Cold Case

Cold Cases sollen durch pensionierte Polizeibeamte in NRW geklärt werden

Die Anzahl der ungelösten Mordfälle wächst weiter, aber nur ein kleiner Teil davon wird tatsächlich wiedereröffnet, Cold Case.

Wie auch in dem Fall von Klaus Walter Pauli, der einer der Langzeitvermissten war. Seine sterblichen Überreste wurden 2016 bei Bauarbeiten in der Umgebung des Bahnhofs in Hagen aufgefunden, nachdem er seit 2003 spurlos verschwunden war. Pauli, so ergaben spätere Ermittlungen, verkehrte in homosexuellen Bekanntschaftskreisen. Bei einer zweiten Grabung an dem Fundort, wurde auch das Handy von dem Verstorbenen ausfindig gemacht. Unglaublich – aber wahr, es funktionierte nach all der Zeit noch. Hieraus ergab sich ein Zusammenhang mit einem letzten Treffen Paulis vor dem Verschwinden 2003. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, möge sich bitte an die Polizei Hagen 02331 986 2066 wenden.

Klaus Walter Pauli , Polizei Hagen/Westfalen

Wie im Fall Pauli kann der Fall je nach Alter des Verbrechens und der Anzahl der Zeugen aus einem oder mehreren Gründen wiedereröffnet werden, einschließlich der Verfügbarkeit neuer Beweise und Technologien. Darüber hinaus wird die Möglichkeit der Lösung des Verbrechens in der Regel durch seine Wahrscheinlichkeit der Lösung bestimmt.

Im Allgemeinen gelten Gewaltverbrechen als das am besten geeignete Verbrechen zur Wiedereröffnung, da die Anzahl der Beweise, die die diese Verbrechen stellen, realtiv hoch ist.

Das Konzept eines Cold Case ist ziemlich einfach: Eine strafrechtliche Untersuchung eines Verbrechens, das einst geschah, aber nicht mehr aktiv verfolgt wird. Die Akten sind im Archiv und werden alle paar Jahre automatisch wieder vorgelegt. Es wird dann in einer Datei mit den restlichen Fällen abgelegt und abgeglichen. In vielen Fällen ist das Verbrechen gelöst, aber niemand kann den Verdächtigen identifizieren. In diesen Fällen werden (pensionierte) Polizeibeamte mit der Überprüfung der Falldateien beauftragt und versuchen, sie mit den neuesten Untersuchungstechniken und der modernen Wissenschaft zu lösen.

In Nordrhein-Westfalen will man nun pensionierte Polizeibeamte in den Dienst der Sache zurückholen.

Ein Cold Case ist jedes vorsätzliche Tötungsdelikt, das seit mehreren Jahren ohne aktive Bearbeitung ist. Diese Fälle sind typischerweise schwere Gewaltverbrechen, die keine Verjährung genießen. Ein Cold Case kann jedoch auch eine Vermisste Person sein, wie beispielsweise der Natalee Holloway-Fall in Atlanta oder die Beaumont-Kinder beweisen. Einige dieser Fälle sind so alt, dass sie als absolut „kalt“ betrachtet werden. Trotz ihrer geringen Zahlen können sie immer noch lösbar sein. Auch ohne, dass der Täter am Ende noch lebt.

Ein Cold Case hat das Potenzial, eine komplizierte Ermittlung zu sein. Neben den vielen Komplexitäten eines Cold Case können die Ermittlungen sehr teuer sein. Dies bedeutet, dass ein durchschnittlicher Fall bis lang acht Monate dauern kann (USA). Die gute Nachricht ist, dass die neuen Technologien die Ermittlungen in den Cold Cases sehr verbessert haben. Dies hat zu zahllosen Erfindungen neuer Herangehensweisen geführt, um die Cold Case Ermittlungen viel schneller und durchaus günstiger zu machen.

Ein Cold Case wird meistens mit neuen forensische Beweisen eröffnet oder frische Informationen, die zur Zeit des Abschlusses noch nicht bekannt waren, werden bereitgestellt. Ein Alibi-Zeuge kann die ursprüngliche Geschichte bestätigen oder auch nicht. Zeugen oder Mittäter reden plötzlich, anders oder gleich, wie zum Zeitpunkt der ersten Ermittlung nach der Tat.

Es kann sich auch schwierig gestalten, einen Verdächtigen in einem Cold Case direkt oder nach Jahren zu indentifizieren. Oder der erste Schritt ist, einen Mörder und dessen Vorgehensweise zu ermitteln. Es erfordert immer die Analyse der vorliegenden Beweise.

Einige dieser Fälle werden nach einigen Jahren gelöst, während andere für immer ungelöst bleiben.

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