Ukraine

Ukraine meldet heftige Bombardierungen im ostukrainischen Lyssytschansk

Lysytschansk, Ukraine
ANATOLII STEPANOV AFP

TOPSHOT – Ein Mann steht am 21. Juni 2022 an einer Barrikade aus zerstörten Polizeiautos in Lyssytschansk. Nach Angaben der Ukraine hat der russische Beschuss „katastrophale Zerstörungen“ in der östlichen Industriestadt verursacht, die auf der anderen Seite des Flusses Sewerodonezk liegt, wo sich russische und ukrainische Truppen seit Wochen Gefechte liefern.
Nach Angaben des Regionalgouverneurs Sergij Gaiday wurden am 20. Juni bei ununterbrochenem Beschuss von Lyssytschansk 10 Wohnhäuser und eine Polizeistation zerstört, wobei mindestens eine Person ums Leben kam.
(Foto von Anatolii Stepanov / AFP)

Lyssytschansk, Ukraine

Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch die ostukrainische Stadt Lyssytschansk nach ukrainischen Angaben heftig bombardiert. Sie „beschießen Lyssytschansk mit Artillerie, Raketen, Fliegerbomben, Raketenwerfern“, erklärte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, am Mittwoch im Online-Dienst Telegram. „Sie zerstören alles.“

Russland hat die von Lyssytschansk durch einen Fluss getrennte Stadt Sjewjerodonezk nach wochenlangen heftigen Gefechten nahezu eingenommen. Zuletzt wurde vor allem in umliegenden Dörfern gekämpft, auch wenn das Stadtgebiet von Sjewjerodonezk nach ukrainischen Angaben weiterhin nicht gänzlich unter russischer Kontrolle ist.

Lyssytschansk halten weiterhin die Ukrainer. Mit einer Eroberung der Gegend und der zwei Städte würde Russland die gesamte Donbass-Teilregion Luhansk kontrollieren. Außerdem wäre der Weg frei für ein weiteres Vorrücken in der angrenzenden Region Donezk.

In seiner täglichen Videobotschaft sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zudem von „brutalem und zynischem“ Beschuss in der östlichen Region Charkiw. „Die russische Armee ist taub für jede Rationalität. Sie zerstört einfach, tötet einfach“, sagte er. In der Region waren am Dienstag nach Angaben des Gouverneurs fünfzehn Menschen durch russische Angriffe getötet worden.

pe/kbh

© Agence France-Presse

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