Automobil

Ford Taunus Turnier – einer der besten seiner Zeit

Titelbild: Charles01 Ford Taunus Turnier 3.0

Der Ford Taunus Turnier gehörte damals tatsächlich zu den besten und beliebtesten Fahrzeugen seiner Klasse.
Als Kombi-Variante der erfolgreichen Taunus-Baureihen, vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren, verkörperte er die ideale Mischung aus Praktikabilität, Zuverlässigkeit, Komfort und einem Hauch amerikanischer Großzügigkeit, die auf dem europäischen Markt hervorragend ankam.

In einer Zeit des Wirtschaftswunders bot der Turnier als geräumiger Familienwagen enorm viel Platz für Personen und Gepäck. Die Turnier-Modelle, ob als Zwei- oder später Viersitzer-Kombi, zeichneten sich durch variable Ladekonzepte aus – von seitlich öffnenden Türen über amerikanisch anmutende Klapphecktüren bis hin zu praktischen einteiligen Heckklappen.
Besonders die vier­türige Variante beim P5 galt als Pionier in Deutschland und machte den Wagen zum perfekten Begleiter für Urlaubsreisen, den Alltag mit Kindern oder den Transport von sperrigen Gütern. Die Karosserien waren robust gebaut, die Innenräume hell und freundlich gestaltet, oft mit zweifarbigen Polstern und einer typisch transatlantischen Note, die ein Gefühl von Modernität und Wertigkeit vermittelte.


Technisch überzeugte der Taunus Turnier durch seine ausgereifte Mechanik. Frühere Generationen wie der P3 „Badewanne“ oder der P5 setzten auf V4- und später V6-Motoren, die eine gute Balance aus Leistung und Laufkultur boten. Der P5 etwa brachte bis zu 90 PS aus dem Zweiliter-V6 und ermöglichte entspanntes Reisen bei höheren Geschwindigkeiten. Ab dem Taunus TC („Knudsen-Taunus“) ab 1970 kamen moderne OHC-Vierzylinder und weiterhin die Kölner V6-Motoren zum Einsatz, die für damalige Verhältnisse sparsam, langlebig und wartungsfreundlich waren. Das Fahrwerk entwickelte sich von der weichen, komfortorientierten Abstimmung der früheren Modelle hin zu besserer Handlichkeit mit Schraubenfedern und Stabilisatoren – ohne den typischen Familienwagen-Komfort zu verlieren. Viele Besitzer lobten die solide Verarbeitung, die angenehme Langstreckentauglichkeit und die Alltagstauglichkeit, die den Turnier zu einem echten Alleskönner machten.


Was den Taunus Turnier zu einem der besten Fahrzeuge seiner Epoche machte, war vor allem seine ausgewogene Gesamtkonzeption. Er war erschwinglich, aber nicht billig wirkend, bot mehr Raum und Variabilität als viele Konkurrenten wie der Opel Rekord und verkaufte sich millionenfach. In Zeiten, in denen Familienautos noch echte Nutzfahrzeuge sein mussten, ohne auf Stil zu verzichten, traf er genau den Nerv der Zeit. Viele Exemplare überdauern bis heute als liebenswerte Youngtimer, weil sie einfach, robust und charaktervoll sind.


Der Ford Taunus Turnier stand für unkomplizierte Mobilität, die im Alltag und auf Reisen gleichermaßen glänzte – ein echter Klassiker, der zu Recht als eines der besten Fahrzeuge „damals“ in Erinnerung bleibt.

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