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Kanonenboot-Politik in der Karibik

Titelbild: USS Gerald Ford, Public Domain 

Seit August 2025 führt die US Navy unter Trump einen offenen Militäreinsatz in der Karibik durch, offiziell gegen Drogenkartelle, faktisch auch als Druckmittel gegen Venezuela. Die USS Gerald R. Ford, F-35-Jets, Reaper-Drohnen, U-Boote und 10.000 Soldaten sind permanent stationiert.

Puerto Rico wurde mit dem wiedereröffneten Stützpunkt Roosevelt Roads zum zentralen Hub. Bis Mitte November 2025 gab es mindestens neun tödliche Strike-Operationen mit Hellfire-Raketen und Bordkanonen auf verdächtige Boote; über 40 Tote, darunter Zivilisten.
Das Pentagon stuft die Kartelle als „narcoterroristische Gruppen“ ein und wendet damit dieselben Einsatzregeln an wie früher gegen al-Qaida.

Venezuela antwortete mit russischen S-400-Systemen und Großmanövern, die OAS ist gespalten, mehrere karibische Staaten protestieren gegen Verletzung ihrer Hoheitsgewässer. Der Einsatz ist die größte permanente US-Militärpräsenz in der Karibik seit der Kubakrise und wird von Kritikern als schleichende Kanonenbootpolitik ohne Kongressmandat bezeichnet.

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