Screenshot Festerling, 2016
Rechtsradikale

Tatjana Festerling-Europatournee mal anders

Festerlings Euro-Tour-Wacht in Bulgarien

Unwillkürlich erinnert Tatjana Festerlings neuster Auftritt, nach dem Rauswurf bei ihrem politischen Busenfreund Lutz Bachmann in Dresden, schon an die Urlaubsfotos des NSU. Das ist wahrscheinlich so gewollt. Ihrem einstigen Weggefährten hatte sie andere Dinge unterstellt, PEGIDA wäre vom Verfassungsschutz unterwandert etc., konnte man in den letzten Tagen erstaunt lesen. Da stürzte sich die Unverdrossene schon in das nächste Abenteuer. Martialisch tritt Frau Festerling in Kampfanzug an der bulgarisch- türkischen Grenze auf, dem eigenen Bekunden nach, übt sie sich im Grenzregime mit einer augenscheinlich paramilitärischen Gruppe, die dort Spuren im Waldboden sucht. Gejagt werden dort Flüchtlinge, versucht man das politische Gestammel der einstigen PEGIDA Frontfrau in ihrem Post auf Facebook zu verstehen. Unverständlich ist, dass Facebook das Konto der offensichtlich rechtsradikalen und selbst ernannten Retterin des Abendlandes noch nicht gelöscht hat. Geschmacklos ist es auch für alle Ostdeutschen, ehemaligen DDR-Bürger, da Frau Festerlings Auftritt immer noch alte, aus der DDR bestehende Wunden aufreißt, hier starben zu Zeiten Schivkows zahlreiche DDR-Bürger im Kugelhagel der damaligen bulgarischen Waffenbrüder. Frau Festerling, die augenscheinlich vom „politischen ADHS“ erfasst ist, dröhnt über die „Festung Europa“ und wünscht sich, dass die Flüchtlinge erschossen werden, die sie als „Rapefugees“ abtut. Gedankengut aus PEGIDA Tagen in Dresden wird nun im Kampfanzug und schmucker Armbinde durch Europa getragen. Wenn es schon nicht mit dem Oberbürgermeisterposten in Dresden geklappt hat, so doch mit dem Grenzgang in Bulgarien im Kampfanzug. Ob die angeblichen Fundstücke der Frau Festerling, die sie wie Urlaubsbilder aus Partisanentagen über Facebook präsentierte, in Gegenwart von erbärmlich ausgerüsteten und maskierten Freischärlern, überhaupt Flüchtlingen zuzurechnen ist, blieb offen. Gut könnte es auch sein, dass Frau Festerling diese Exponate selbst dort, wo auch immer, konkret platziert hatte.

Es fragt sich, warum der EU-Staat Bulgarien Frau Festerling und Kampfgenossen der Sturmabteilung „Festung Europa“ nicht unverzüglich festsetzt. Auch in Bulgarien schien bis jetzt alle Macht vom Volk auszugehen. Für Festerling scheint es wie der Anfang einer weiteren Karriere, das Abgleiten in den politischen Untergrund für die, die sich als die Retterin der Nation aufspielen will und mit ihrem Freund durch die unendliche Weite Bulgariens in Truppenbetreuung mit der „Bulgarian Military Veterans Union Vasil Levski“ tingelt. Fast ist man versucht Festerling die Komödie abzukaufen, die sie spielt, um nicht als eine zum Teil mit widerwärtigen Thesen agierende Rechtspopulisten, in Vergessenheit zu geraten.

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