Damals Trump

Trump ist größenwahnsinnig geworden- er belästigt den Papst mit Allmachtsfantasien

 

Titelbild: „Jesus“ Trump, Screenshot Truth Social Donald Trump

Am Wochenende hat sich der Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und Papst Leo XIV. deutlich zugespitzt.
Der erste amerikanische Papst in der Geschichte der katholischen Kirche hatte in einer eindringlichen Predigt und bei einem großen Friedensgebet im Petersdom ein sofortiges Ende aller Kriege gefordert.



Dabei kritisierte er scharf die „Allmachtsfantasien“, die seiner Ansicht nach immer unberechenbarer und aggressiver um sich greifen und Konflikte antreiben. Er appellierte an die Verantwortlichen der Welt, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, statt weiter auf Gewalt zu setzen, und nannte bestimmte Drohungen – ohne Trump direkt beim Namen zu nennen – „wirklich inakzeptabel“. Besonders im Fokus stand dabei der laufende Krieg im Iran sowie die US-amerikanischen und israelischen Militäroperationen, bei denen es auch um zivile Infrastruktur und harte Ultimaten gegangen war.



US-Präsident Donald Trump fühlte sich offenbar persönlich angesprochen und reagierte mit einer ungewöhnlich scharfen und persönlichen Attacke. Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte er einen ausführlichen Beitrag, in dem er Papst Leo XIV. als „schrecklich“ in der Außenpolitik bezeichnete und ihm vorwarf, „weak on crime“ zu sein. Er erklärte, er wolle keinen Papst, der es akzeptabel finde, dass der Iran Atomwaffen besitze, oder der die amerikanische Politik in anderen Konflikten wie Venezuela kritisiere. Trump warf dem Pontifex zudem vor, sich zu sehr dem „Radical Left“ anzubiedern und sich wie ein Politiker statt wie ein geistliches Oberhaupt zu verhalten. Er forderte Leo auf, „Common Sense“ zu nutzen, sich zusammenzureißen und sich auf seine eigentliche Aufgabe als Papst zu konzentrieren, anstatt die Kirche zu schädigen.Besonders brisant war eine Passage, in der Trump behauptete, der Papst solle ihm eigentlich dankbar sein. Leo XIV. sei nur gewählt worden, weil er Amerikaner sei – und weil die Kirche geglaubt habe, ein US-Papst würde den Umgang mit Präsident Trump erleichtern. Wörtlich schrieb Trump: „Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan.“



Er betonte, die Wahl des ersten amerikanischen Papstes sei eine Überraschung gewesen und habe vor allem mit seiner eigenen Präsenz im Weißen Haus zu tun. Später bekräftigte Trump diese Haltung auch gegenüber Reportern und fügte hinzu, er sei „kein großer Fan“ von Papst Leo und halte ihn nicht für besonders erfolgreich in seinem Amt.
Der Streit ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Noch bei der Wahl von Robert Francis Prevost zum Papst Leo XIV. im Jahr 2025 hatte Trump die Ernennung als „große Ehre für unser Land“ begrüßt.
Nun stehen sich zwei prominente Figuren gegenüber, die beide den christlichen Glauben für sich in Anspruch nehmen, ihn aber grundlegend unterschiedlich auslegen. Während Trump seine harte Außenpolitik mit dem Prinzip „Frieden durch Stärke“ rechtfertigt und sich auf seine überwältigende Wahlsieg beruft, sieht der Papst darin Hybris und eine Verletzung christlicher Grundwerte wie Nächstenliebe, Dialog und den Schutz des Lebens. Leo XIV. hat in den vergangenen Wochen wiederholt vor der Instrumentalisierung Gottes für kriegerische Zwecke gewarnt und betont, dass der Name Gottes nicht in „Diskurse des Todes“ hineingezogen werden dürfe.Bisher hat der Vatikan auf die neuesten Äußerungen Trumps nicht offiziell reagiert.
Daneben beschftigt sich Trump mit dem ersten Wolkenkratzer der Trump Organisation auf dem Mond.Wie man anhand des Screenshot bei Truth Social sieht.

Screenshot: Trump auf dem Mond, Truth Social, Donald John Trump




Innerhalb der US-amerikanischen Bischofskonferenz gab es jedoch bereits erste bedauernde Stimmen, die betonten, der Papst sei kein politischer Rivale, sondern der Stellvertreter Christi, der aus dem Evangelium spreche. Der Konflikt unterstreicht die tiefe Kluft zwischen einer machtpolitischen, abschreckungsorientierten Haltung und einer traditionell pazifistischen, auf Versöhnung ausgerichteten Position der katholischen Kirche. Ob und wie dieser ungewöhnliche öffentliche Schlagabtausch zwischen dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und dem Oberhaupt von über 1,4 Milliarden Katholiken weitergeht, bleibt abzuwarten – es handelt sich um ein Schauspiel, das in der modernen Geschichte seinesgleichen sucht.

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