Ukraine

Die Situation in der Ostukraine entgleitet ins Surreale

„Wir hätten da gerne mal ein Problem…“


Als hätte die Menschheit nicht schon genug Probleme.

Nach Corona und zahllosen Naturkatastrophen entspannt sich die Lage in der Ukraine nicht.

Orakeln im Weißen Haus

Präsident Biden ist sich sicher, dass Wladimir Putin innerhalb der nächsten Tage die Ukraine angreifen wird. Mal wieder. Diesmal mit Stoßrichtung Kiew.

Dafür spricht, wie die Agenturen berichten, das Putinsche Drehbuch, das ich jetzt in der Ostukraine abspielt. 

Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich und über die wahren Hintergründe der Hauptakteure erfährt man nur wenig. Fakt ist, letzte Woche fiel der Krieg zweimal aus, der so vehement von der amerikanischen Regierung, immer wieder in der gelebten Transparenz für den vergangenen Mittwoch angekündigt war.

Das mag alles stimmen – oder die Quellen der Vereinigten Staaten fallen auf Putins Desinformationskampagne rein. Was noch schlimmer wäre. 

Putin auf der anderen Seite fabuliert von einem Truppenabzug und wird heute selbst bei einem Manöver mit Atomwaffen anwesend sein, das zusammen mit Belarus und dem dortigen Despoten ausgeführt werden soll. 

Derweil erkennt die OSZE, dass in den umkämpften Gebieten in der Ostukraine die gegenseitigen Angriffe zunehmen. Der normale Leser hatte verstanden, dass die Beobachter in der letzten Woche aus Angst vor dem Krieg abgezogen sind.

Ja, nun beobachten sie, woher und wie bleibt offen.  

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz jetzt über eine „Russlandkrise“ zu dozieren, wie es die Außenministerin Baerbock tut, ist völlig deplatziert. Das Problem spielt sich in der Ukraine ab.

Zirkus Putin


Auf der anderen Seite, in der Ostukraine kann man nur auf Beobachtungen ebendieser OSZE vertrauen und nicht das wiedergeben, was die Beteiligten preisgeben.

Jetzt wurde heute Morgen bekannt, dass sich die selbst ernannte Republik Donezk der General-Mobilmachung unterzieht. Puschilin, ein Clown im Zirkus von Putin, kann nicht der Geigerzähler eines möglichen Krieges sein. Was man davon zu halten hat, weiß man nicht. Ist es ein taktisches Manöver, um Putin zur Hilfe zu rufen und eine Rechtfertigung für den lange angekündigten Krieg zu erhalten?


Oder ist es das absolute Nervenversagen der Satelliten Moskaus?


In der Ukraine geht man davon aus, wie  Korrespondenten und Beobachter berichten, dass der Angriff von Putin unmittelbar bevorsteht und dieser auf die Hauptstadt Kiew abzielt.

In dieser angespannten Lage ist die amerikanische Botschaft nach Lwiw in den Westen des Landes umgezogen.

Auch der Besuch von Olaf Scholz im Kreml brachte augenscheinlich nur eine Atempause und die Situation eskaliert von Tag zu Tag. 

Putin, der auf Dynamitfass sitzt, zündelt an der Schnur und vergisst dabei, das er einen Krieg zwischen den Großmächten, die Vereinigten Staaten und Russland, nur noch dadurch ist deeskalieren kann, indem er die Truppen von der Grenze komplett abzieht und sich wieder an den Tisch mit den Diplomaten begibt. 

Niemand aber versteht die Äußerungen des amerikanischen Präsidenten mehr, der immer wieder auf neue Angriffstermine hinweist und dadurch aber wahrscheinlich, wie von Putin gewünscht, an Glaubwürdigkeit verliert.

Aber die größten Verlierer sind die Bürger in der Ostukraine, um die scheinbar gar nicht mehr geht, sondern nur noch um das Drohpotenzial Ukraine.  Die derzeitige Situation ist von absoluter Unfähigkeit aller Beteiligten geprägt und scheint eine bis zur Lächerlichkeit verzogene Groteske internationaler Politik zu werden.

Themenverwandte Artikel

Kriegstelegramm XVI.

the kasaan times

Schwerster Angriff seit Kriegsbeginn – Ukraine mit Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen

the kasaan times

Ukrainische Landgewinne

the kasaan times

Putin bietet bei Kapitulation der Ukraine Gespräche auf höchster Ebene an

the kasaan times

Ukraine meldet anhaltende Kämpfe um Asow-Stahlwerk trotz angekündigter Feuerpause

the kasaan times

Ukrainische Kriegsgefangene berichten von systematischer Folter durch russischen Gefängnisarzt

the kasaan times

Wasserkraftwerk Kachowka in der Südukraine gesprengt

the kasaan times

Kriegstelegramm X

the kasaan times

Kriegstelegramm LXXXVII. Zermürbungskrieg

the kasaan times

Video zeigt russische Soldaten, die verhaftet wurden, weil sie den Einsatz in der Ukraine verweigert haben

the kasaan times

Kriegstelegramm LXXXII. Die Grauen des Krieges

the kasaan times

Kriegstelegramm II – unter falscher Flagge und mit brutalster Härte gegen die Zivilbevölkerung

the kasaan times

Hinterlasse einen Kommentar

*