Ukraine

Kriegstelegramm XL.- Die Ausreden des russischen UN-Gesandten Wassili Alexejewitsch Nebensja

Obwohl die Sanktionsschraube der russischen Wirtschaft schon an der Gurgel sitzt, will die amerikanische Regierung weitere Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängen.

Ob das dem Ziel, zumindest einen Waffenstillstand zu erreichen, dient, ist zweifelhaft. Jegliche neue Investitionen in Russland sollen verboten werden. Nach dem Brutalverbrechen, das international Aufsehen erregte, und Butscha zu einem Synonym für Völkermord und Kriegsverbrechen machte, sprach der russische UN-Botschafter, Wassili Alexejewitsch Nebensja, gestern Abend in den Vereinten Nationen in New York davon, dass Russland damit nichts zu tun hätte.


Russland würde nicht auf Zivilisten schießen. Allerdings sprach er das erste Mal über Krieg, was vermuten lässt, dass die Realität zumindest bei dem russischen Gesandten bei den Vereinten Nationen angekommen ist, dass es sich tatsächlich um einen Krieg und nicht um ein Putin’schen Sondereinsatz in der Ukraine handelt. Wie eh und je kommentierte der UN-Gesandte die Ereignisse in dem Kiewer Vorort.

Wenn man die Reden des UN-Gesandten der Russischen Föderation hörte, und die Zusammensetzung der angeblich verteilten Nahrungsmittelpakete ansah, konnte man fast mutmaßen, dass die russische Armee eine mildtätige Heilsarmee ist und war. Neben der üblichen Desinformationskampagne der Russischen Föderation um die Ereignisse in Butscha kann man durchaus davon ausgehen, dass das Vorbringen des Westens korrekt ist und zumindest Teile der russischen Sondereinsatztruppen völlig die Kontrolle verloren haben. Dafür spricht auch der Hohn, zu behaupten, die Zivilbevölkerung würde von Russland verschont. Da fragt man sich, was mit den ca. 160.000 Geiseln seit 5 Wochen in Mariupol ist.

 Da fragt man sich, warum in diesem Krieg so viele Kinder sterben mussten. Natürlich arbeitet die Desinformationsabteilung der Russischen Föderation schon daran, Butscha und die vielen anderen möglichen Orte, an denen und in denen Kriegsverbrechen begangen wurden, zu relativieren. 

Volodymyr Selenskij fordert den Ausschluss Russlands aus dem Sicherheitsrat. Jeden Tag eine weitere Eskalation, die am Ende in Gewaltfantasien einer völlig frustrierten russischen Einsatzgruppe endet. Wenn man die Bilder der Straßen in Butscha sieht, dann fragt man sich, warum überall Trümmer herumliegen, warum eine derartige Zerstörung überhaupt und wie eine derartige Zerstörung möglich ist.Angeblich soll es Zeugen geben, die die Täter in Butscha bezeichnen können und auch detaillierte Aussagen zu den Taten der russischen Truppen in der Stadt machen können. Eine beiläufige Meldung ist heute Morgen, dass der Internationale Strafgerichtshof nicht genug Geld besitzen würde, um derlei Verbrechen aufzuklären. Um der Absurdität noch die Krone aufzusetzen, wir reden über ein absolutes Kriegsverbrechen und nicht über irgendeinen Hühnerdiebstahl. Angeblich werden die Täter, die dieses Verbrechen begangen haben, schon von Spezialeinheiten des Westens gejagt. Im Augenblick ist es noch nicht klar, wann es zu den brutalen Taten gekommen ist. Es sollen Gerichtsmediziner vor Ort sein. Jede Leiche soll obduziert und kommentiert werden.

Jetzt, wo Butscha befreit ist, wäre es doch ein Einfaches, im Namen des Internationalen Strafgerichtshofes Rechtsmediziner, Richter und Staatsanwälte in die Ukraine zu fliegen und mit den Russen zu vereinbaren, die Leichen gemeinsam auszugraben und festzustellen, wer diese abscheulichen Taten begangen hat.

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