Frankreich

Zwei Verdächtige wegen Diebstahl im Louvre in letzter Minute festgenommen

Titelbild: Interpol 

Am 19. Oktober 2025 drangen vier vermummte Einbrecher in den Pariser Louvre ein und stahlen in nur vier Minuten acht hochpreisige Schmuckstücke aus der Galerie Apollon, darunter Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen, die einst französischen Königinnen und Kaiserinnen wie Marie-Amélie oder Hortense gehörten und mit Tausenden von Diamanten und Edelsteinen besetzt waren.

Die Beute wird auf rund 88 Millionen Euro geschätzt und besitzt neben dem materiellen auch einen unschätzbaren historischen und kulturellen Wert, weshalb die Objekte sofort in die Kunstfahndungsdatenbanken von Interpol und dem Bundeskriminalamt eingetragen wurden, um einen Schwarzmarktverkauf oder die Einschmelzung zu verhindern. Die Täter nutzten einen gestohlenen Lastwagen mit Hebebühne, um über einen Lastenaufzug in das Museum zu gelangen, brachen mit Elektrowerkzeugen zwei Vitrinen auf, bedrohten das Personal kurzzeitig, ohne Gewalt anzuwenden, und flohen auf wartenden Rollern, wobei sie Teile ihrer Ausrüstung und möglicherweise ein Objekt zurückließen. Der Louvre blieb tagelang geschlossen, die Galerie Apollon ist bis auf Weiteres gesperrt, und die Museumsdirektorin Laurence des Cars äußerte sich zu den Sicherheitsmängeln, die nun im Senatsausschuss diskutiert werden. Die Ermittlungen der Pariser Banditenbekämpfungsbrigade laufen auf Hochtouren, da die Verdächtigen als erfahrene Profis gelten, die möglicherweise im Auftrag von Kunsthändlern handelten. Nur eine Woche später, am Abend des 25. Oktober, kam es zu einem Durchbruch. Die französische Polizei nahm zwei Männer aus der Pariser Vorstadt Seine-Saint-Denis fest, die polizeibekannt für zahlreiche Einbrüche sind und als Mitglieder der Bande vermutet werden. Einer der beiden wurde um 22 Uhr am Flughafen Charles-de-Gaulle in letzter Minute gestoppt, als er ein Flugzeug nach Algerien besteigen wollte, während der zweite in der Region Paris aufgegriffen wurde; beide sitzen nun in Untersuchungshaft wegen Bandendiebstahls und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Spuren wie Haare in einem am Tatort zurückgelassenen Motorradhelm und Fingerabdrücke im Fluchtfahrzeug führten zu den Festnahmen, und die Behörden suchen weiter nach den restlichen zwei Beteiligten, in der Hoffnung, die gestohlenen Juwelen schnell zu bergen, bevor sie zerlegt oder vernichtet werden.

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