Archäologie

Nazi – Goldschatz im Weinkeller

Ein völlig bizarres Stück aus dem Tollhaus, das diesmal in Frankreich steht, spielt sich in einer Gemeinde im Lot ab. Wo Wahnsinn Methode hat, wird Tag und Nacht, zwischen Schafgeblöke in der freien Natur, derb gepöbelt.
Es geht um einen Nazischatz, von dem man noch nicht einmal weiß, ob er existiert.

Wie mit dem polnischen Phantomzug verhält es sich auch hier. Niemand weiß etwas, doch alle sprechen darüber, Geschichten aus Résistance wurden weitergereicht und bis zur absoluten Verzerrung kundgetan.

Während die rechtsnationale Europahasserin Le Pen in Paris versuchte, Frankreich bei der Stichwahl den Todesstoß zu geben, dreht sich in einer kleinen Ortschaft im Lot alles ums Nazi-Gold. Es soll viel sein, was die Gestapo zurückgelassen hatte, als sie die Flucht vor den Alliierten antreten musste.

Hinter Spinnweben, Jahre aufgetürmtem Gerümpel, vermuteten einige umtriebige Bürger den Reichtum in Zeiten der Armut. Selbst die Gemeinde sucht nach dem Goldschatz, der bisher heimlich war und nun international an die Öffentlichkeit kommt, ist eine Schande für die Gattung Homo sapiens.

Was jeden Betrachter ratlos und staunend zurücklässt, wird hier systematisch aus Gier betrieben, und um die Legende derer am Leben zu halten, die eigentlich nicht mit dem Widerstand gegen die Deutschen, den Invasoren, zu tun hatten, sondern auf der Seite der unrühmlichen Vichy Regierung kollaborierten.
 

Leider gibt es Leidtragende: Eine 83 Jahre alte Radio-Journalistin, die im Ruhestand die Attacken und Versuche, sie vertreiben, ertragen muss. Es ist unsäglich, was sich jeden Tag in dem kleinen, nicht so feinen Ort abspielt. Gerade im Haus über der Bücherei.

Nächtliches und wirres Geschrei und Verwahrlosung des Miet-Objektes inklusive.

Vielleicht ist es auch nicht ein normaler Mietrechtsstreit, der dort ausgetragen werden soll und der vermeintliche Schatz nur ein Mittel, um unangekündigte Hausbesuche zu machen, willkürlich Keller zu durchsuchen. Bei einem Mieter fand sich ein behördlicher Mitarbeiter samt Dienstausweis ein, der Einlass in den Keller begehrte.
Der Bürgermeister darauf angesprochen, bezeichnete sein Dorf am Tag der Wahl zum französischen Staatspräsidenten als „Klein Korsika“, wo die Gesetze der 5. Französischen Republik unter dem stehen, was ein Goldfund mit Hakenkreuz bringen könnte. Sonst will sich Bürgermeister dazu nicht äußern.
Anschluss besetzt oder vielleicht wurde der Hörer daneben gelegt, fast könnte man es vermuten. Aber vielleicht durchstöbert man auch die Weinkeller nach dem Schatz.about:blank

In der Mitte des Ortes liegt eine ehemalige Burg, auch aus dem 12. Jahrhundert, man ist hier der Kultur und der Erinnerung an die Barbarei der Nazis und der Gestapo aus besonderem Interesse verpflichtet. dort, wo auch heute noch Deutsche als Boch bezeichnet werden und wo man denkt, die Deutschen wären Nazis geblieben, fühlt man sich der Verschwörung nahe.

Nun aber denkt sich der Bürgermeister, dessen Verflechtungen in erheblicher Form, weit über das Maß des Normalen herausgehen und schon eher an „Don Camillo und Peppone“ erinnern, dass er die Geschicke seines „Klein Korsikas“ lenkt.
In der Tat wurden in den Jahren nach dem Krieg, vertraut man den Überlieferungen der Einheimischen und zahllosen Archäologen, schon immer Geschichten auf zahllosen Totenbetten geflüstert, die dann zu einer neuen Schatzsuche führten.
Im Nachbardorf sollen es die Tempelritter gewesen sein, die etwas hinterließen.
So wahnsinnig kann das Leben sein. Wir werden wieder berichten.

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