Justiz

Die Pandora Papers mutieren gerade zu einem internationalen Giga-Skandal

Manche Politiker stehen den Geldwäschern der Kokain-Mafia näher als ihrem eigenen Volk

Die Offenbarung des ICIJ, die die Pandora Papers nach den Panama Papers und den ganzen anderen Leaks der letzten Jahre bringen, lässt den Betrachter staunen und letztendlich verstehen, wie engmaschig das Netz zwischen kriminellen Strukturen, wie der Mafia, und der Politik mittlerweile gewoben ist.

Ein Beispiel ist Gal Barak, der über Trading Plattformen hunderte Millionen verdiente und die Anleger für seine Krypto-Währungen buchstäblich im Regen stehen liess. Die Pandora Papers sind allerdings eine Steigerung dessen, was man sich als normaler Mensch noch vorstellen kann. Aber die Papiere führen zu Strukturen in die 1980er Jahre zurück.

Wer regiert eigentlich die Welt?

Wer sich die Mühe macht, die geleakten Papiere zu lesen und die Verzahnungen zu erkennen, die auf 11,9 Millionen Dokumenten hinterlassen sind, kann über die finanziellen Manipulationen eines Tony Blair, eines Vladimir Putin oder eines Königs Abdullah von Jordanien staunen, über Andrej Babis.

Glaubte man, dass vor einigen Jahren das Datenleak von Mossack Fonseca ein einmaliges Ereignis war, kann man sagen, dass Panama nicht die einzige Steueroase war, die von Rechtsanwälten und Bankern bedient wurde. Briefkastenfirmen, die von mafiösen Strukturen aus Anwaltskanzleien oder dubiosen Firmengründern für Oligarchen, Mafiosi, Politiker oder auch so manche Sternchen bereitgehalten wurden, führen interessanterweise nach Zypern, Malta und Monaco.

Hierbei führt die Spur zu Hintermännern der internationalen Pornobranche und zu Geldwäsche aus den Seitenarmen dieser Branche, die sich mittels der Verzahnung von Politik und Geldwäschern in den Steueroasen aufhalten können. Gewaschen wurde über Kleinstaaten. Glücksspiel und Kokainhandel zeigt sich auf einem Teil der Papiere. Miese Geschäfte, denen sich scheinbar eine ganze elitäre Klasse verschrieben hat. Die, die Welt regieren.

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