Soldaten Nordkoreas Foto von Micha Brändli
Nordkorea

Nordkoreas Wirtschaftspiraten (Teil 2)

 

Jämmerlicher Versuch

Was man als jämmerlichen Versuch bezeichnen kann, an der Macht zu bleiben und über dunkle Kanäle für Kim überlebensnotwendige Devisen zu beschaffen, ist ein Zündeln an internationalen Brandherden. Das kann Kim besonders. Er unterstützt die Feinde seines Freundes Trump. So ist auch seit 2017 bekannt, dass Öl auf offener See umgepumpt wird und dann in den Hafen von Nampo / Nordkorea gebracht wird. Um Zentrifugen für das Atomprogramm zu erhalten, versuchte Nordkorea ein weites Feld von Waffenverkäufen im Nahen Osten zu bedienen. Dabei führten Nordkoreaner Waffen vor, die aus heimischer Produktion stammten. Federführend dabei ist die Songi Trading Company, die auch Fahrzeuge, wie Rolls-Royce und Mercedes über Scheinfirmen nach Nordkorea bringen lässt und für die Lebensmittel für den Repressionsapparat sorgt.

Langstreckenwaffen-Kim

Wieder hat es der nordkoreanische Diktator geschafft, der Welt Sand in die Augen zu streuen. Sein „Büro 39“, was auch immer sich dahinter verbirgt, garantiert für Cyberattacken und Verbindungen zu Darknetmärkten, die dem Kim-Regime den Machterhalt versprechen. Nordkoreas Labore versorgen die Welt mit Amphetaminen und anderen synthetischen Drogen. Selbst Diplomaten wurden schon mit Tabletten aus Pjöngjang erwischt. Sie nehmen die Schlüsselrolle in der Geldwäsche ein, da über ihre privaten Konten die Geldwäsche des nordkoreanischen Staates bewerkstelligt wird. Diese Diplomaten reisen unter falschen Akkreditierungen und sorgen für den Erhalt der Macht in Pjöngjangs Juche. Nun fragt man sich bei der Staatskriminalität, ob die falschgeflaggten Schiffe nicht regelmäßig Heroin und synthetische Drogen über Westafrika nach Europa bringen?

Gerade im Zusammenhang mit den Darknet-Busts der letzten Wochen und Monate. Zudem geriet laut der letzten UN Berichte eine Firma in Hong-Kong ins Visier der Ermittlungen, die sich Marine Chain nennt, hinter der mindestens ein Nordkoreaner stehen soll. Seltsamerweise taucht in diesem Zusammenhang auch eine Firma aus Hongkong auf, die scheinbar das Opfer eines Identitätsdiebstahls wurde. Hong Kong Nova International Trade Company, ein Unternehmen, das Zigarettenmaschinen herstellt. Das Unternehmen teilte dem UN-Gremium mit, dass es „keine Ahnung habe, wo der Vertrag abgeschlossen wurde, noch warum es das Siegel (an Bord der Wise Honest) unseres Unternehmens hat. “
Damit noch nicht genug, Nordkorea verwendet augenscheinlich in internationalen Gewässern die Namen und Flaggen von Schiffen, die anderen Nationen gehören.

 

Weltweit operiert die Baufirma Mansudae Overseas Project Group, die herrliche Bauten fertigt, und entsendet im Auftrag der Führung in Pjöngjang geschwind auch mal Militärberater. Aber Kim zeigt sich wendig, indem er Waffengeschäfte über Drittfirmen, wie dieses Beispiel im Kongo zeigt, abwickelt, und dafür über Scheinfirmen versucht, wie in diesem Fall eine Goldmine zu erwerben. Dabei hilfreich ist ein libanesischer Staatsbürger, Fouad Dakhlallah, der sich mit dem Waffenhändler Hussein al-Ali

 

in Damaskus treffen sollte, um das Investment in die Goldmine zu verabreden. Dafür zeichnete Chongryong Technology Corporation verantwortlich.
Nordkoreas Krisenmanager kommen auch in besonderen Situationen zurecht, zeigen sie sich doch als Chamäleon innerhalb aller Staaten. Namen sind in diesem Zusammenhang Schall und Rauch, wie auch der Sudan feststellen durfte.

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