfinden und nur Unterhaltung mit bezahlten Schreibern geboten wird – doch diese Information erreichen viele Nutzer erst, nachdem sie bereits investiert haben. Die Chat-Moderatoren sind angewiesen, langfristig Interesse vorzutäuschen, emotionale Bindungen aufzubauen, Treffen immer wieder hinauszuzögern (mit Ausreden wie „bin gerade umgezogen“, „habe kein Handy zur Hand“ oder „will es langsam angehen“) und den Dialog möglichst coin-intensiv zu gestalten. Betroffene schildern monate- bis jahrelange Chats, in denen sie Tausende Euro für scheinbar echte Beziehungen ausgegeben haben, ohne je eine echte Person, Telefonnummer oder Videoanruf zu bekommen.
Die Kritik erstreckt sich über Verbraucherschützer, Gerichtsurteile , z. B. frühere Fälle gegen Vorgängerbetreiber wie ME Media GmbH wegen irreführender Werbung, bis hin zu massenhaften Erfahrungsberichten auf Trustpilot und anderen Portalen, die von Betrug, emotionaler Manipulation und Abzocke sprechen. Viele fühlen sich gezielt ausgenutzt, weil die Plattformen Einsamkeit und Liebesbedürftigkeit ausnutzen, um maximale Umsätze zu erzielen. Es gibt Vorwürfe gestohlener Fotos, aus Social Media oder anderen Quellen, ignorierter Support-Anfragen und blockierter Löschversuche. Selbst wenn das Modell rechtlich durch die AGB abgesichert ist, alles als Fantasy-Entertainment deklariert, empfinden die meisten unabhängigen Stimmen es als moralisch hochgradig fragwürdig – eine teure Illusion, die bewusst Echtheit vortäuscht, um Gewinne zu maximieren.Zusammengefasst operiert die iNetwork23 GmbH mit ihrem Netzwerk aus Plattformen wie michverlieben.com, michverlieben.cloud, myloves.com und weiteren in einer rechtlichen Grauzone: Vertragsrechtlich als fiktive Unterhaltung deklariert, doch die Praxis mit irreführender Werbung, verzögerten Warnhinweisen und systematisch verlängerten kostenpflichtigen Chats führt dazu, dass das Angebot in der öffentlichen Wahrnehmung und unzähligen Berichten als Fake-Profile-Abzocke gilt. Wer echte Kontakte sucht, sollte sämtliche dieser Seiten meiden; wer bewusst für bezahlte Rollenspiele und Fantasie-Chats zahlen möchte, weiß nach genauer AGB-Lektüre, worauf er sich einlässt – vorausgesetzt, die suggestiven Marketing-Versprechen täuschen nicht darüber hinweg. Die klare Mehrheit unabhängiger Bewertungen und Warnungen rät jedoch dringend ab und sieht darin keinen realen Gegenwert, sondern eine kostspielige Täuschung.
