Türkei

Erdogas bizarres Geschichtsverständnis

Keine Furcht vor Diktatoren

Vor Diktatoren wie Erdogan sollen sich, anhand der türkischen Verhaftungsstatistik, nach dem sogenannten Putsch 2016, die Journalisten fürchten.

Nein, sicher nicht. Die Pressefreiheit ist alles.

Jeder, der dem Sultan von eigenen Gnaden in Ankara widerspricht – egal, wo auf dieser Welt läuft Gefahr in die Maschinerie des Erdoganischen Feldzuges gegen den angeblichen Terror zu werden.

Die Gefängnisse in der Türkei sind voll.

Der türkische Diktator versteht sich auf alles, selbst auf Geschichte und darauf, den grausamen Anschlag auf die Moscheen in Neuseeland in Einklang mit seiner hässlichen Politik der Säuberungen zu bringen.

Erdogan ist das Erbärmlichste, was moderne türkische Geschichte zu bieten hat.

Eine Schande für die Weltgemeinschaft. So wandte er sich an sein nach einfachen Erklärungen suchendes Publikum, während des Wahlkampfes und drohte Australiern mit angeblich anti-muslimischer Stimmung an, dass es diesen ergehen würde, wie den Truppen in der Schlacht bei Gallipoli, als sie von den Osmanen geschlagen wurden.

Damals 1915/16 starben insgesamt, nach Schätzungen, ca. 110.000 Soldaten. Gallipolis war das Synonym des sinnlosen Schlachtens auf allen Seiten.

Erdogan beschmutzt mit seinen verbalen Ausfällen die Gräber der Kriegstoten. Aller Toten, auch die der osmanischen Streitmacht, die zahlreiche Opfer ließ.

Demagogen wie Erdogan wollen das Rad zurückdrehen. So benutzte Erdogan zur Untermalung seiner kruden Thesen mehrfach das Video, das die Tötung der Opfer in Neuseeland zeigte.

Klar muss ein, Erdogan ist nicht der Islam und auch nicht Hüter des Heiligen Grals der Moslems.

Er ist ein Nichts, nur ein Diktator.

Insgesamt ist der Diktator von eigenen Gnaden untragbar für Europa und die Politik in der EU geworden. Man fragt sich, wann die EU handelt und Erdogan, den Deal mit den Flüchtlingen aufkündigt. Eine Diktatur zu unterstützen, ist genauso verwerflich, als diese zu unterhalten.

Der Botschafter der Türkei wurde ins Außenministerium in Canberra einbestellt. Derweil geht es der Türkei wirtschaftlich schlecht, weil der Demagoge, so weit wie möglich, gemieden wird. Nur für den Wahlkampf musste ein Feind geschaffen werden. Das hat Erdogan publikumswirksam erreicht.

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