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Amoklauf in Kanada-Premier am Boden zerstört

Titelbild: Beispielbild Pixabay 

Heute ereignete sich in der kleinen, abgelegenen Gemeinde Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia eine der schwersten Schießereien der jüngeren Geschichte des Landes. In der Tumbler Ridge Secondary School, einer Highschool mit Schülern aus der etwa 2.400 Einwohner zählenden Bergbaustadt am Rande der Rocky Mountains, fielen am frühen Nachmittag (Ortszeit) plötzlich Schüsse.

Die Polizei wurde gegen 13:20 Uhr alarmiert und traf auf eine sogenannte aktive Schießerei-Situation vor.

Bei Eintreffen der Beamten der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) fanden sie in der Schule mehrere Tote und zahlreiche Verletzte vor. Insgesamt starben an diesem Ort acht Menschen, darunter die mutmaßliche Täterin, die sich offenbar selbst schwer verletzt hatte und später ihren Verletzungen erlag. Sechs Opfer wurden direkt in der Schule tot aufgefunden, eine weitere Person starb auf dem Transport ins Krankenhaus. Zusätzlich entdeckten die Ermittler in einem nahegelegenen Wohnhaus zwei weitere Tote, die sehr wahrscheinlich mit der Tat in Verbindung stehen. Insgesamt forderte die Tat damit zehn Todesopfer. Mindestens 25 Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer – einige mussten per Hubschrauber in Kliniken geflogen werden.Schüler berichteten später in Interviews, wie sie nach dem Auslösen des Alarms panisch reagierten: Türen wurden mit Tischen und Stühlen verbarrikadiert, Klassenzimmer wurden zu provisorischen Schutzzonen, während draußen Schüsse fielen. Die kleine, sonst friedliche Gemeinde, die vor allem durch Kohlebergbau bekannt ist und etwa 1.000 Kilometer nördlich von Vancouver liegt, wurde innerhalb weniger Minuten in einen Ausnahmezustand versetzt. Die Polizei evakuierte das gesamte Schulgebäude und sicherte das Gelände, während Spezialeinheiten die Situation unter Kontrolle brachten.Die mutmaßliche Schützin wurde von den Behörden als weibliche Person identifiziert – in ersten Fahndungsmeldungen war sogar von einer Frau in einem Kleid mit braunen Haaren die Rede –, ihr Name wurde jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht veröffentlicht. Das Motiv für die Tat bleibt bislang völlig unklar; die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Experten stuften den Vorfall als einen der tödlichsten Schul-Amokläufe in Kanada seit dem École-Polytechnique-Massaker von 1989 ein.

Kanadas Premierminister Mark Carney äußerte sich tief betroffen und schrieb auf X, er sei „zutiefst erschüttert“ und schließe sich der Trauer der Angehörigen an, deren Leben durch diese Tat unwiderruflich verändert wurde. Auch der Premier der Provinz British Columbia, David Eby, sprach von einer „unvorstellbaren Tragödie“, die eine kleine, eng verbundene Gemeinschaft mitten ins Mark getroffen habe. Die Bevölkerung von Tumbler Ridge ist nach wie vor fassungslos – eine ruhige Bergstadt, in der solche Gewalttaten eigentlich undenkbar schienen, steht nun unter Schock und versucht, mit dem unfassbaren Verlust umzugehen.

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