Polizei Itzehoe
Cold Case

Überwältigende Zuschauerreaktionen – Update im Cold Case Herbert Kahrs, 1983

Wie das ZDF nach der Sendung am Mittwoch, dem 12.5.2021 schrieb, bewegte der Fall die Zuschauer sehr. 

Es gingen Hinweise ein, die ähnlich gelagerte Fälle aufzeichneten. Seltsam ist allerdings, dass die ähnlich gelagerten Fälle der Polizei nicht bekannt waren.

Dazu wurde verlautbart, dass eine konkrete Person benannt worden sei, die mit dem Geschehen in Verbindung stehen soll. Diesen Spuren geht die Polizei nunmehr nach. 

In der Kultfahndungssendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ wird in der Ausgabe am 12.5.2021 der Fall des 1983 verschwundenen und danach ermordeten Herbert Kahrs das zweite Mal behandelt.

In dem ersten Beitrag, noch zu Zeiten Eduard Zimmermanns, am 5.10. 1984, wurde der mysteriöse Mord an Herbert Kahrs thematisiert.

Was war geschehen?

Am Morgen des 10. September 1983 fuhr der damals 34-jährige Herbert Kahrs gegen 6.30 Uhr aus Twielenfleth im Lkr. Stade ab zur Arbeit. Dazu benutzte der Familienvater seinen senffarbenen Toyota Corolla mit dem amtlichen Kennzeichen STD – JE 69, um zu seiner Arbeitsstelle, einen Aldi-Supermarkt im Langenfelder Damm in Hamburg, zu gelangen. Herbert Kahrs war Filialleiter von Aldi. An einer Tankstelle auf dem Weg tankte er noch für knapp 50 DM, zahlte mit Tankschecks, die weder personen-, noch fahrzeugbezogen waren. Er soll sehr nervös gewesen sein, sagte der Tankwart in der späteren Aussage. Ab diesem Augenblick verlor sich die Spur Kahrs. Sein Fahrzeug wurde mehrfach in den nächsten Wochen im Hamburger Stadtgebiet gesichtet, darunter einmal im Halteverbot vor einer Hochhaussiedlung in Hamburg-Osdorf, wo er eine Feuerwehreinfahrt versperrte. Am 31. Januar 1984  tauchte der Wagen im Hafenbecken der Elbe am Neumühlener Westkai auf, als dort Erweiterungsarbeiten stattfanden. Es war unweit der Stelle, wo das Fahrzeug zuvor noch gesehen wurde. Kahrs selbst wurde von zwei Bauern am 29. November 1983 tot in einem Kanalschacht im Naherholungsgebiet der Holmer Sandberge gefunden. 

Kahrs wurde mit einem Kopfschuss hingerichtet und war zuvor wahrscheinlich mit einer ca. 80 cm langen roten Plastikschnur gefesselt worden. Wo oder wann die Tat geschah, ließ sich nicht mehr nachvollziehen.

Aus seinem Besitz fehlen bis heute:

Brille

Der graue Personalausweis

Der Fahrzeugschein

Der Schlüsselbund mit zahlreichen Sicherheitsschlüsseln

Ein schwarzes Lederportemonnaie

Schon damals gab es Theorien, dass ALDI vielleicht um Schutzgeld erpresst wurde. Kahrs hatte hohe Mengen Bargeld in den letzten zwei Jahren von seinem Konto abgehoben. Daher entstand auch der Verdacht, dass er in illegales Glücksspiel oder andere Machenschaften im Rotlichtmilieu hineingezogen worden war.

Wurde Kahrs erpresst? An wen zahlte er das Geld?
Wer Angaben zu dem Fall, unabhängig von der Sendung, machen kann, wende sich bitte an die folgende Dienststelle:

Sachdienliche Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Itzehoe unter der Telefonnummer 04821 / 6020.

Es ist eine Belohnung von 6.000 Euro ausgesetzt worden, die für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, an Nicht- Berufsträger ausgezahlt wird.

Polizeidirektion Itzehoe
Große Paaschburg 66, 25524 Itzehoe
Telefon: +49 (0) 4821  6020

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