Ukraine

Kriegstelegramm XXII.

Titelbild:

Protestkundgebung am 24. Februar in Moskau, russische Plakataufschrift: „Nein zum Krieg! Putin verschwinde!“

Акутагава – Eigenes Werk

Als Wladimir Putin gestern in Moskau den 8. Jahrestag der Krim-Annektion feierte, stellte ihm nicht nur ein“Server-Problem“ die Rede ab, zuvor war eine Gruppe aufgetreten, die Stalin besang und hochleben ließ.

Sinnbildlich sagt dieser Abgesang auf den 1953 verstorbenen Diktator Iossif Wissarionowitsch Dschugaschwili, genannt Stalin, alles. Zahllose Jubelrussen waren in Bussen angekarrt worden, um den mit einer für einen „Präsidenten“ unwürdigen Sprache agierenden Putin hochleben zu lassen.

In Zügen erinnerte die Rede an die armseligen Vorträge des Goebbels-Propaganda Automaten der 1940er Jahre, die den Tod von Tausenden in dürre Worte zu kleiden wussten und immer noch als die Retter der Welt auftraten. An der Zeit hat sich etwas geändert, an der Demagogie nichts.

Die Veranstaltung war ein weiteres Eigentor des  russischen Diktators. Natürlich werden die Gegner des russischen Regimes die Rache des Mannes spüren, die sich gegen seine Großmannssucht wenden.

Er hasst den Westen, aber liebt die Annehmlichkeiten, wie die Schweiz, wo seine Geliebte, seine Frau(?), die Turnerin Alina Kabaeva, mit gemeinsamen Kindern in einem Château am Luganer See residieren soll. Es gab sogar eine Petition, diese Dame aus der Schweiz zu verweisen. 


Dass Putin und Stalin nicht weit auseinanderliegen und politisch nur die Ausbeute eines Landes betreiben, nämlich Russlands, dürfte mittlerweile auch den größten Nationalisten bekannt sein.

Putin hat Jahre Zeit gehabt, in Europa Unfrieden durch Nationalisten zu schaffen, die er sicherlich gut und gerne bezahlt hat. Seine zum Teil völlig entgleiste Rede benützte gleiche Sprache, gleichen Stil wie Stalin vor den Säuberungen der 1930er-Jahre.

Denis Peskow, Sprachrohr des russischen Repressionsapparates, drohte gleich danach, dass die Verräter geholt würden.

Putin spürt die Folgen seiner Verbrechen. Putin regiert, wie zu Zeiten des KGB oder Stasi, mit dem Geheimdienst seine paranoiden Vorstellungen  von einer neuen UdSSR, die er und seine Lakaien ganz Belieben plündern können.

Eine diplomatische Lösung will Putin nicht, er will Zeit gewinnen. Weil Putin Diplomati als brutaler Diktator zuwider ist.

Mittlerweile ist er, das mag ihn bestätigen in seinem Kampf für ein Großrussisches Reich, das Symbol des Bösen, wie Stalin, wie Hitler, Pol Pot.

Noch funktionieren die Wege seiner widerwärtigen Autokratie, die er der ganzen Welt überstülpen will. Die Propaganda, die rechten, nationalistischen Ketten, die Putin in den Jahren in der verbrecherischen Ideologie aufgebaut hat, funktionieren noch, zunehmend aber schleichen sich Fehler in die überkommenen Strukturen des Kreml-Herrschers ein. 


Der Widerstand selbst in der Demokratur Russlands wächst täglich und garantiert, trotz Säuberungen, die baldige Implosion des Systems Putin.

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