Titelbild:Elisabeth Kutter-TikTok-screenshor
Betrugsmasche auf TikTok: „Elisabeth Kutter“ verspricht 20.000 Euro“
In den sozialen Netzwerken macht derzeit ein Profil unter dem Namen „Elisabeth Kutter“ auf sich aufmerksam. In mehreren Videos, die in den letzten Tagen auf TikTok geteilt wurden, kündigt die Person an, heute 30 Menschen bei der Zahlung ihrer Miete und ihrer Rechnungen unterstützen zu wollen. In weiteren Beiträgen ist die Rede von Geldgeschenken in Höhe von 20.000 Euro und 50.000 Euro. Gezeigt werden dazu Aufnahmen von Bargeldstapeln und Geldzählmaschinen. Interessierte werden aufgefordert, sich per Direktnachricht zu melden und zu erklären, wofür sie das Geld verwenden würden.
Die Masche ist Verbraucherschützern bereits bekannt. Hinter solchen Angeboten verbergen sich in vielen Fällen sogenannte Advance-Fee-Betrüger. Den Nutzern werden hohe Summen versprochen. Im weiteren Verlauf der Kommunikation wird dann jedoch eine Zahlung im Voraus verlangt. Begründet wird dies meist mit angeblichen Gebühren, Steuern oder einer Versicherung, die nötig sei, damit das Geld überwiesen werden könne. Sobald die Zahlung erfolgt ist, bricht der Kontakt in der Regel ab.
Auffällig an dem Profil „Elisabeth Kutter“ ist, dass die gezeigten Bilder nicht eindeutig zuordenbar sind. Auf einigen Aufnahmen sind Geldscheine zu sehen, die nicht dem Euro-Währungsraum entstammen. Belege für eine tatsächliche Hilfsorganisation oder einen gemeinnützigen Hintergrund fehlen vollständig. Auch Angaben zu einem Impressum oder einer verantwortlichen Stelle sucht man vergeblich.
Die Polizei und Verbraucherschutzstellen raten dringend dazu, auf derartige Nachrichten nicht zu reagieren und auf keinen Fall Geld zu überweisen. Seriöse Spenden oder Hilfsangebote laufen in Deutschland stets über registrierte Vereine, Stiftungen oder bekannte Plattformen und sind transparent nachvollziehbar. Nutzer, die auf das Profil gestoßen sind, sollten es direkt bei TikTok melden und den Kontakt abbrechen.
Die Kasaan Times weist darauf hin: Wer Hilfe braucht, findet Unterstützung bei lokalen Beratungsstellen, beim Sozialamt oder bei anerkannten Hilfsorganisationen. Schnelles Geld per TikTok-Nachricht gibt es nicht.
