Südafrika

Zehn Jahre nach dem Massaker von Marikana

Titelbild: Bergarbeiter, die der Association of Mineworkers and Construction Union (AMCU) angehören, singen am 16. August 2022, dem zehnten Jahrestag des Marikana-Massakers, auf den Koppies in Marikana. Am 16. August 2022 ist es zehn Jahre her, dass 34 Bergarbeiter getötet und über 70 weitere verletzt wurden, als die südafrikanische Polizei (SAPS) das Feuer auf Arbeiter eröffnete, die in der damaligen Platinmine Marikana, die sich im Besitz von LONMIN befindet, gegen die Löhne protestierten.
Eine offizielle Untersuchung machte die Polizei für die Todesfälle und Verletzungen verantwortlich und empfahl, die Verantwortlichen zu ermitteln und strafrechtlich zu verfolgen.
Für die gequälten Überlebenden und die Familien der Opfer sind die Erinnerungen noch immer quälend frisch. (Foto: Phill MAGAKOE / AFP)

3000 Bergarbeiter des Platinschachtes im südafrikanischen Marikana, bei Rustenburg, streikten 2012 für höhere Löhne. Die südafrikanische Polizei eröffnetete das Feuer. Es gab damals unzählige Verletzte und 34 Tote, teilweise in den Rücken geschossen. Das Vorgehen der südafrikanischen Polizei erinnerte an die Apartheid. Die Täter wurden nicht belangt. Auch wurden keine Schadenersatzansprüche beglichen.

Die Mine Lonmine gab sich teilnahmslos. Das britische Unternehmen war augenscheinlich an der Lösung des Verbrechens nicht interessiert, das das grösste Massaker seit Sharpeville, 1961, war.

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