St Pauli, Fischmarkt, kasaan media, 2015
Reisen

Morgens auf dem Fischmarkt

Die Qualität der angebotenen Waren ließ damals schon zu wünschen übrig. Wir alle sollten hoffen, wenn die Märkte wieder öffnen, dass mit dem Neustart auch weniger dumme Sprüche, sondern mehr Qualität zu günstigeren Preisen kommt.

Am Morgen, wenn es noch neblig ist

Einer der Touristenmagneten an der Elbe präsentiert sich am Sonntagvormittag.

Nirgends in Hamburg wird mehr gefeilscht, als auf dem Fischmarkt. Ob die Ware frisch ist, muss der Kunde im dichten Gedränge entscheiden, manchmal innerhalb von Sekunden, wenn der Verkäufer noch eine Ananas oder eine Rebe heller Trauben dazu gibt.

Es ist die Show, die flapsigen Sprüche, die die Kunden lieben.

Eine Melange von alten Kalauern und widerlich sexistischen Sprüchen sind den Verkäufern zu eigen und finden immer wieder Freunde.

Das Publikum ist dankbar dafür im Mittelpunkt der Ereignisse zu stehen, wenn die Touristen nach einem Kaffee an einer der Buden, „Aale Dieter“ seine geräucherten Fischwaren unter das Volk „mischt“.  Die meisten Besucher sind nicht wegen der Wursttüten oder den Nudeln da, sondern wegen der  Atmosphäre direkt am Hafen, an der Elbe, wenn sich der Nebel verzieht und die letzten Nachtschwärmer aus den Bars von St. Pauli die paar Meter zum Herings-Frühstück kommen.

Zwischen Blumen- und Käsestand versammeln sich dann viele tausend Besucher, die kurz darauf mit etlichen Tüten zur S-Bahn-Station zurücklaufen. Jeder von ihnen hat zumindest für einige Minuten das Gefühl, das Geschäft seines Lebens gemacht zu haben. Die Qualität ist eher arm und die Preise gesalzen.

Wir haben das Treiben einmal dokumentarisch festgehalten.

Aussicht über den Hafen, Blohm und Voss Dock, kasaan media, 2015

 Obstkörbe für 10 Euro, kasaan media, 2015

 Aale Dieter, kasaan media, 2015

 Obstmarkt zu gesalzenen Preisen, kasaan media, 2015

 

 

 

 

 

 

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