Am Samstag sollen in zahlreichen deutschen Städten Demonstrationen stattfinden. Die Polizei bereitet sich auf einen unruhigen Tag vor.
Berlin. Unter dem Motto „Gen Z regelt“ wollen am Samstag, dem 31. Oktober, junge Menschen in ganz Deutschland auf die Straße gehen. Die Kundgebungen sollen ab 14 Uhr beginnen, und zwar in den Städten gleichzeitig. Die Initiative nennt auf ihrer Internetseite 21 Orte, in anderen Berichten ist von knapp 30 bis 32 Städten die Rede. Aufgerufen wird vor allem über soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram und Telegram.
Die Veranstalter beschreiben ihr Anliegen als Protest für bessere Bildung, Gesundheitsversorgung und ein bezahlbares Leben. Zugleich richten sie sich gegen eine Wehrpflicht und gegen den Sparkurs, der aus ihrer Sicht auf dem Rücken der jungen Generation ausgetragen werde. Hinter dem Aufruf steht eine Gruppierung, die sich erst formiert und bislang keine festen Strukturen hat.
Die Aufmerksamkeit ist auch deshalb groß, weil zuletzt in Frankreich Demonstrationen gegen steigende Lebenshaltungskosten teils in Ausschreitungen mündeten. Auch aus Italien wurden Proteste gemeldet. Experten warnen davor, dass Extremisten Demonstrationen von Schülern und jungen Erwachsenen für ihre Zwecke nutzen könnten. Die Polizei befürchtet nach Angaben von Medienberichten „gewalttätige Situationen“.
Die Bundesregierung sieht Versuche aus dem extremistischen Milieu, sich unter die Proteste zu mischen. Eine inhaltliche Bewertung wolle man erst nach dem Samstag vornehmen, hieß es aus Regierungskreisen.
Wer in einer der betroffenen Städte unterwegs ist, sollte mit Sperrungen und Verkehrsbehinderungen rechnen. Eine interaktive Karte, die alle Demonstrationsorte zeigt, hat unter anderem der Münchner Merkur veröffentlicht.
