Titelbild: Beispielbild Pixabay
Böse Geister im Goldrausch – Wie Fake-Gold-Scams aus Uganda, Kongo und Kamerun Tausende täuschen (Warnung 2026)
In Afrika blüht der Goldhandel – und mit ihm eine Schattenwelt aus Betrug, die weltweit Opfer fordert. Seit 2025 haben Behörden in Uganda, Kenia und Kamerun Dutzende Fälle aufgedeckt: Über 56 Verhaftungen in Uganda allein, Rückholung von rund 900 Millionen Shilling (ca. 240.000 USD) und immer wieder dieselben Muster. Die „bösen Geister“ – so könnte man die anonymen WhatsApp-Scammer nennen – locken mit verlockend niedrigen Preisen, perfekten Fotos und scheinbar seriösen Verträgen. Doch hinter dem Glanz steckt meist nichts als Luft und Gier. Allenfalls Geldwäsche und Totalverlust des Vermögens.
Aktuelle Fälle zeigen das Muster klar:
Scammer aus Kampala (Uganda), Bukavu/Goma (DR Kongo) und Douala (Kamerun) nutzen dieselben Tricks.
Solche Nachrichten erreichen deutsche Investoren:
„Hello, thank you for the follow back — I appreciate it.
I specialize in sourcing and supplying **high-quality 22K and 24K gold** across Africa, with a focus on transparent pricing, secure transactions, and reliable delivery. If you are currently buying, comparing market rates, or exploring new suppliers, I’d be happy to share updated price lists, product options, and procedures.
Let me know what type of gold or quantities you usually deal with. I’m here to support your business and ensure you get the best value.
Looking forward to connecting with you.
— **GoldAfrique Trading Co**
*Pure Value, African Gold.*“
Sie starten mit lockeren Nachrichten: „We sell gold bars at an affordable price“, schicken Fotos von gestapelten Barren auf rotem Samt oder dunklen Tüchern – glänzend, makellos, oft mit Stempeln wie „999.9“ oder Seriennummern.
Reverse-Image-Suchen enthüllen schnell: Diese Bilder sind recycelt aus Stock-Fotos, Bullion-Werbung oder alten Pressematerialien. Echte Goldbarren aus Minen oder Raffinerien sehen chaotischer aus – mit Kratzern, Fingerabdrücken und ungleichmäßiger Oberfläche. In Uganda hat die Police Minerals Protection Unit (PMPU) in Razzien (Muyenga, Buziga, Lugogo) genau solche Fake-Bars gefunden: Zink- oder Kupferkerne mit dünner Goldbeschichtung, die bei Tests durchfallen.
Die Preise sind der rote Alarm: Aktueller LBMA-Goldpreis (Stand 7. Februar 2026) liegt bei ca. 4.950–4.980 USD pro Feinunze (31,1 g), also rund 159.000–160.000 USD pro Kilogramm für 99,99 % reines Gold. Scammer bieten 58.000–85.000 USD/kg an – ein „Rabatt“ von 60–65 %, der nur bei gestohlenem, geschmuggeltem oder komplett gefälschtem Gold vorkommt.
Seriöse Großhändler geben maximal 1–5 % Nachlass bei echten Mengen.Der Ablauf ist fast immer gleich:Kontakt über TikTok, X oder Instagram (Accounts wie @nixy256
oder @AyupuRonal15826
mit wenigen Followern, Spam-Posts mit Nummern wie +256 752 010544).
Dann kommt der Wechsel zu WhatsApp: Vertrauen aufbauen mit Fotos, Videos und „ultimate seller“-Kontakten (z. B. kongolesische Nummern wie +243 823 129 507).
Preisverhandlungen runter („Trial“-Mengen zu 85.000 USD/kg oder weniger).

Preisliste für potenzielle Kunden aus Deutschland, kasaan media, 2026
Fake-Verträge mit LBMA-Formeln, SGS-Assay, Export-Docs (Certificate of Origin, Packing List, AWB), Non-Circumvention-Klauseln und leeren Feldern für Mengen/Signaturen.

Vertrag mit den Goldscammern aus Kamerun, kasaan media, 2026

Vertrag mit den Gold- Scammern aus Kamerun, kasaan media, 2026
Locken zu „face-to-face“ in Douala, Kampala oder Entebbe: Hotel-Reservierung, Abholung am Airport, Visa-Hilfe, Einladungsbriefe (oft Passkopien gefordert – roter Alarm für Identitätsdiebstahl).
Historischer Smalltalk (Amin, Mobutu, Lumumba, deutsche Kolonie Kamerun) zur Rapport-Bildung.
Sobald das Opfer vor Ort ist oder erste kleine Summen zahlt („Chemicals“, „Clearance“, „SGS Pre-Test“, „Escort“), verschwinden die Täter – oder eskalieren zu Drohungen. In Uganda (2025/2026) wurden Netzwerke in gemieteten Häusern zerschlagen, in Kenia Kamerun-Scammer mit 618.000 USD-Beute verhaftet, in Kamerun ähnliche Fälle mit fake Companies und einmal gemieteten Offices.
Die bösen Geister tarnen sich als seriöse Händler, nutzen Cross-Border-Elemente (Uganda als Hub, Kongo als Quelle, Kamerun als Transit) und missbrauchen den echten Gold-Boom (Uganda exportiert über 46 Tonnen jährlich). Doch echte Deals laufen nie über WhatsApp, mit absurd niedrigen Preisen oder ohne verifizierte Lizenzen vom Ministry of Mines/Energy.Warnung & Tipps: Kein Vorschuss für „Fees“ – egal wie klein.
Keine Passkopien oder sensible Daten schicken.
Fotos/Videos prüfen.
Preise checken: Unter 140.000–150.000 USD/kg = Fake-Alarm.
Melden: Uganda SH-ACU (0800 202 500, info@reportcorruption.go.ug), Kamerun CONAC (info@conac.cm), Interpol oder IC3.gov.
Plattformen melden: TikTok/X/WhatsApp als Spam/Scam.
Die bösen Geister leben von Gier und Vertrauen – brechen wir ihnen das Genick durch Wachsamkeit. Gold glänzt, aber nur echtes hält dem Test stand.
(Quellen: Uganda Police/SH-ACU-Berichte 2025/2026, LBMA-Preisdaten, Reverse-Image-Suchen, Medien wie The Observer Uganda, Daily Nation Kenya, CONAC-Warnungen. Stand Februar 2026.
