Ukraine

Kriegstelegramm LXXVI. Putins Realität des Krieges

Die Brutalität eines verlorenen Krieges

Aus heutiger Sicht wird klar, dass Wladimir Putin Demokratie und Frieden als Schimpfwort begriff, als er Boris Jelzin 2000 in das Amt des Präsidenten Russlands folgte. 

Der Bundeskanzler Scholz und Putin telefonierten nach Agenturmeldungen mehr als eine Stunde. Nach Wochen des Schweigens. Putin hat den Halt zur Realität völlig verloren. Aus dem Telefonat geht hervor, dass Wladimir Putin immer noch nicht in der Lage ist, den verlorenen Krieg anzuerkennen und die Ukraine als Teil der zivilisierten Welt in Frieden zu lassen. 

Russland ist dabei, sinnlos, Soldaten in den Tod zu schicken-in einen Krieg, der für alle in Europa mehr und mehr eine Strafe darstellt und jahrzehntelange Bemühungen ad absurdum führen, Russland an den Tisch der Völker zu setzen und als gleichberechtigten Partner anzuerkennen.

Russland ist ein Teil Europas. Wie auch immer dieses technisch auszugestalten sei.

Putin könnte, wenn er klug ist, die Kapitulation der Invasoren unterschreiben und damit zeigen, dass das russische Großreich auch in den Köpfen der Kriegstreiber eine verrückte Idee war, die Wladimir Putin danach mit dem Rücktritt seiner Entourage aus Oligarchen-Mafia und Antidemokraten bestehenden Verbrechern-Bande beendet werden könnte.

Angeblich hat der ukrainische Geheimdienst, nach mehreren Agenturmeldungen, Hinweise darauf, dass der Donbass und die Krim bis in den August zurückerobert sind.Der Chef des militärischen Geheimdienstes der Ukraine rechnet noch mit monatelangen Kämpfen, obwohl, laut Kyrylo Budanov, der Putsch in Moskau schon begonnen haben soll. Zum Teil stellen sich die russischen Soldaten wie Dilettanten an, was darauf hinweist, dass schlichte Arbeitsverweigerung in der Armee vorherrscht, aber durchaus der ukrainische Geheimdienst recht haben kann, dass sich die Elite in Russland von dem Oligarchen-Despot Wladimir Putin lösen will.

Ein Waffenstillstand ist daher die Hoffnung der kommenden Tage.

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