Ukraine

Nach Dammsprengung mehr als 600 Quadratkilometer überflutet

Titelbild:

Überschwemmte Gebiete auf der linken Seite des Dnepr Armyinform – https://armyinform.com.ua/2023/06/06/reportazh-z-misczya-podiyi-herson-naslidky-pidryvu-ges/

Der Kiew Independent berichtet in seiner neusten Ausgabe über die Folgen der Spengung des Kachowka-Staudamms:

In der ukrainischen Oblast Cherson sind nach dem Bruch des Kachowka-Staudamms nach Angaben des Gouverneurs Oleksandr Prokudin vom 8. Juni 600 Quadratkilometer überflutet.

Prokudin zufolge liegen 68 Prozent der überfluteten Gebiete auf der von Russland besetzten Ostseite des Dnipro und 32 Prozent auf der von der Ukraine beherrschten Westseite.

Der durchschnittliche Wasserstand in der Region Cherson habe am Morgen des 8. Juni 5,61 Meter betragen.

Prokudin sagte, dass die Evakuierungsbemühungen trotz des anhaltenden russischen Beschusses des Westufers fortgesetzt würden und bisher 1999 Zivilisten gerettet worden seien. Aus dem Bezirk Korabel in Cherson, der auch als Ostriv (Insel) bekannt ist und zu den am stärksten überfluteten Gebieten gehört, wurden die meisten Menschen evakuiert. Nach Angaben der Militärverwaltung der Oblast Cherson vom selben Tag wurden 20 Siedlungen am Westufer des Flusses überschwemmt und 2629 Häuser waren in Mitleidenschaft gezogen.

Als Folge der Überschwemmungen waren 159 Umspannwerke in der Region außer Betrieb, die Gasversorgung von 14.716 Verbrauchern war unterbrochen und alle Bewohner des Bezirks Ostriv in Cherson waren ohne Wasserversorgung, so die Regionalverwaltung.

Der Gouverneur fügte hinzu, dass die Situation auf dem von den Russen besetzten Ostufer „extrem schwierig“ sei, da die von Moskau ernannte illegale Regierung es anscheinend versäumt hat, eine angemessene Evakuierung zu organisieren, wie die Bewohner berichten.

„Die Menschen leiden nicht nur unter den Überschwemmungen, sondern auch unter dem russischen Terror und dem Mangel an Hilfsbereitschaft von Seiten der Besatzer“.

Am 6. Juni löste Russland eine humanitäre und ökologische Katastrophe großen Ausmaßes in der Südukraine aus, als es den Damm des Wasserkraftwerks Kachowka am Fluss Dnipro zerstörte.

Themenverwandte Artikel

Frieden in der Ukraine lange nicht in Sicht

the kasaan times

Krim-Brücke im Visier der Ukraine

the kasaan times

Kim und Putin laufen die Soldaten davon-nordkoreanische Deserteure

the kasaan times

Die Situation in der Ostukraine entgleitet ins Surreale

the kasaan times

Polizei: Zehn „Folterräume“ in zurückeroberten Gebieten in Ukraine entdeckt

the kasaan times

Kriegstelegramm XXXIII. – Gas-Notfall-Hysterie- Schulzes Illusion

the kasaan times

Kriegstelegramm LXXVI. Putins Realität des Krieges

the kasaan times

Wieder russische Kriegsverbrechen in der Ukraine?

the kasaan times

Kriegstelegramm LXVI.-Mariupol und die irren Äusserungen Lawrows

the kasaan times

Ukraine-Krieg rückt auch möglichen atomaren Notfall stärker ins Bewusstsein

the kasaan times

Ungarn friert ukrainische Gelder ein – Hintergründe, Spannungen und mögliche Folgen

the kasaan times

Russland feuerte nach ukrainischen Angaben am Dienstag wieder 28 Raketen ab

the kasaan times

Hinterlasse einen Kommentar

*