Nordkorea Won- johan10
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Der Anfang vom Ende der Kim-Dynastie in Nordkorea

Ausgepokert

Der nunmehr ratlos wirkende Diktator Kim, der unter den wirtschaftlichen Sanktionen der Weltgemeinschaft mehr und mehr leidet, hat sich entschlossen, mit äußerster Brutalität die Coronakrise zu meistern und richtet daher die hin, die eigentlich unter dem spätstalinistischen Regime in Pjöngjang schon genug zu leiden haben.

Kim sieht richtig schlecht aus, wie ein Bubi-Diktator

In der nordkoreanischen Presse lässt er sich als Übervater aller Nordkoreaner feiern. Kim, um keine noch so irreale Ausrede verlegen, musste nun einräumen, dass in seinem Mafia ähnlich geführten Staatswesen die Lebensmittel knapp werden. Auch der Despot selbst ist merklich schlanker geworden. Ob das mit einer Krankheit zusammenhängt oder mit der schlechten Lebensmittelversorgung, kann niemand von außen beurteilen.

Seit der Coronakrise dringen noch weniger Nachrichten in den Westen. Das Land hat sich noch weiter abgeschottet und jeglicher Grenzübertritt wird mit Waffengewalt verhindert. Aber es scheint in Nordkorea zu brodeln. Da auch die Speichellecker des Regimes und die Nutznießer der brutalen Diktatur nicht mehr gut versorgt werden können, geht jetzt der innere Kampf in Nordkorea los. 

Kim, der sich als geschickter Verhandlungspartner im Schatten von Donald Trump und als Freund des amerikanischen Despoten Jahre sonnen durfte, dürfte jetzt anhand der Sanktionen erkennen, dass seine Diktatur in absehbarer Zeit auch nicht mehr durch das Büro 39 am Leben erhalten werden kann.

Kim, der eine Form stalinistischen Sekten-Nationalsozialismus in Verbindung mit mafiaähnlichen Strukturen in seinem Land vorleben lässt, hat sich längst von den Tafeln mit den vorgeschriebenen Frisuren verabschiedet. Sonst schrieb er gar den spätsozialistischen Undercut vor.

Das Regime muss immer mehr Fehler einräumen und es nicht mehr in der Lage, nur Amerika für alle Untaten auf dem Planeten gegenüber der eigenen Bevölkerung verantwortlich zu machen. Es reicht nicht mehr, die darbende Bevölkerung an den Fluss in Pjöngjang zu führen und eine Rundtour über die USS Pueblo, die in den 1960er-Jahren von Kim Il-sung Getreuen gekapert wurde und dies als Allheilmittel für das Unrecht gegen den Sozialismus à la Kim zu veranstalten. Im Bewusstsein der Bevölkerung und in dem kollektiven Gedächtnis ist immer noch die große Hungersnot aus den 1990er-Jahren tief verwurzelt und eine Mahnung für die Gesellschaft im real existierenden Staatsterrorismus des Herrn Kim.

Was man hört, ist erschreckend. Selbst in Pjöngjang sollen die Lebensmittel ausgehen. Verlässliche Quellen gibt es aber nicht, da nur noch wenige Diplomaten vor Ort sind, die unter den Beschränkungen, die vor anderthalb Jahren dem diplomatischen Corps in Pjöngjang auferlegt wurden, als die Coronakrise anfing, zuhauf das Weite suchten. Auch die brutalen und drakonischen Strafen helfen dem Machthaber in dem gescheiterten Staatswesen nicht mehr, die Bevölkerung Nordkoreas unter Druck zu halten. Das Militär in Nordkorea ist eine Macht mit vielen Unbekannten und Kim hat im Zuge seiner Übernahme zu viele der verlässlichen Generäle ermorden lassen.

Das Haus Kim stirbt einen langsamen Tod wahrscheinlich nicht durch Hunger, der in den Arbeitslagern und Vernichtungslagern des Regimes zu zahllosen Toten geführt haben dürfte, sondern durch die von den Vereinten Nationen im Zuge des Atomprogramms verhängten Sanktionen, die den Staat Nordkorea langsam, aber sicher an die Grenzen bringen und Bühne der Claqueure des Regimes zur Implosion. 

Jahrzehntelang konnte sich die ganze Familie wie eine gottähnliche Einrichtung feiern lassen, aber die letzten Erklärungen der Führungsschicht zeigen, dass die demokratischen Strukturen der gesamten Weltgemeinschaft dienlicher sind als der kriminelle Apparat des Militärs zwischen den sektenähnlichen Strukturen der Staatsreligion Juche.

Die Schmuggler, die sonst den Yalu Fluss auf der Höhe der Grenzstadt Dandong überquerten, machten reiche Beute.

압록강.jpg

Yalu River

Ffggss – Own work



Auch die Schmuggelboote, die in der Mitte des Gewässers zwischen Nordkorea und China mit allerlei Handel zumindest ein paar Informationen mit zurückbrachten, verstummen mehr und mehr.

Nordkorea duldet den Handel mit China nicht mehr, auch den kleinen und den wichtigen Schmuggel, um überhaupt Dinge des täglichen Bedarfs zu besorgen. Nordkorea versucht die Devisen, die auf welchen Wegen auch immer ins Land gekommen sind, auch dort zu behalten und abzuschöpfen. Letzten Berichten zufolge soll das Regime seinen Bürgern leere Regale in Versorgungsbetrieben präsentiert haben und wieder über die Schuld des großen Feindes Südkorea und den USA berichtet haben.

Für die beiden Erzfeinde heißt es nun hinter den Kulissen zu agieren und zu überlegen, wie nach der Corona Pandemie eine Einigung mit dem Militär erreicht werden kann, die in der Post-Kim-Zeit wichtig ist, um die Situation auf der koreanischen Halbinsel nicht eskalieren zu lassen. Kim und seine Idee haben, wie sein Umfeld, ausgedient. Südkorea hatte häufiger den Versuch gemacht, mit dem neuen starken Mann in Pjöngjang, dem Kettenraucher Kim Jong-un, einen Deal zu machen. Schon aus humanitären Gründen sah sich Präsident Moon auch der Bevölkerung Nordkoreas verpflichtet. Pjöngjang pokert erneut und diesmal scheint es so, als hätte Kim kein Ass mehr im Ärmel. Das ist gut so und man sollte an die denken, gerade in dieser Situation, die sich in den Konzentrationslagern des Regimes befinden, wenn es zum absoluten Zusammenbruch des Staatswesens in Nordkorea kommt.

Man kann nicht nur über Menschenrechte reden, sondern muss diese auch verwirklichen.

Quellen:  KCNA

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