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Gratis-Spenden der „Föderation des Don“

Titelbild: Screenshot Föderation des Don, TikTok 

Gratis-Spenden für Rentner? Die „Föderation des Don“ – Ein dreister Betrug aus Abidjan

Wir warnen vor diesen Parasiten, die sich in den Vororten von Paris wie Marne-la-Vallée und Boulogne-Billancourt versteckten wollen.
Die „Föderation des Don“ ist nur der neueste Witz in einer langen Reihe von Abzocken.
Es gibt leider ganz viele Geschädigte, die bereits auf diesen Schwindel hereingefallen sind.

Die Masche.
Ein Köder mit Kindern und falschen Versprechungen

Screenshot TikTok, Föderation des Don, 2026 

Stellen Sie sich vor.

Sie scrollen durch TikTok, Facebook oder WhatsApp, oder einfach eine E-Mail und plötzlich taucht ein Post auf. Fröhliche Kinder sitzen bei Pizza und Pepsi, thumbs-up in die Kamera, und der Text verspricht im holprigen Deutsch: „Herr und dame, Sie haben schon von dem Projekt gehört! SPENDE an die internationale Gemeinschaft!!! Die Deutsche internationale organisation ist bestrebt, jedem Rentner oder nicht Rentner anzubieten… und arbeitende Spendendienste.“ Dazu ein alter französischer Stempel aus dem Jahr 1848 – als ob das seriös wirken würde! Eine verzerrte Trikolore.

Sie versprechen „5 verschiedene Dossiers“ von anonymen Gönnern, die Ihnen kostenlos Geld schenken wollen. Persönlich! Ohne Grund! Weil, na ja, warum nicht?

Das ist der Haken.
Es klingt wie ein Traum, besonders für Rentner, die vielleicht knapp bei Kasse sind. Aber es ist ein Albtraum. Diese Clowns nutzen emotionale Köder wie Kinderfotos (gestohlen aus dem Netz, wahrscheinlich aus amerikanischen Events), um Ihr Mitleid zu wecken. „Schreiben Sie uns privat oder kontaktieren Sie uns per WhatsApp“, heißt es dann – mit Nummern wie +33 74 05 35 46 oder +33 6 03 89 79 97. Sobald Sie anbeißen, fängt der echte Spaß an: Gefälschte Schecks (z. B. über 11.000 Dollar von dubiosen Stiftungen), aber um das Geld zu „freizuschalten“, brauchen Sie eine „kleine Gebühr“. Zuerst 200 Euro für die Bearbeitung, dann 500 für Steuern, dann 1.000 für die Bank – und plötzlich sind Sie Tausende los, ohne einen Cent zu sehen.

Die Herkunft: Aus den Cybercafés von Abidjan, mit französischen Spuren

Wir haben das Netzwerk zurückverfolgt – und es führt direkt nach Abidjan in der Elfenbeinküste, wo ganze Banden in armen Vierteln sitzen und Europa ausplündern. Die Sprache verrät sie: Französischer Einschlag überall („Herr und dame“ ist ein direkter Import aus „Monsieur et Madame“), grammatikalische Katastrophen („Rentenr“ statt „Rentner“, „Schenking“ statt „Schenkung“) und Sätze, die wie ein kaputter Übersetzer klingen.
Die +33-Nummern sind gefälschte VOIP-Leitungen aus Frankreich, die sie mieten, um europäisch zu wirken – und die Spuren führen sogar zu Orten wie Marne-la-Vallée (bei Disneyland Paris) und Boulogne-Billancourt (ein Vorort von Paris, voller Firmen und Büros). Das sind wahrscheinlich gefälschte Adressen, die sie in ihren „Dossiers“ verwenden, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Aber in Wirklichkeit sitzen diese Typen hinter ihren Bildschirmen in Abidjan, teilen Scripts und lachen sich kaputt über die nächsten Opfer.

Das hängt eng mit dem berüchtigten „System Alina“ zusammen – einem Romance-Scam-Netzwerk aus Abidjan.

Nun benutzen sie die Namen ihrer ehemaligen Opfer, um Vertrauen zu schaffen. 
Früher haben sie mit falschen Liebesgeschichten gearbeitet, heute drehen sie es um: Kein Flirten nötig, nur „gratis Geld!“ versprechen. Es ist die gleiche Bande. 

Organisiert, skrupellos, und sie zielen auf Senioren ab, weil die oft vertrauensvoller sind. Tausende Geschädigte in Deutschland, Frankreich und Europa haben schon gemeldet, dass sie Hunderte oder Tausende Euro verloren haben – und die Behörden in der Elfenbeinküste tun wenig dagegen. Fast nichts.

Warum fällt man drauf rein? Und wie viele sind betroffen?

Einfach gesagt: Weil es clever ist. Die Umkehrung der klassischen Erbschafts-Masche macht Sie zum „Gewinner“ – wer würde da nicht mal nachfragen? Dazu die Kinder als Köder, die alten Stempel für den „offiziellen“ Look und die Push auf WhatsApp, wo alles privat bleibt. Aber die Wahrheit: Keine echte Organisation, kein Impressum, keine Transparenz. Die Likes und Follower? Gekauft oder von Bots. Und die Geschädigten? Viele! Foren und Verbraucherschutz-Organisationen berichten von Hunderten Fällen allein in den letzten Monaten – Rentner, die viel verloren haben, bevor sie merkten, dass es Betrug ist. Es trifft besonders Ältere, die nicht so misstrauisch sind oder Hilfe brauchen.


Wir raten Ihnen dringend:
Ignorieren Sie es!
Kein Klick, keine Nachricht, kein Anruf. Blocken Sie die Nummern.
Dokumentieren Sie alles: Machen Sie Screenshots vom Post, Profil und Text – für Beweise.
Melden Sie es: Bei TikTok/Facebook als Betrug markieren. Weiter an die Verbraucherzentrale (verbraucherzentrale.de) oder Polizei (Cybercrime-Einheit).
Prüfen Sie immer:
Echte Hilfsorganisationen fordern nie Gebühren für Spenden. Suchen Sie nach DZI-Siegel oder offiziellen Registern.
Wenn Sie schon bezahlt haben:

Melden Sie es sofort! Es gibt Chancen, Geld zurückzuholen über Banken oder Gerichte.

Teilen Sie diesen Artikel in Ihren Kreisen – in Seniorengruppen, Nachbarschafts-Apps oder Foren. Je mehr wissen, desto weniger Opfer. 
Bleiben Sie wachsam!


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