Trump USA

Arc de Trump – irr und größenwahnsinnig

Titelbild: Beispielbild Pixabay

Der sogenannte Trump-Triumphbogen, oft spöttisch als Arc de Trump bezeichnet, ist eines der ambitioniertesten und umstrittensten Bauprojekte, die Donald Trump in seiner aktuellen Amtszeit vorantreibt. Das Vorhaben geht auf das Jahr 2025 zurück, als Trump erstmals öffentlich Modelle eines monumentalen Triumphbogens präsentierte, die er im Oval Office auf seinem Schreibtisch stehen hatte und Reportern stolz zeigte.

Inspiriert ist das Design klar vom berühmten Arc de Triomphe in Paris, jenem klassischen neoklassizistischen Bauwerk, das Napoleon ab 1806 in Auftrag gab, um seine militärischen Siege zu feiern und das bis heute als eines der ikonischsten Symbole der französischen Hauptstadt gilt.Trump möchte jedoch keineswegs eine bloße Kopie errichten, sondern ein deutlich größeres und imposanteres Monument schaffen, das seiner Überzeugung entspricht, dass Amerika als „größte und mächtigste Nation der Welt“ auch das größte und beeindruckendste Bauwerk dieser Art besitzen sollte. Während der echte Arc de Triomphe in Paris eine Höhe von etwa 50 Metern (genauer 49,54 m) erreicht, plant Trump für seinen Bogen eine Höhe von bis zu 250 Fuß, was umgerechnet rund 76 Metern entspricht.

Diese Maßangabe taucht in mehreren Berichten renommierter Medien wie der Washington Post auf und wurde von Trump selbst in Gesprächen mit Unterstützern und bei Empfängen im Weißen Haus wiederholt betont – oft mit dem Slogan „250 for 250“, also 250 Fuß Höhe passend zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA im Jahr 2026.Der geplante Standort liegt auf der virginischen Seite des Potomac River, direkt gegenüber dem Lincoln Memorial, in der Nähe der Arlington Memorial Bridge und Columbia Island bzw. in Sichtweite des Arlington National Cemetery. Von dort aus soll der Bogen als monumentales Eingangstor in die Hauptstadt wirken, wenn Besucher aus Richtung Arlington über die Brücke kommen – eine prominente, hoch sichtbare Position inmitten der ohnehin dicht mit nationalen Denkmälern besetzten National Mall-Region.

Trump hat mehrfach erklärt, dass Washington als eine der wichtigsten Städte der Welt bisher keinen echten Triumphbogen besitze und dass sein Projekt diese Lücke schließen werde. Er zeigte bei verschiedenen Anlässen drei unterschiedliche Entwürfe – klein, mittel und groß –, wobei er sich klar für die größte Variante aussprach, die den Pariser Bogen nicht nur in der Höhe, sondern insgesamt in der Wirkung übertreffen soll.Der Spitzname Arc de Trump entstand bereits bei der ersten Präsentation im Oktober 2025, als ein Reporter scherzhaft fragte, ob das Bauwerk so heißen solle, und Trump die Bezeichnung nicht dementierte – im Gegenteil, sie wurde sofort von Medien und Social Media übernommen. Kritiker werfen dem Projekt Größenwahn und Selbstverherrlichung vor, zumal Trump auf die Frage, wem der Bogen gewidmet sei, einmal lakonisch mit „Mir“ antwortete.

Befürworter sehen darin hingegen ein kraftvolles Symbol amerikanischer Stärke und nationalen Stolzes zum Semiquincentennial, dem 250-jährigen Jubiläum der Nation. Finanziert werden soll das Vorhaben offenbar weitgehend privat durch Großspender und Trump-Unterstützer, ähnlich wie bei anderen Prestigeprojekten seiner Administration.

Stand Anfang Februar 2026 hat Trump mehrfach angekündigt, dass der Baubeginn „in den nächsten zwei Monaten“ erfolgen solle, also irgendwann im Frühjahr 2026. Ob dieser Zeitplan realistisch ist, bleibt jedoch fraglich, da ein derart massives Bauwerk in einer derart sensiblen historischen Zone zahlreiche Genehmigungsverfahren, Umweltprüfungen und Abstimmungen mit Denkmalschutzbehörden durchlaufen muss. Architekturexperten haben bereits gewarnt, dass ein 76 Meter hohes Bauwerk die Proportionen der umliegenden Monumente – das Lincoln Memorial misst nur etwa 30 Meter, das Weiße Haus sogar deutlich weniger – massiv stören und den Gesamteindruck der National Mall empfindlich verändern könnte.Insgesamt verkörpert der Arc de Trump Trumps typischen Stil: maximalistisch, auf große Gesten setzend und bewusst provokativ.

Ob das Projekt tatsächlich realisiert wird und ob es am Ende wirklich größer, goldener oder prächtiger als sein Pariser Vorbild ausfällt, wird die kommenden Monate und Jahre zeigen – doch allein die Vorstellung eines solchen Mega-Bogens hat bereits weltweit für hitzige Debatten gesorgt.

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