Olympia_München_1972 Olympisches Dorf, kasaan media, 2022
Damals Geschichte

Das Olympia-Attentat 1972: Die Opfer

50 Jahre nach den Olympischen Spielen wird in München bereits seit Januar an das Olympia-Attentat vom 5. und 6. September 1972 erinnert. Unter dem Motto „Zwölf Monate – Zwölf Namen“ hat das Jüdische Museum München gemeinsam mit dem NS Dokumentationszentrum München und dem Generalkonsulat des Staates Israel ein Projekt ins Leben gerufen, das jeden Monat eines der Todesopfer in den Mittelpunkt des Gedenkens stellt. – Die Opfer des Terror-Anschlags in der Übersicht:

David Berger, Gewichtheber, geboren 1944 in Cleveland/US-Bundesstaat Ohio. Er starb als letztes der elf israelischen Opfer auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck.

Anton Fliegerbauer, geboren am 5. März 1940 in Westerndorf/Bayern, Polizist, starb durch eine abgelenkte Kugel am Flughafen Fürstenfeldbruck

Ze’ev Friedman, Gewichtheber, geboren am 24. Mai 1944 in Prokopjewskm (damals Sowjetunion), wohin sein Eltern vor den Nazis flüchteten. Getötet in Fürstenfeldbruck.

Yossef Gutfreund, Kampfrichter beim Ringen, geboren am 10. Juni 1931 in Chisinau (damals Rumänien), stemmte sich beim Sturm der Terroristen gegen die Tür seines Apartments und ermöglichte so dem Trainer der israelischen Gewichtheber Tuvia Sokolovsky die Flucht über den Balkon. Getötet in Fürstenfeldbruck.

Eliezer Halfin, Ringer, geboren am 18. Juni 1946 in Riga (damals Sowjetunion). Getötet in Fürstenfeldbruck.

Yossef Romano, Gewichtheber, geboren am 15. April 1940 in Libyen, attackierte die Terroristen im Apartment im Haus in der Connollystraße 31, wurde gefoltert und angeschossen – die Terroristen ließen ihn vor den Augen der anderen Geiseln verbluten.

Amitzur Shapira, Leichtathletik-Trainer, geboren am 9. Juli 1932 in Tel Aviv (damals Palästina), starb in Fürstenfeldbruck, als ein Terrorist eine Handgranate in einen Hubschrauber mit den Geiseln warf.

Kehat Schor, Trainer/Sportschützen, geboren am 21. Februar 1919 in Podu Iloaiei/Rumänien, starb in Fürstenfeldbruck an einer Schussverletzung.

Mark Slavin, Ringer, geboren am 31. Januar 1954 in Minsk (damals Sowjetunion), größte israelische Medaillenhoffnung, starb in Fürstenfeldbruck.

Andrei Spitzer, Trainer/Ringen, geboren am 4. Juli 1945 in Timisoara/Rumänien, starb in Fürstenfeldbruck.

Yakov Springer, Kampfrichter/Gewichtheben, geboren am 10. Juni 1921 in Kalisz/Polen, einziger Überlebender seiner Familie der Shoa, starb in Fürstenfeldbruck.

Moshe Weinberg, Trainer/Ringen, geboren am 19. September 1939 in Haifa (damals Palästina), beim Angriff der Terroristen verletzt, bei einem anschließenden Fluchtversuch erschossen (seinem Kollegen Gad Tsobari gelang dabei die Flucht).

SID th ak

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