Großbritannien

Starmers Epstein Chaos

 

Titelbild Keir Starmer, The Prime ministers Office, Licence 3.0

Keir Starmer, der britische Premierminister, steht im Februar 2026 inmitten eines der schwersten politischen Skandale seiner Amtszeit, der durch die engen Verbindungen des ehemaligen Botschafters Peter Mandelson zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ausgelöst wurde und zu wachsenden Forderungen nach seinem Rücktritt führt.

Der Konflikt begann bereits 2024, als Starmer Mandelson, einen langjährigen Labour-Politiker und engen Vertrauten, trotz bekannter Kontakte zu Epstein zum britischen Botschafter in den USA ernannte, was als eine der einflussreichsten diplomatischen Positionen Großbritanniens gilt. Mandelson, der bereits in der Vergangenheit durch Skandale über Geld und Ethik aufgefallen war, hatte Epstein nach dessen Verurteilung 2008 wegen Sexualdelikten mit Minderjährigen weiterhin getroffen und korrespondiert, was Starmer und seinem Team zumindest teilweise bekannt gewesen sein soll. Die Sicherheitsdienste hatten Starmer sogar vor der Ernennung gewarnt, doch er überging diese Bedenken und setzte Mandelson ein, was später als katastrophaler Fehlgriff gewertet wurde. Im September 2025, nach der Veröffentlichung einer ersten Tranche von Epstein-Dokumenten durch das US-Justizministerium, die eine enge Freundschaft zwischen Mandelson und Epstein enthüllten, entließ Starmer den Botschafter abrupt.

Diese Dokumente zeigten, dass Mandelson Epstein nach dessen Haftstrafe weiterhin als Freund bezeichnete und sogar finanzielle Transaktionen in Höhe von etwa 75.000 US-Dollar in den Jahren 2003 und 2004 erhalten hatte, die mit Mandelson oder seinem Ehemann in Verbindung standen. Mandelson hatte bei der Überprüfung durch die britischen Behörden offenbar falsche Angaben gemacht und seine Beziehung zu Epstein verharmlost, was Starmer später als „Lügen“ bezeichnete. Die Eskalation erreichte ihren Höhepunkt Ende Januar 2026, als weitere Tausende von E-Mails und Dokumenten freigegeben wurden, die eine noch intensivere Beziehung offenbarten, einschließlich vertraulicher Informationen und versteckter Kontakte, die Mandelson nicht offengelegt hatte. Diese Enthüllungen lösten eine Welle der Empörung aus und stellten Starmers Urteilsvermögen massiv in Frage, da er Mandelson trotz Warnungen protegiert hatte. In der Folge trat Mandelson nicht nur aus der Labour-Partei aus, sondern gab auch seinen Sitz im House of Lords auf, dem Oberhaus des britischen Parlaments. Der Skandal breitete sich rasch auf Starmers engstes Umfeld aus: Am 8. Februar 2026 reichte Morgan McSweeney, Starmers Stabschef und ein enger Verbündeter Mandelsons, seinen Rücktritt ein, da er die Ernennung empfohlen hatte und die volle Verantwortung übernahm.

McSweeney, der als Architekt von Starmers Wahlsieg 2024 galt, gab zu, dass die Entscheidung „falsch“ gewesen sei und das Vertrauen in die Politik beschädigt habe. Nur einen Tag später, am 9. Februar, folgte der Rücktritt des Kommunikationschefs Tim Allan, was die Regierung weiter destabilisierte. Diese Abgänge wurden als Zeichen tiefer interner Risse interpretiert und verstärkten die Kritik an Starmer, der in einer emotionalen Ansprache vor Labour-Abgeordneten erklärte, er sei nicht bereit, sein Mandat aufzugeben und das Land ins Chaos zu stürzen. Dennoch wuchsen die Rücktrittsforderungen. 

Anas Sarwar, der Führer der schottischen Labour-Partei und einst ein enger Verbündeter Starmers, forderte am 9. Februar öffentlich dessen Rückzug, mit der Begründung, es habe „zu viele Fehler“ gegeben und der Skandal sei der größte politische Vorfall seit einem Jahrhundert. Sarwars Intervention war ein Schock für die Partei, da er Starmer zuvor unterstützt hatte, und sie signalisierte eine wachsende Revolte innerhalb der Labour-Reihen. Auch Oppositionspolitiker wie Robert Jenrick von Reform UK nutzten die Gelegenheit, um Starmer als „wartend auf den Ausgang“ zu verspotten und forderten eine Neuwahl, da die Regierung in Chaos versinke. Starmer entschuldigte sich mehrmals bei den Opfern Epsteins und versprach, alle relevanten Dokumente zur Ernennung Mandelsons freizugeben, um zu beweisen, dass Mandelson die Behörden getäuscht hatte.
Dennoch blieb eine direkte Entschuldigung an die Opfer in manchen Kontexten aus, was weitere Kritik provozierte. Die öffentliche Meinung ist gespalten: Umfragen zeigen einen Rekordtiefstand im Vertrauen in Starmer und seine Regierung, mit Prognosen auf Plattformen wie Polymarket, die eine 66-prozentige Wahrscheinlichkeit für seinen Abgang vor Ende 2026 sehen. Kabinettsminister wie Angela Rayner und andere potenzielle Nachfolger haben Starmer jedoch öffentlich unterstützt, was andeutet, dass er kurzfristig überleben könnte, auch wenn seine Autorität geschwächt ist.

Der Skandal wirft nicht nur Fragen zur Vetternwirtschaft in der Politik auf, sondern unterstreicht auch die anhaltenden Auswirkungen der Epstein-Affäre, die globale Eliten weiterhin erschüttert, ohne dass Starmer selbst direkt in den Dokumenten erwähnt wird oder Epstein je getroffen hat. Bislang hat Starmer alle Rücktrittsforderungen abgelehnt und betont, er wolle das Land verändern, doch der Druck aus Partei, Opposition und Öffentlichkeit wächst stetig, und Experten sehen dies als potenziell existenzbedrohende Krise für seine 19-monatige Amtszeit.

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