Titelbild: Beispielbild Pixabay
In Österreich wurde ein mit Rattengift verseuchtes Gläschen der Babynahrung von Hipp gefunden. Die Behörden und der Hersteller warnen eindringlich vor einer Lebensgefahr für Babys und Kleinkinder. Der Vorfall hängt mit einem mutmaßlichen Erpressungsversuch gegen das Unternehmen Hipp zusammen. Ein konkretes Glas der Sorte „Karotten mit Kartoffeln“ (190 Gramm) aus einer Spar-Filiale im Burgenland wurde von der Polizei sichergestellt und laborchemisch positiv auf Rattengift getestet. Ein Verzehr hat glücklicherweise nicht stattgefunden, doch die Gefahr ist real.
Bereits am Freitagabend hatte Hipp vorsorglich das gesamte Sortiment an Babykostgläschen bei der Supermarktkette Spar in Österreich zurückgerufen. Alle Gläser wurden aus den Regalen genommen, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass einzelne Produkte – insbesondere die Sorte „Karotte mit Kartoffel“ – manipuliert worden sind. Verdächtige Gläschen lassen sich an einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Boden des Glases erkennen. Manipulierte Gläser können zudem verdorben riechen. Eltern werden dringend aufgefordert, ungenutzte Hipp-Gläschen, die bei Spar gekauft wurden, nicht zu öffnen oder zu verfüttern, sondern unverzüglich in den Supermarkt zurückzubringen.
Bei Auffälligkeiten oder Verdacht sollte umgehend die Polizei kontaktiert werden (in Burgenland unter +43-5913310-3333). Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein, da Rattengift schwere Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod verursachen kann, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern, deren Körper noch empfindlich auf Gifte reagiert.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und die Polizei geht von einem externen kriminellen Eingriff aus. Ein Hinweis kam aus laufenden Ermittlungen in Deutschland, doch bisher konzentriert sich der bestätigte Fall auf Österreich (Burgenland, Spar-Filiale in der Region Eisenstadt/Schützen am Gebirge). Ähnliche markierte Gläser wurden auch in Tschechien sichergestellt. Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und das Gesundheitsministerium betonen, dass es sich um einen Erpressungsversuch handelt und der Verzehr potenziell tödlich sein kann.Gilt die Warnung auch für Deutschland?
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Nein, die aktuelle konkrete Warnung und der Rückruf betreffen ausschließlich Hipp-Produkte, die in Österreich bei Spar verkauft wurden. In Deutschland gibt es derzeit keinen vergleichbaren Rückruf oder bestätigten Vorfall mit Rattengift in Hipp-Babynahrung. Der Hersteller Hipp hat seinen Sitz in Deutschland, und die Polizei erwähnte nur, dass der Tipp aus deutschen Ermittlungen stammt – es handelt sich jedoch nicht um einen bundesweiten Vorfall oder eine Gefahr für den deutschen Markt. Dennoch ist es ratsam, bei allen Hipp-Produkten generell auf Unversehrtheit der Verpackung zu achten und im Zweifelsfall den Hersteller oder das örtliche Verbraucherschutzamt zu kontaktieren. Eltern in Deutschland können die offiziellen Seiten von Hipp und dem Bundesamt für Verbraucherschutz im Auge behalten, falls sich die Lage ausweitet.Eltern sollten in dieser Situation besonders vorsichtig sein und betroffene Produkte keinesfalls verwenden. Die Behörden bitten um Hinweise aus der Bevölkerung, um weitere manipulierte Gläser aufzuspüren und den Täterkreis zu ermitteln. Diese Warnung dient dem Schutz der Kleinsten – bei Unsicherheiten lieber auf Nummer sicher gehen und auf Alternativen ausweichen.
