Titelbild: Beispielbild Pixabay
Quellen: Reuters, ABC, CNN, CBS, NBC
Donald Trumps Entscheidung, das Klimaabkommen – speziell das UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen (UNFCCC), das die Grundlage für das Pariser Abkommen bildet – als den „größten Betrug“ oder „Hoax“ zu bezeichnen und die USA daraus zurückzuziehen, hat in der internationalen Politik massive Kontroversen ausgelöst und wirft Fragen zu seiner Motivation, seiner Einschätzung der Wissenschaft und den langfristigen Konsequenzen für die globale Umweltpolitik auf.
Um zu bewerten, ob diese Haltung ihn als „dumm, verlogen und böse“ erscheinen lässt, muss man den Kontext betrachten.
Trump hat im Januar 2026 eine Executive Order unterzeichnet, die die USA nicht nur aus dem UNFCCC, sondern aus insgesamt 66 internationalen Organisationen aussteigen lässt, darunter viele, die sich mit Klimaschutz, Bevölkerungspolitik und globaler Kooperation beschäftigen.
Er begründet dies damit, dass diese Abkommen den USA unfair auferlegt würden, wirtschaftliche Nachteile brächten und von „woken“ Agenden geleitet seien, die die amerikanische Souveränität untergraben.
Trump hat den Klimawandel wiederholt als „Scam“ oder „Con Job“ abgetan, argumentiert, dass Vorhersagen der UN über die Auswirkungen nicht eingetroffen seien und dass erneuerbare Energien unwirksam und teuer wären.
Diese Rhetorik ist nicht neu; bereits in seiner ersten Amtszeit zog er die USA 2017 aus dem Pariser Abkommen zurück, was 2020 wirksam wurde, bevor Joe Biden es 2021 wieder beitrat. Nun, in seiner zweiten Amtszeit, eskaliert er diesen Ansatz, indem er sogar das grundlegende UNFCCC aufkündigt, was die USA als einziges Land außerhalb des globalen Klimarahmenwerks positioniert.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist Trumps Bezeichnung des Klimawandels als Betrug hochgradig umstritten und wird von der überwiegenden Mehrheit der Experten als Fehlinformation betrachtet. Der Klimawandel ist durch umfangreiche Daten belegt.
Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der UN fasst Tausende von Studien zusammen, die zeigen, dass menschliche Aktivitäten – vor allem die Verbrennung fossiler Brennstoffe – zu einer Erwärmung der Erde führen, die Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Stürme und Dürren verstärkt und langfristig Milliarden Menschen bedroht. Das ist dem Despoten egal. Trump ignoriert oder widerlegt diese Konsens, indem er auf angebliche Fehlschläge von Prognosen verweist, doch viele Vorhersagen haben sich bewahrheitet, wie der Anstieg des Meeresspiegels oder die Zunahme extremer Temperaturen. Seine Behauptung, erneuerbare Energien seien ein „Joke“ und zu teuer, widerspricht ebenfalls Fakten.
Kosten für Solar- und Windenergie sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken, und sie sind oft günstiger als Kohle oder Gas, was Trump selbst in seiner Politik ignoriert, indem er Subventionen für Kohlekraftwerke anordnet, um sie am Laufen zu halten.
Kritiker sehen hier eine Trump so eigene Verlogenheit, da Trump enge Verbindungen zur fossilen Brennstoffindustrie hat – viele seiner Berater und Spender stammen aus diesem Sektor – und seine Politik den Übergang zu sauberen Energien behindert, etwa durch das Zurücknehmen von Umweltvorschriften wie dem Endangerment Finding der EPA, das Treibhausgase als gesundheitsschädlich einstuft.
Dies könnte als böse interpretiert werden, wenn man annimmt, dass er wissentlich langfristige globale Risiken in Kauf nimmt, um kurzfristige wirtschaftliche Vorteile für bestimmte Industrien zu sichern, was Milliarden von Menschen in ärmeren Ländern trifft, die am stärksten unter dem Klimawandel leiden.Allerdings ist es zu einfach, Trump pauschal als dumm oder böse abzustempeln; seine Position reflektiert eine breitere ideologische Haltung in Teilen der republikanischen Partei und unter vielen Amerikanern, die den Klimawandel als übertriebene Bedrohung sehen, die die US-Wirtschaft belastet.
Trump argumentiert, dass Abkommen wie das Pariser Abkommen unfair seien, da Länder wie China – der größte Emittent – weniger strenge Verpflichtungen hätten und die USA überproportional beitrügen müssten, was Arbeitsplätze in der Energiebranche koste.
Tatsächlich haben einige Länder ihre Ziele nicht erreicht, und Chinas Emissionen sind trotz Stagnation in letzter Zeit enorm.
Aus seiner Sicht priorisiert er „America First“, indem er Regulierungen abbaut, um Energieunabhängigkeit zu fördern und Kosten für Verbraucher zu senken – etwa durch den Ausbau von Kohle und Gas, was er als notwendig für den wachsenden Energiebedarf durch KI und Datenzentren darstellt.
Ob das verlogen ist, hängt davon ab, ob er die Wissenschaft wirklich ablehnt oder sie taktisch nutzt.
Trump hat in der Vergangenheit widersprüchliche Aussagen gemacht, etwa dass der Klimawandel existiere, aber nicht menschengemacht sei, was auf eine selektive Wahrnehmung hindeutet.
Viele Beobachter sehen seine polemische Rhetorik als rechtspopulistisch, um seine Basis zu mobilisieren, die misstrauisch gegenüber internationalen Institutionen ist, die sie als Bedrohung der Souveränität empfinden.Letztlich ist die Bewertung subjektiv.
Für Umweltschützer und Wissenschaftler wirkt Trumps Handeln verantwortungslos und böse, da es die globale Kooperation gegen eine existenzielle Bedrohung sabotiert und die USA isoliert – kein anderes Land hat dem UNFCCC den Rücken gekehrt.
Es könnte zukünftige Generationen mit höheren Kosten belasten, da der Klimawandel wirtschaftliche Schäden in Billionenhöhe verursacht. Andererseits sehen Unterstützer darin kluge Realpolitik, die Amerikas Interessen schützt und übertriebene Alarmismus ablehnt. Ob er dumm ist, hängt von der Definition ab – ignorant gegenüber Wissenschaft vielleicht, aber politisch geschickt, da er damit Wahlen gewinnt.
Verlogen?
Möglicherweise, wenn er Fakten verdreht, um eigene Interessen zu bedienen. Geld für die Firmen, die sich hinter seiner sogenannten Präsidentschaft verbergen.
Böse?
Das impliziert moralische Bosheit, die schwer zu beweisen ist; es könnte eher ideologische Blindheit sein.
Eine nuancierte Sicht erkennt an, dass politische Entscheidungen komplex sind und nicht immer in binäre Kategorien passen, sondern aus einer Mischung aus Überzeugung, Kalkül und Kontext entstehen.
Trump ist ein Sargnagel künftiger Generationen und denkt ausschließlich an den persönlichen Profit und nicht an das Gemeinwohl.
