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Berlin, am 1. August 2020 – brutale Dummheit

Wird krudes rechtes Druiden-Geschwätz zur Lebensphilosophie?

Leider trübte die braune Soße, die bei strahlendem Sonnenschein angetreten war, die Sicht auf die Realität.

Journalisten werden bedroht ohne Sinn und Verstand. Deren Aufgabe ist es dabei, über die gesellschaftlichen Probleme zu berichten.

Nur weil das rechte, augenscheinlich von irgendwelchen Verschwörungstheorien genährte Staatswesen schon eine Parallelgesellschaft in der Bundesrepublik eröffnet hat, die sich zu Zehntausenden aufmachen, um dagegen zu demonstrieren, dass es das Coronavirus gibt.

Das Coronavirus schert es nicht, dass ein amerikanischer Präsident, der weltweit anpreist, dass es dieses Virus überhaupt nicht gibt oder zumindest nicht so, wie es die, die eigentlich darüber Bescheid wissen, die Mediziner, geschildert haben.

Von rechter Gesinnung geschwängert, wird das Virus als Staatsstreich Angela Merkels und der Bilderberger bezeichnet – so lange, bis die, die sowieso an Verschwörungstheorien glauben, ihre eigene Geschichte auch noch glauben.

Dummheit macht leider vor den mittlerweile stetig wachsenden Menge der Covid-19 Gegner nicht halt.

Den Rechten sei zugerufen: Auch euch kann das Virus töten!

Ewiggestrige brauchen nochmal eine Bestätigung, weil der ewiggestrige Prediger Donald Trump kurz vor dem politischen Absaufen ist und seine unglaublichen Theorien über Covid-19 nicht weiter mit Malaria-Mittelchen bekämpfen kann.

Die Opfer seiner Politik erleiden Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen und andere Nebenwirkungen, sonst gibt es für den Patienten keinen relativen Nutzen.

Niemand will irgendjemandem die Freiheit einschränken.

Und das Demonstrationsrecht ist eines der wichtigsten Elemente einer demokratischen Grundordnung, nicht eingeschränkt durch Covid-19, das die Regierung im Hinterzimmer mit irgendwelchen Verschwörern ausmacht.

Aber es geht auch um die Gesundheit einer ganzen Nation.

Nein, auch um die Gesundheit eines ganzen Staatsgefüges und der angrenzenden Länder.

Es geht um die Hygieneregeln, die wir uns alle in Europa und in Afrika auferlegt haben.

Es ist nicht klar, ob durch solche Demonstrationszüge, die man in Berlin hatte, nicht ein weiterer Super-Spreader der Pandemie entsteht und nicht das propagierte Ende der Pandemie, wie dieses von den Demonstranten erklärt wurde.

Nicht nur Jens Spahn stellte auf Twitter fest, dass nicht nur die Hygieneregeln von uns allen in Zeiten der Pandemie abgefordert werden, sondern der Staat hat die Würde und die Unverletzlichkeit des Bürgers sicherzustellen. 

Hygieneregeln sind keine Verschwörungstheorien, sondern eine Schutzmaßnahme für ein demokratisches Zusammenleben, die man nicht mit Trillerpfeifen und Rufen nach Freiheit und Widerstand oder der Bezeichnung des Covid-19 Virus als Verschwörungstheorie leben kann.

Was Neonazi-Organisationen, wie der Berliner Innensenator Andreas Geisel, Sozialdemokratische Partei Deutschlands, erklärte, auf solchen Demonstrationen zu suchen haben, um ihr verschwörerisches völkisches Süppchen zu kochen, ist unklar.

Man erinnert an einen widerlichen Film der ehemaligen Nazi-Filmemacherin Leni Riefenstahl über den Parteitag der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, 1935, in dem man das Ende der Pandemie und den Tag der Freiheit feierte, als wäre der Führer der rechten Gesinnung längst wieder auferstanden.

Man kann sich über die Bezeichnung der „zweiten Welle“ nur wundern! Jedem dieser ewiggestrigen „Widerstandskämpfer aus dem rechten Lager“ muss klar sein, er gefährdet die Gesundheit seiner selbst und vieler tausender anderer Menschen.

Als würden tausend Neuinfektionen am Tag nicht reichen.

Bekanntlicherweise kam es im Rahmen der Verschwörungstheorien zu einer Veranstaltung des Verschwörungstheoretikers und Vegankochs Attila Hildmann. Zuvor hatte er schon mal darüber fabuliert, dass er Volker Beck mit der Todesstrafe richten wollte. Ob diesem Umstand, wird gegen Herrn Hildmann mittlerweile wegen Anstiftung zu einer Straftat, Beleidigung und Volksverhetzung ermittelt. 

Völlig tollwütig in der Gesinnung des Nationalsozialismus ist er, wenn er propagiert: „Hitler war ein Segen im Vergleich zu der Kommunistin Merkel„,  und sich selbst auf seinen Seiten als ultrarechts bezeichnet. Gefährlich wird es nur, wenn solche Persönlichkeiten Zugang zu sozialen Netzwerken haben, was die Demokratie natürlich einräumt.

Man fragt sich, was die Demonstranten erreichen wollen?

Das so  gepriesene eigene Volk ausrotten?

Ist es der Hass auf Links?

Oder ist es der Hass auf sich selbst?

Ist es der Hass auf die Disziplin, die von denen, die die Disziplin wie Wasser predigen, aber Wein saufen, selbst gefordert wird?

Was ist es?

Was wollen sie, diese Personen?

Unverständlich erscheint, warum die Demonstrationsgenehmigung überhaupt erteilt wurde.

Oder ist es nur einfach die Tollwut von denen, die keine Disziplin einhalten können oder wollen, die das Klima des Umsturzes schaffen wollen, weil sie glauben, dass ein kleines Virus sich gegen ihre politische Meinung stellen könnte?

Die Reichskriegsflagge zu zeigen,  die gestern im Tiergarten in Berlin im Wind wehte, ist erbärmlich. 

Die Reichskriegsflagge ist ein elendes Symbol einer Zeit, die vergessen schien. Selbstversorger, Reichsbürger, Rechtsradikale und Verschwörungstheoretiker waren unter sich und zeigten im Grunde genommen das, was sie können, nämlich in Momenten der allgemeinen Gefahr noch mehr Unruhe stiften und den demokratischen Rechtsstaat in einer Form abzuschaffen, wie es ihnen gerade passt.

Sie stilisieren sich als Opfer einer demokratischen Regierung, die ihnen die Freiheit und die demokratischen Grundlagen gibt zu demonstrieren, weil es nun mal das Coronavirus gibt und dieses nicht eine Verschwörungstheorie ist.

Das jedoch hindert die offensichtlich dissozialen Antidemokraten nicht an der massenweisen Verherrlichung des Naziregimes und dessen furchtbare Begleiterscheinungen. 

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