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Alzheimer-Wie es beginnt, Chancen und Hoffnungen, Heilung und Medizin

Titelbild:Beispielbild Pixabay

Alzheimer – Wie es beginnt, Chancen und Hoffnungen, Heilung und Medizin.

Alzheimer beginnt nicht mit dem Vergessen, sie beginnt fünfzehn bis zwanzig Jahre vorher, leise im Gehirn. Zuerst lagern sich kleine Eiweißbruchstücke ab, das Amyloid-Beta, sie verklumpen zu Plaques zwischen den Nervenzellen, später kommt ein zweites Eiweiß hinzu, das Tau, das sich in den Zellen verknäuelt und die Leitungen zerstört. Lange merkt man davon nichts. Dann kommen die ersten Zeichen, die man leicht übergeht, Wortfindungsstörungen, das Wort liegt auf der Zunge, das Verlegen von Dingen, das mehrfache Nachfragen nach dem Gleichen, der Verlust des Überblicks bei Finanzen oder beim Kochen, ein schnelleres Erschöpfen, ein Rückzug aus Gesprächen, manchmal lässt auch der Geruchssinn nach. Ärzte nennen dieses Stadium leichte kognitive Störung. Nicht aus jedem leichten Vergessen wird eine Demenz, aber es ist der Moment, in dem man handeln sollte. Neu seit dem Jahr 2025 ist, dass es neben dem teuren PET-Scan und der Nervenwasseruntersuchung nun Bluttests gibt, die mit hoher Genauigkeit zeigen, ob Amyloid im Gehirn vorhanden ist, der sogenannte p-Tau217-Test, angeboten in spezialisierten Gedächtniszentren.


Eine Heilung, die Alzheimer rückgängig macht, gibt es bis heute nicht, aber erstmals gibt es Medikamente, die den Verlauf verlangsamen können. Seit 2023 ist in den USA und seit 2025 auch in der Europäischen Union Lecanemab unter dem Namen Leqembi zugelassen, ein Antikörper gegen Amyloid, der als Infusion gegeben wird, anfangs alle zwei Wochen, später alle vier Wochen.
In der großen Studie hat er die Verschlechterung um etwa siebenundzwanzig Prozent verlangsamt. Seit 2024 ist Donanemab unter dem Namen Kisunla zugelassen, ebenfalls ein Antikörper, alle vier Wochen als Infusion, mit einer Verlangsamung um etwa fünfunddreißig Prozent im frühen Stadium. Beide wirken nur im frühen Stadium, bei leichtem Vergessen mit nachgewiesenem Amyloid, sie heilen nicht, aber sie geben mehr Zeit bei besserer Selbstständigkeit. Sie haben auch Risiken, es kann zu Hirnschwellungen oder kleinen Blutungen kommen, die im MRT eng überwacht werden müssen, deshalb braucht es ein spezialisiertes Zentrum. Daneben bleiben die klassischen Säulen wichtig, Bewegung, gute Einstellung von Blutdruck und Zucker, Behandlung von Schwerhörigkeit, guter Schlaf und soziale Aktivität, Studien zeigen, dass bis zu fünfundvierzig Prozent aller Demenzfälle mit solchen beeinflussbaren Risikofaktoren zusammenhängen.


Die Hoffnung für die nächsten Jahre ist groß. Im Frühjahr 2026 sind weltweit über hundertfünfzig Medikamente in klinischen Studien. Der vielversprechendste Kandidat der zweiten Generation heißt Trontinemab, ein neuer Antikörper, der Amyloid noch schneller räumen soll und künftig als Spritze unter die Haut funktionieren könnte, mit Ergebnissen, die für 2028 erwartet werden.
Andere Ansätze richten sich gegen das Tau-Eiweiß, gegen Entzündungen im Gehirn oder versuchen, Nervenzellen direkt zu schützen. Die größte Hoffnung liegt in der Kombination, früher Bluttest, frühe Anti-Amyloid-Therapie und konsequente Kontrolle der Risikofaktoren. Wer bei sich oder bei Angehörigen erste Zeichen bemerkt, sollte nicht warten, sondern mit dem Hausarzt sprechen und sich in eine Gedächtnisambulanz überweisen lassen, je früher, desto mehr Möglichkeiten gibt es. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung, bei Sorgen hilft das Alzheimer-Telefon unter +493025937 95 14 und jede Hausarztpraxis.

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