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Der Krieg gegen den Iran, den die USA unter Präsident Donald Trump gemeinsam mit Israel am 28. Februar 2026 begonnen haben, scheint sich nach gut zehn Tagen intensiver Kämpfe einem raschen Ende zu nähern. Trump hat in mehreren jüngsten Äußerungen, darunter einem Interview mit CBS News und einer Ansprache vor republikanischen Abgeordneten in Florida, betont, dass die militärischen Operationen weit fortgeschritten seien und der Konflikt „so gut wie beendet“ oder „sehr bald vorbei“ sei. Er verwies darauf, dass die iranische Marine weitgehend versenkt, die Luftwaffe und Raketenarsenale massiv zerstört sowie Kommunikationssysteme lahmgelegt worden seien – allesamt Ziele der massiven Luftangriffe unter dem Codenamen „Epic Fury“.
Der ursprünglich von Trump genannte Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen für die Kampagne wird nach seinen Worten bereits deutlich unterschritten, und er spricht von einer Art „kurzen Ausflug“, um eine Bedrohung zu beseitigen. Trotz anhaltender Raketenangriffe aus dem Iran auf Israel und vereinzelte Ziele in der Region sowie der Ernennung eines neuen Führers (Mojtaba Khamenei) nach der Tötung von Ali Khamenei zu Kriegsbeginn sieht Trump die iranische Führung militärisch am Ende. Er droht zwar weiterhin mit massiver Eskalation – etwa „zwanzigmal härter“ zuzuschlagen, falls der Iran die Straße von Hormus blockiert –, signalisiert aber gleichzeitig, dass ein baldiges Ende realistisch ist, solange keine weiteren Störungen des Ölflusses erfolgen.
Diese optimistischen Aussagen Trumps haben unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte gehabt. In den Tagen davor war der Ölpreis aufgrund der Unsicherheit und vorübergehender Blockaden im Persischen Golf explosionsartig angestiegen.
Brent-Rohöl erreichte zeitweise fast 120 US-Dollar pro Barrel, WTI sogar über 110 Dollar – der höchste Stand seit der russischen Invasion in der Ukraine 2022.
Benzinpreise in den USA kletterten um bis zu 40 Cent pro Gallone binnen einer Woche, was Trump zunächst als „sehr kleinen Preis“ für langfristige Sicherheit und Frieden abtat und betonte, die Preise würden „sehr rasch fallen“, sobald die Bedrohung durch das iranische Nuklear- und Raketenprogramm beseitigt sei.
Genau diese Zuversicht Trumps, der Konflikt sei fast vorüber, führte jedoch zu einer schnellen Entspannung an den Märkten.
Der Brent-Preis fiel innerhalb weniger Stunden auf rund 89 Dollar zurück, und auch andere Benchmarks gaben deutlich nach. Investoren und Händler reagierten erleichtert auf die Perspektive eines kurzen Kriegs, wenngleich Warnungen bestehen bleiben.
Sollte der Iran doch noch versuchen, den Öltransport massiv zu behindern, könnte Trump die Angriffe drastisch ausweiten, was einen neuen Preisschub auslösen würde. Bislang halten sich die USA und Israel mit Bodenoperationen zurück und setzen auf Luftüberlegenheit, um ein Regime-Wechsel oder zumindest eine massive Schwächung des iranischen Systems zu erreichen, ohne eigene Truppen in großem Stil einzusetzen.
Es dominiert derzeit die Einschätzung, dass der intensive militärische Teil des Konflikts tatsächlich seinem Ende entgegengeht – was Trump als Erfolg seiner harten Linie verkauft. Der Ölpreis folgt dieser Narrative prompt nach unten, was zumindest kurzfristig Entlastung für Verbraucher und Märkte bringt, auch wenn die langfristige Stabilität in der Region und die tatsächliche Umsetzung eines dauerhaften Friedens oder einer neuen iranischen Führung noch völlig offen sind.
