Ukraine

Gouverneur: 13 Zivilisten in ukrainischer Region Dnipropetrowsk getötet

Tabelle: Irpin, Ukraine
SERGEI SUPINSKY AFP
TOPSHOT – Kinder spielen am 9. August 2022 in Irpin auf dem symbolischen Friedhof der von russischen Truppen erschossenen Autos, von denen einige von lokalen Künstlern bemalt wurden, während der russischen Invasion in der Ukraine. (Foto von Sergei SUPINSKY / AFP)

Kiew, Ukraine

Bei einem russischen Bombardement in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach ukrainischen Angaben 13 Zivilisten getötet worden. „Es war eine schreckliche Nacht“, schrieb der örtliche Gouverneur Valentin Resnitschenko am Mittwoch im Messenger-Dienst Telegram. Zunächst sprach er von elf getöteten Zivilisten, später teilte er mit, dass zwei weitere Menschen ihren Verletzungen erlegen seien.

Resnitschenko rief die Einwohner eindringlich auf, auf Sirenen zu hören und Schutz zu suchen. „Ich bitte Sie und flehe Sie an (…) Lassen Sie die Russen Sie nicht töten“, warnte er.

Zwölf der Todesopfer wurden demnach im Dorf Marganez gezählt, das auf der anderen Seite des Flusses Dnipro gegenüber des Atomkraftwerks von Saporischschja liegt, wie der Regionalratsvorsitzende Mykola Lukschuk mitteilte. Durch das Bombardement seien mehrere Verwaltungsgebäude, eine Schule und ein Kulturzentrum beschädigt worden. Außerdem seien wegen der Unterbrechung einer Leitung tausende Menschen ohne Strom.

Saporischschja im Süden der Ukraine ist das größte Atomkraftwerk Europas und verfügt über sechs der insgesamt 15 ukrainischen Atomreaktoren. Es liegt nicht weit von der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim entfernt. Das Akw ist seit Anfang März von der russischen Armee besetzt. In den vergangenen Tagen geriet es wiederholt unter Beschuss, wobei Russland und die Ukraine sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich machten.

yb/cp

© Agence France-Presse

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